Was Farbe an der Wand doch alles bewirken kann!

Die Vorstandschaft, Dirigent wie auch die Musikerinnen und Musiker der Musikkapelle Zell-Weierbach wünschen Ihnen, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, für dieses wohl auch sehr anstrengende und Geduld fordernde 2021 in erster Linie ganz viel Gesundheit und einen ansteckungsfreien Jahresverlauf. Natürlich soll Ihnen auch gerne Glück, Wohlergehen, Freude, Leben in Gemeinschaft und nachbarschaftliche Fürsorge sowie auch genug Zufriedenheit beschieden sein. Ja, möge es nicht mehr so lange gehen, bis wir alle wieder zusammen kommen und zusammen sein dürfen und es wieder erlaubt sein wird, gemeinsam Hobbies nachzugehen wie auch Feste zu feiern.

Auch uns Musikern samt Dirigenten geht dieses Leben im unwidersprochen notwendigen Lockdown nach, mangels erlaubter Gelegenheit, an unserem Vereinszweck, die Kunst der Blasmusik zu erhalten und zu fördern, zu dienen. Gott sei Dank ist das Üben und Weiterbilden in Technik und Qualität in den eigenen vier Wänden nicht verboten und der eine oder andere Nachbar freut sich sicherlich auch über etwas Abwechslung für seine Ohren.

Wie bereits berichtet, verschieben wir auf Grund der Corona Lage unsere Jahreshauptversammlung – geplant für den 21. Januar – auf hoffentlich besser werdende Zeiten im Jahr. Selbstverständlich werden wir Sie rechtzeitig dazu einladen.

Weil wir derzeit nicht proben dürfen, haben wir für freiwillige Musiker das Projekt „Renovierung des Proberaums und der sanitären Anlagen“ angesetzt. Wer bei der Postagentur Junker in der Vorweihnachtszeit und bis heute zu tun hatte oder an der Abtsberghalle vorbei gekommen ist, hat vielleicht bemerkt, dass die Rollläden von unserem Proberaum oft oben waren und das Licht gebrannt hatte. Andreas Königer, unser Schlagzeuger und Projektleiter für diese Aktion, hat die Renovierung des Proberaums und der zugehörigen sanitären Räume ideenreich geplant, mit Herrn Backofen von der Malerfirma RENOMA und mit Fachleuten aus der Musikkapelle spezielle Maßnahmen durchgesprochen und die Arbeiten in Partien aufgeteilt, die im Duo in 2 – 4 Stunden zu bewältigen waren. In die WhatsApp Gruppe eingestellt, haben sich schnell einige Duos gefunden, die gemeinsam ihren Teil zur Musikerkameradschaft einbringen wollten.

Die Farben und Arbeitsmaterialien, deren Kosten dankenswerter Weise die Stadt Offenburg übernahm, hat Herr Backofen von der Fa. RENOMA bereits Mitte Dezember angeliefert. Somit stand dem kameradschaftlichen Arbeitsgeist nichts mehr im Wege. Nachdem unser Jugendteam im Vorfeld schon Mal das Probelokal aufgeräumt und vieles in die Lagerräume verfrachtet hatte, machte Joachim Wiegele den Auftakt. Er entfernte den Schmutz und Staub auf den vielen Noten- und Instrumentenschränken, fegte den Proberaum rein und putzte in den sanitären Anlagen die Waschbecken usw. Andreas Königer reinigte die vielen Schranktüren im Proberaum von Fett und Kleberesten, spachtelte die Blessuren von über 50 Jahren Nutzung zu, schliff die Türen danach glatt und brachte zwei Mal weiße Acrylfarbe auf die Schranktürflächen. Oh, wie das bereits wirkte! Eine ganze Schrankwand von annähernd 8 m strahlte wieder in Weiß auf wo zuvor ein vergilbtes Weiß die Oberhand hatte.

Schlagzeugkollege Matthias und seine Frau Heike klebten danach alle schützenswerte Stellen und Rohre im Proberaum ab, eine zeitaufwendige aber sehr hilfreiche Arbeit für das Streichen der Wände. Durch die vielen Schränke und die großen Fenster war zwar die Weißelfläche nicht übermäßig groß – aber jeder der Eigenheimmaler ist, weiß, dass die Kleinflächen mehr Arbeit verursachen als eine Wand ohne Hindernisse. Die sandfarben zu streichende Rückwand, begrenzt durch einen dicken, weißen Rahmen in der Länge von nahezu 14 Meter, löste Andreas Königer durch die Verwendung eines Laserstrahlers. Jetzt ist das sandfarbene Riesenrechteck scharf und geradlinig abgehoben von dem Weiß der Umrahmung und bereit, die Musikerportraits, gezeichnet von unserem Musiker Hans Fey, aufzunehmen. Einen ersten Eindruck dazu können Sie anhand des Fotos gewinnen.

Ihr Musikverein Zell-Weierbach

Unser Proberaum soll animierend und ansprechend werden

Während Mitglieder der Musikkapelle Zell-Weierbach den Proberaum aufgeräumt und einiges entsorgt haben, hat sich Andreas Königer viel Zeit genommen und überlegt, wie sich die Atmosphäre des Proberaums wohnlicher und heimeliger gestalten ließe. In umgearbeiteten Fotos hat er dabei seine Ideen sichtbar gemacht. Da stehen Schränke auf einmal an anderen Stellen als wäre das schon immer so gewesen. Auch seine Vorstellungen über die Gestaltung der Rückwand hat er visualisiert. Hier sollen die von unserem Musiker Hans Fey gezeichneten Musikerinnen und Musiker mit den Instrumenten der Musikkapelle, die bereits teilweise beim Frühjahrskonzert 2019 als Banner die Abtsberghalle geziert haben, in 14 Bilderrahmen die Rückwand unseres Proberaums auflockern. Dazu wird die Rückwand sandfarben gestrichen, damit die weiß gehaltenen Bilder gut zur Geltung kommen und die Wand nicht zu viele Licht schlucken wird.

Die Vorstellungen von Andreas Königer wurden in den letzten Vorstandssitzungen durch weitere Ideen und Vorschläge des Jugendteams und der Vorstandschaft nach und nach weiterentwickelt.

Wie die Bilderrahmen gut in Szene gesetzt werden können, dazu hat Andreas Königer Thorsten Groß, unseren Elektriker in der Musikkapelle, ins Boot geholt. Gemeinsam haben sie eine Idee entwickelt, wie jeder einzelne Bilderrahmen mit dem Musiker oder der Musikerin ins Licht gesetzt werden kann. Passende schwenkbare, kleine Strahler werden dazu verwendet und speziell angebracht. Auf den Vorhangschienen an der Fensterfront kommt eine LED-Lichterkette und auf den beiden Schrankwänden hüben wie drüben werden LED-Farbstrahler zugeschaltet, wenn es die Stimmung beim Nachprobezusammensein es so will. Wenn dann noch die anderen drei Wände durch den Fleiß der Musiker(-innen) im frischen Weiß erstrahlen, dann wäre im Proberaum das meiste getan. Parallel dazu werden wir die sanitären Räume und den Flur gründlich reinigen und ebenfalls weiß streichen. Und dann wird sich alles wieder frisch und ansprechend anfühlen.

Wir danken Ortsvorsteher Willi Wunsch und der Ortsverwaltung für das offene Ohr und die Unterstützung. Ganz riesig freut es uns, dass das Hochbauamt der Stadt Offenburg unbürokratisch schnell durch die Vermittlung von Willi Wunsch uns seine Unterstützung zugesagt und auf unseren Wunsch hin die Malerfirma RENOMA mit der Fachberatung und Unterstützung beauftragt hat. Herr Backofen und seine Firma RENOMA sind dem Musikverein Zell-Weierbach sehr gewogen und machen auch mit ihrer Werbung ein Kollektiv für unser Frühjahrskonzert erst möglich. Wir beabsichtigten daher bereits im Vorfeld, Herrn Backofen um Rat und Unterstützung zu bitten ohne diese für uns positiven Wendung durch das Hochbauamt zu erahnen. Die Farb-, Qualitäts- und Ausführungsberatung durch Herrn Backofen war wirklich überzeugend gut. Er hat auch die Farben und Hilfsmaterialien über das Hochbauamt bestellt und flux geliefert. Bei diffizilen Arbeiten wird uns Herr Backofen auch weiterhin gerne beraten und unterstützen, versicherte er.

Wir sagen jetzt schon ein herzliches Dankeschön an Herrn Backofen von RENOMA und an das Hochbauamt der Stadt Offenburg, vertreten durch Herrn Lehmann, für die Übernahme der Kosten für die erforderlichen Materialien.

Die Farben und Hilfsmittel sind da und erste Arbeiten damit sind schon in Gange durch einige unserer Musikerinnen und Musiker. Auch diesen wollen wir für die Initiative herzlich danken. Es stehen noch viele Arbeiten auf der Projektliste – Ärmel hochgekrempelt und ran.

Wir wollen alle Mitglieder und Musikfreunde darauf hinweisen, dass wir wegen der Corona Lage unsere für den 21. Januar 2021 geplante Jahreshauptversammlung auf später im Jahr verschieben. Wir werden Sie rechtzeitig dazu einladen.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, Weihnachten klopft bereits an und ein Jahreswechsel mit ungewohnten Besonderheiten steht vor der Tür.

Manchmal geschieht es, dass Menschen gut zu anderen sind und füreinander sorgen, einen Streit beenden und sich wieder vertragen, sich einsetzen für Schwächere, denen Unrecht geschieht und Worte sprechen, die andere froh machen und ihnen die Angst nehmen – ja, manchmal wird Weihnachten Wirklichkeit.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen frohe, gesegnete Weihnachten. Für den vor uns stehenden Jahreswechsel liegt uns für uns alle ganz arg am Herzen: Recht viel Gesundheit, die Einsicht, dass wir – nur wir alle gemeinsam – diese schwere und sehr spezielle Zeit überstehen werden sowie ein an guten Nachrichten reiches Jahr 2021.

Ihr Musikverein Zell-Weierbach

Wenn wir schon nicht gemeinsam muszieren können

Ja, wenn schon die Proben und Auftritte nicht sein dürfen, dann steht auch unser Probelokal, wie wir unseren Proberaum unter der Abtsberghalle hinter dem Winzerbrunnen schon ewig nennen, still. Nicht ganz, denn Sabine Meehan unterrichtet unser Jugendorchester SoundFabrik dort einmal in der Woche mit entsprechend großen Abständen zwischen den jungen Musikern.

Während der letzten Jahre, wenn man so nach der Probe zusammen stand, meinten Musikerinnen  und Musiker wie auch Dirigent Johannes Kurz: „Der Proberaum gehört unbedingt aufgeräumt, nicht mehr notwendige Sachen entsorgt und renoviert!“ Aber neben den wöchentlichen Proben und mit den Auftritten wollte einfach keine „Pack-an-Stimmung“ aufkommen.

„Wenn nicht jetzt, wann dann?“ dachte sich das Jugendteam und sortierte schon einmal nach:  in voraussichtlich nicht mehr brauchbar, intakt und notwendig, auf jeden Fall bleibt das da und entsorgbar. Die Vorsitzenden des Musikvereins entschieden schlussendlich über die Vorschläge des Jugendteams, die meistens richtig lagen. Was dann zu lagern war, haben die Jugendteammitglieder soweit schon vorhanden, in Regale und Schränke nach Sachthemen einsortiert. Die Regale stehen in den beiden Lagerräumen hinter dem Proberaum, die wir vor zwei Jahren von der Ortsverwaltung zur Nutzung zu geschieden bekommen haben. Mehr als ein Anhänger voll, darunter auch der Getränkekühlschrank, der vor kurzem seinen Geist aufgegeben hatte, wurde auf der rammersweirer Deponie fachgerecht entsorgt. Die Musikerinnen und Musiker und die Vorstandsmitglieder staunten nicht schlecht. Wie viel heller bereits wirkte der Proberaum nach dem grundsätzlichen Aufräumen. Ganz klar, viele dunkle Instrumentenkoffer (mit ihren Instrumenten darin), Festutensilien und aufgehobene Erinnerungen schluckten das helle Licht von den Fenstern und vom Deckenlicht. Die durch das Aufräumen frei gewordenen Vitrinen auf der Schrankwand werden zu Regalen umgebaut. Das alte Podest, auf dem früher das Schlagzeugteam saß oder stand, ist bald auch Vergangenheit.

Unter den ins Regallager gewanderten Instrumenten samt Koffern sind viele Instrumente, die sehr alt sind, nicht mehr spielbar sind und deren Reparatur zu teuer sind oder sich einfach nicht mehr lohnen für den Musikverein. Wir wollen solche „Museumsstücke“ nicht mehr aufbewahren und Platz schaffen für weitere Dinge, die wir für Feste und Konzert bereits haben oder noch anschaffen wollen.

Diese Instrumente, z. B. Querflöten, Klarinetten, Trompeten und Bässe, können eine Bar oder ein Musikzimmer zieren oder auch in einem Treppenhaus einen schönen Platz finden. Sie kosten kein Vermögen, das versprechen wir. Wenn Sie Lust auf solch ein Instrument haben, oder vielleicht auch Tüftler sind und Ihr Talent ausprobieren wollen, dann wenden Sie sich gerne an unsere beiden Vorsitzenden Herbert Lenz und Ralf Vollmer (die Kontaktdaten finden Sie auf unserer Homepage: www.mvzw.de oder sprechen Sie einen Ihnen bekannten Musiker an.

Schön wäre es, wenn Instrumente im Dorf blieben.

Ihr Musikverein Zell-Weierbach

Musikalisch läuft im Dezember leider nichts mehr

Weshalb gehen die Ansteckungszahlen nicht runter und verharren auf hohem Niveau? Was sagt da der Volksmund dazu? „Da ist der Wurm drin!“ Und wenn er (hier das Virus) dann drin ist …

Wir wünschen und hoffen für uns alle, dass wir uns in diesem Advent alle richtig verhalten, damit wir uns an Weihnachten wenigstens treffen und in familiärer Weise feiern dürfen.

So trifft es weiterhin die Künstler und Artisten wie auch alle Hobbykünstler und Sportler hart. Wir alle dürfen dem nicht nachgehen, was wir fürs Leben gerne tun: die einen den Beruf, richtiger noch die Berufung, zu leben, die anderen ihrem Hobby nachzugehen. Gut für uns als Musikverein ist es, dass wenigstens noch unsere Kinder und Jugendlichen ihren Instrumentalunterricht besuchen dürfen. Aber die Musikerinnen und Musiker unserer Musikkapelle Zell-Weierbach dürfen gemäß den Vereinbarungen zwischen Bundeskanzlerin und den Ministerpräsidenten von vorletzter Woche bis auf weiteres weder proben noch auftreten.

Somit ist auch unser Hoffnungsschimmer, ein Adventskonzert an diesem Sonntag, 6. Dezember, für Musikinteressierte anzubieten, nicht durchführbar. Schade, wo wir doch mit viel Freude und Üben nach den Sommerferien wieder so richtig im Takt waren und die vom Dirigenten Johannes Kurz aufgezeigten Charakterzüge der Stücke bereits tonlich gut hörbar wurden. Auch Hannah Blattner, unsere junge Vizedirigentin, hat im Blechregister und im Orchester ihre musikalischen Akzente für das Konzert gesetzt gehabt. Vielleicht findet sich das eine oder andere ausgewählte Stück doch noch in einem weiteren Konzertprogramm wieder – das wir dann auch tatsächlich aufführen dürfen. Die von uns zu gerne gespielten adventlichen und weihnachtlichen Klänge aus unserem Adventskonzert müssen leider etwas länger auf eine Aufführung warten.

Geplant hatten wir auch ein Weihnachtseinstimmen mit der Musikkapelle Zell-Weierbach am 4. Advent an zwei Orten im Dorf und vielleicht auch auf dem Burschel. Das wäre ein Aufleben einer alten Tradition von vor 50 Jahren auf eine neue Art geworden. Damals haben sich die Jüngeren der Musikkapelle zusammen getan. Sie spielten dem Bürgermeister, Gönnern der Musik und Musikern am 24. Dezember nachmittags ein kleines Ständchen. Zu der Zeit, da dachte bei jenen meist eiskalten Wintertagen noch niemand an Klimawandel. Die jungen Musikanten waren daher froh um einen Aufwärmer, den es auch großherzig gab. Später, und so kennen Sie es bestimmt, wurde dieses Weihnachtseinstimmen auf die Zeit nach der Bescherung an Heilig Abend verschoben. Ab diesem Zeitpunkt spielten dann begeisterte Musikerinnen und Musiker um halb zehn auf dem Burschel auf und stimmten die Menschen, die auf zehn Uhr zu Fuß in die Christmette gingen, mit ihren Weisen auf das Miterleben der feierlichen Heiligen Nacht ein.

Dieses Jahr ist seit langem wieder eine Christmette um 22 Uhr in der Weingartenkirche (mit Anmeldung) geplant …

Ihr Musikverein Zell-Weierbach

Das mit unserem Adventskonzert wird`s wohl nichts

Die Ministerpräsidenten haben sich am Mittwoch mit der Bundeskanzlerin virtuell getroffen und sich über die Corona Schutzmaßnahmen ausgetauscht und die Lebensweise der Bevölkerung in nächster Zeit festgeschrieben. Im Vorfeld ist ja bereits einiges „durchgesickert“, weil dieses Mal ein koordiniertes, abgesprochenes und weit gehend abgestimmtes Vorgehen ein gutes Bild der politisch Verantwortlichen aufzeigen soll.

Wir vom Musikverein Zell-Weierbach werden diese Corona Vorgaben in der Sitzung am Donnerstag dieser Woche bedacht haben (die Sitzung ist ja erst nach Redaktionsschluss für diese Woche) und werden wohl zum sehr bedauerlichen Beschluss gekommen sein, ein konzertantes Auftreten dem nächsten Jahr zu überschreiben. Wenn wir auch schon so viel dafür geübt haben und vieles sich schon gut angefühlt hat – es ist ein frohsinniger Trost, dass wir trotz des langen Lockdowns immer noch gerne und mit Freude gemeinsam Musik machen können.

Es gilt: Wir wollen doch alle aufeinander Acht geben und uns gegenseitig schützen. Dies gibt Hoffnung, in gewissem Maße Weihnachten im Familienkreis feiern zu können und zu dürfen. Dieses Weihnachtsfest ist es wirklich Wert, davor Einschränkungen im Alltagsumgang miteinander und füreinander gerne in Kauf zu nehmen und zu beachten.

Und es gibt ja mittlerweile etwas Licht in diesem Corona Tunnel. Impfstoffe werden angekündigt, Impfzentren sind im Aufbau und dort wird auch dann vorweg fleißig geübt, damit es, wenn es dann so weit ist, die „Kinderkrankheiten“ ausgemerzt sein werden. „Ein gutes, gesundes Neues Jahr!“ zu Silvester wird dieses Mal wohl etwas anders klingen als noch vor einem Jahr und einen bedeutend höheren Wunschgehalt innehaben.

Auch wir vom Musikverein Zell-Weierbach sind tief traurig und bestürzt über das Ableben von Richard Basler anfangs dieses Monats. Wie viele im Ort, können auch wir es noch nicht richtig begreifen. Richard Basler kennen wir als ein Bürger mit viel Nächstenliebe, Bürgersinn und Bürgerverantwortung. Ob bei der Freiwilligen Feuerwehr Zell-Weierbach, wo er sich unermüdlich um seine Alterskameraden sorgte, organisierte und abholte oder im kirchlichen wie auch politischen Bereich. Er war dabei, wenn es um das Besuchen der Zell-Weierbacher in Altenheimen ging oder wenn es Zell-Weierbach betraf. Für uns im Musikverein Zell-Weierbach war er ein großer Unterstützer in Sache mobile Spülmaschinenstation. Was hat er uns da alles an Arbeit in der Abspülküche erspart. Wir danken ihm von ganzem Herzen dafür. Und, das ist uns auch ganz wichtig, er und seine Familie nahmen sich die Zeit, unsere Feste zu besuchen und in geselliger Runde die Gemeinschaft zu genießen und zu erleben.

Wir wünschen Anneliese und Simone Basler und allen, die um Richard Basler trauern, ganz viel Kraft, Trost und ein erfüllendes Gefühl im Rückblich auf viele gemeinsame Jahre, Tage oder Stunden.

Ihr Musikverein Zell-Weierbach

Benoit und Linus haben die erste Etappe geschafft!

Letzten Samstag war es so weit. Punkt 12 Uhr schaltete Axel Siefert den PC auf den Blasmusikverband Ortenau auf und ist, zusammen mit seinem Sohn Linus und dem Ausbildungskameraden Benoit, vom Prüfungskomitee des Blasmusikverbandes Ortenau herzlich begrüßt worden. Die beiden Jungmusiker sind von der Juri zur praktischen Prüfung für das Jungmusikerleistungsabzeichen in Bronze, kurz JMLA in Bronze, per Bildschirm willkommen geheißen worden.

Die bisherigen Träger von solchen Leistungsabzeichen in Bronze, Silber oder Gold werden sich wohl wundern, haben sie doch zu einem Prüfungsort im Ortenaukreis anreisen müssen und haben vielleicht leicht oder sehr nervös darauf warten müssen, endlich an der Reihe zu sein.

Corona Zeiten haben diesbezüglich auch im Blasmusikverband Ortenau die digitale Zeit ins Leben gerufen – zumindest für die praktische Prüfung des Könnens der Jungmusiker. „Die Prüfung in Theorie“, so erzählt Axel Siefert, „wird auch weiterhin an einem zentral gelegenen Ort durchgeführt und läuft als schriftliche, mündliche sowie als Gehörprüfung ab. Da ist tatsächlich noch Aug in Aug und Ohr in Ohr sehr wichtig, um genau hinhören und beurteilen zu können. Der Termin für diese Prüfung ist wieder offen und sollte ursprünglich auch im November sein. Jetzt hängt es vom weiteren Verlauf der Corona Pandemie ab.“

Bestimmt können Sie sich vorstellen, dass bis zum Zeitpunkt 12 Uhr am letzten Samstag im Vorfeld hat viel gelaufen sein müssen: Vor genau 3 Jahren haben Benoit und Linus mit dem Instrumentalunterricht an der Trompete bei der Musikschule Offenburg begonnen. Gleichzeitig ist auch die erste Bläserklasse des Musikvereins Zell-Weierbach gestartet, in die alle Instrumentalschüler, die zu diesem Zeitpunkt mit einem Blasinstrument bei uns begonnen haben, integriert worden sind. Zuvor sind die beiden Jungs, wie eigentlich alle unsere Musikschüler, bereits einige Jahre bei Dagmar Reister in den Blockflötenunterricht gegangen. Nach den ersten beiden Ausbildungsjahren an der Trompete haben Linus und Benoit zusammen mit ihrem Ausbildungsjahrgang das Jugendorchester SoundFabrik des Musikvereins Zell-Weierbach unter Leitung von Johannes Kurz aus der Taufe gehoben. Natürlich gehen die beiden weiterhin zur Musikschule Offenburg und üben fleißig.

Mittlerweile haben die beiden neben dem Regelunterricht montags auch noch 45 Minuten Musiktheorie und musikalisches Vor- und Zusammenspiel mit dem Musikschullehrer und Dirigenten Bernhard Münchbach, uns allseits bekannt vom Musikverein Fessenbach, wo er viele Jahre gewirkt hatte. „Dieser ‚Wahlunterricht‘“, so erklärt Axel Siefert, „dient zur Vorbereitung auf die Prüfung zu den einzelnen Jungmusikerleistungsabzeichen.“

Benoit und Linus haben viel Spaß und Freude am „Trompeten“. Sie haben sich auch viele Theoriekenntnisse wie Tonleitern und die chromatische Tonleiter aufsagen, Notenwerte usw. angeeignet. So reiften bei den beiden Jungmusikern die Idee und der Mut heran, sich der Prüfung zum Jungmusikerleistungsabzeichen in Bronze stellen zu wollen. Nach den Sommerferien setzten sie sich auf den Hosenboden, lernten und spielten zusammen mit Bernhard Münchbach die Tonleitern und übten 4 Lieder, die ihr Lehrer aus dem Repertoire für das Bronzeabzeichen ausgewählt hatte. Natürlich hat er diese auf die musikalische Vorliebe der beiden abgestimmt gehabt.

Schon sehr früh haben Linus und Benoit „ihr“ Lieblingslied aus den 4 Stücken auserkoren gehabt und permanent geübt. Wen wundert’s, dass die beiden Freunde zufällig den gleichen Song für sich auswählten, den es als persönliches Stück bei der Prüfung vorzutragen gelten wird. Aber auch die anderen 3 Vortragsstücke durften sie nicht vernachlässigen, denn eines davon, das die Juri bestimmen wird, würde ihr Pflichtstück in der Prüfung sein!

Die Anspannung und das Lampenfieber stiegen je näher der Termin rückte. Aber beide wahrten Coolness und trafen sich am letzten Samstagmorgen, um nochmals alle Stücke wie auch die Tonleitern zu üben. Axel Siefert, der bei uns die 1. Trompete und das 1. Flügelhorn spielt, gab natürlich noch einige Tipps und dann war es auch schon ganz gleich 12 Uhr.

Linus und Benoit dürfen sich jeder eine Tonleiter aussuchen, die sie vorspielen wollten. Danach gab die Juri jedem noch eine weitere Tonleiter vor. Die chromatische Tonleiter musste jeder auch zum Besten geben. Schließlich durfte jeder sein Lieblingslied vortragen, ehe dann jeder noch mit einem Pflichtstück glänzen konnte. Die Juri war mit den vorgespielten Aufgaben sehr zufrieden. „Die beiden haben sich sehr gut angestellt“, resümierte ein stolzer Vater nach der aufregenden Prüfungsphase.

Linus und Benoit macht es viel Spaß auf der Musikschule Offenburg und natürlich auch im Zell-Weierbacher Jugendorchester SoundFabrik, wenn die Leiterin manchmal auch streng ist. Aber das muss halt hin und wieder so sein, denn schon ein altes Sprichwort sagt: „Es ist leichter, ein Sack voller Flöhe zu hüten als …“

Ihr Musikverein Zell-Weierbach

Unser Adventskonzert – die Hoffnung stirbt zuletzt

„Die Probe gestern Abend lief sehr gut. Alle haben sich wirklich konzentriert. Die Stücke sind daheim geübt worden. Es hat mir viel Spaß bereitet, die Musikprobe. Zu schade, dass wir abermals wegen Corona für den Monat November die Proben absagen müssen“, stellte Dirigent Johannes Kurz in der Gesamtvorstandssitzung des Musikvereins ein Tag nach der Musikprobe etwas traurig gestimmt fest.

Aber wer Johannes Kurz kennt, weiß, dass er nicht so schnell aufgibt. Zusammen mit Hannah Blattner, Vizedirigentin, hat er da schon, unter Beachtung der aktuellen Corona Verordnung des Landes, bereits einen Plan B besprochen gehabt.

Sollte der Abschlusstermin 30.11.2020 für den Lock-down „light“ bestehen bleiben (die Kanzlerin und die Ministerpräsidenten wollen sich am 16.11.2020 treffen), wäre die Chance gegeben, innerhalb einer Woche ein Adventskonzert „light“ auf Grundlage des bisher geprobten Programms zusammen zu bauen. Und dieses Programm würden wir Ihnen, wie geplant, am 6. Dezember dieses Jahres in der Abtsberghalle unter den dann aktuellen Corona Vorgaben präsentieren wollen.

Uns ist bewusst, dass die Besucherzahl auch nach dem November begrenzt sein wird. Uns kommt es aber dabei nicht auf eine hohe Konzertbesucherzahl an sondern wir wollen Ihnen, wie beim Sommerkonzert auf dem alten Schulhof, wieder eine gewisse Zeit zusammen mit anderen Musikbegeisterten anbieten – natürlich mit Abstand und Mund- und Nasenschutz. Wir alle wollen durch unser Musizieren begeisterten Musikfreunden eine kleine Auszeit von der kleinen Welt der Wohnung schenken und Ihnen wie auch uns Gelegenheit geben zu einem gemeinsamen Zusammensein in der Zeit des Advents, der innigen Zeit der Vorbereitung auf Weihnachten.

Gerade in der Adventszeit ist uns doch das gemeinschaftliche Leben, aneinander denken und füreinander in Liebe da sein so wichtig – sonst bräuchte es Land auf Land ab keine Weihnachtsmärkte und Glühwein. Dies werden wohl viele von uns dieses Jahr missen und sehnlichst erhoffen im nächsten Jahr.

Wie gesagt, die Hoffnung stirbt zuletzt – und das gilt auch für unser Adventskonzert am Nikolaustag dieses Jahres.

Ihr Musikverein Zell-Weierbach

Auch wir sorgen uns wegen Corona

Erschreckend, wie die Erkrankung an Covid 19 in den letzten Tagen auch im Ortenaukreis voranschreitet. Dennoch hofft jeder, nicht in den Sog dieser schrecklichen Pandemie zu geraten – weder bei der Arbeit noch bei vereinlichen Treffen oder im Privatbereich. Wir haben die aktuellsten Corona Landesverordnung jeweils im Blick und reagieren darauf. Hoffentlich dürfen wir alle mit der notwendigen Disziplin und nötigen Vernunft und Akzeptanz aller rechnen, damit das öffentliche und vereinsmäßige Leben sowie der private Lebensbereich nicht wieder von einem Lock down niedergerungen wird.

Wir Musiker haben es ja beim letzten „kleinen“ Probenwochenende Mitte Oktober wieder erlebt, wie toll, menschlich fördernd und Ehrgeiz weckend so eine Zusammenkunft werden kann und wie viel uns in den letzten Monaten entsagt worden war.

Von unserem intensiven Einstudieren des Konzertstücks „Lord Tullamore“ haben wir letztes Mal berichtet. Das andere herausfordernde Konzertstück vom ausgefallenen Frühjahrskonzert 2020 ist der Militärmarsch „Pomp & Circumstance No. 4“ aus der Serie der Pomp & Cirmcumstance-Militärmärsche, die der Brite Edward Elgar für die britische Monarchie komponiert hat. Was sich als leicht zu spielen anhört, muss unendlich viel geübt werden. Gerade in der Abtsberghalle mit dem vielseitigen Hall und ohne einen darin voll besetzten „Konzertsaal“ ist es immer wieder „teuflisch“, sich auf seine Ohren und die dort eingehenden akustischen Informationen zu verlassen. Immer wieder fordert daher Johannes Kurz, unser Dirigent, uns alle auf, nur auf sein Dirigat zu achten, herauszuschauen und konzentriert das vorgezeigte Tempo aufzunehmen. Ansonsten fliegt das Orchester (musikalisch) auseinander. Die Temposchwankungen bzw. die fließende Verlangsamung des Anfangstempos führen zu einem schleichenden „Absterben“ des Marsches. Nein, das wollen wir natürlich nicht und geben unser Bestes, diesen Ohrwurm an Militärmarsch in angemessenen Tempi darzubieten. Diesen Marsch komponierte Edward Elgar erst 1907 fix und fertig. Dieser ist in seiner Ausstrahlung ausgesprochen feierlich und präsentiert im Trio eine ins Ohr gehende, innige Melodie. „Pomp & Circumstance No. 4“ steht nahezu in jeder Tuttiprobe im Ablaufprogramm, damit die Fertigkeit stetig heranreifen kann.

Das Dritte Stück aus dem nicht stattgefundenen Frühjahrskonzert 2020 ist der Song „Don’t stop me now“, von der Band „Queen“, deren Sänger, Freddie Mercury, dieses Lied weltbekannt gemacht hat. Dieser markante Song aus dem Jahre 1978 ist um einiges älter als die Solistin am Altsaxofon bei unserer geplanten Aufführung am 6. Dezember in der Abtsberghalle. Bei diesem Stück heißt es, unser musikalisches Inneres auf Big Band-Stil umzuswitchen, um Lara den Teppich für ihr temperamentvolles Solo legen zu können. Denn bei der moderneren Musik geht es oft nicht um „gerade“ Noten und gleiche Notenwerte werden unterschiedlich lang gespielt – das muss geübt sein. Lara, im jugendlichen Alter und derzeit unser jüngstes Mitglied in der Musikkapelle Zell-Weierbach, hat ihr Solo in diesem modernen Stil schon ganz fetzig drauf. Und wir wollen es ihr gleichtun und ihr Solo im Sound von Queen untermalen. Wir mögen dieses Stück und gehen voll darauf ein.

Ihr Musikverein Zell-Weierbach

Zum ersten Mal weihnachtliche Klänge geübt

Nach unserer ersten Probe im Herbst im Heimatsaal der Vinothek Zeller Abtsberg war unsere nächste Probe in der Abtsberghalle. Gleichzeitig probte die Guggenmusik „Schrottpäperer“ in unserem eigentlichen Proberaum ebenso wie wir unter den maßgeblichen Corona Auflagen.

Welche Breite unsere Reihen dabei einnehmen, ist für uns schon ungewohnt. Es ist auch schwierig, die Musiker auf der anderen Seite der Sitzordnung noch richtig gut zu hören. Umso wichtiger ist es für jeden einzelnen Musiker, sich auf den Dirigenten zu fixieren und sich nicht auf die Ohren zu verlassen. Sonst fällt nämlich die Musikkapelle auseinander, weil jeder ein anderes Tempo hört und selbst sich anzupassen versucht, was musikalisch tödlich ist. Das führt nur zum Scheitern des gemeinsamen Zusammenspiels und zum vorzeitigen Ende des Musikstücks. Wir üben es schon lange und es ist nicht so einfach – der stete Blickkontakt zum Dirigenten und seinem Dirigat. „Es geht doch!“, meint dann Dirigent Johannes Kurz, nachdem er die Konzentration angemahnt hat. Die Krux ist auch, dass eine leere Abtsberghalle so sehr hallt, dass man sich wünschte, die Probe fände in einer voll besetzten Halle statt.

Nach der Probe ging es dann hinunter in den von den Guggenmusikern bereits geräumten eigenen Proberaum. Bei süffigem Reißer kamen Erinnerungen aus ganz früheren Zeiten auf, als die Musiker im Herbst nach der Probe zu Kellersitzungen eingeladen worden sind. Über diese bis jetzt gebliebenen Eindrücke können unsere Musiksenioren wie auch aktive Musiker viel Unterhaltsames berichten. Ja, das waren halt noch andere Zeiten in vielen Hinsichten – damals! Heutzutage gelten viele andere Gesetze und Regeln. Wir danken Alois Königer für den gespendeten Reißer, der seinem Höhepunkt zueilte und entsprechend Zucker umgesetzt hatte.

In der letzten Woche waren Registerproben „vom Holz“ bzw. „Blech“ angesagt. Die einen übten im Probelokal, das Holz im Bürgersaal des Rathauses das ein und selbe Musikstück „In Dulci Jubilo“ vom Michael Praetorius (1571 – 1621). Diese Suite (eine Musikfolge aus (hier) verschiedenen weihnachtlichen Melodien) arrangierte Johannes Kurz maßgeschneidert für unsere Mannschaft. Da lösen sich Holzsätze, Blechsätze und gemeinsam intonierte Sätze ab. Obwohl im Holzregister in dieser Probe nicht alle Stimmen besetzt waren, sind schon einige Takte von den von Michael Praetorius zusammengefügten weihnachtlichen Melodien zu ahnen. Michael Praetorius ist einer der bedeutendsten Komponisten des deutschen Frühbarocks (ab etwa 1600) und hat auch sehr viele wertvolle Kichenkompositionen geschrieben und bekannte Kirchenlieder, wie z. B. „Es ist ein Ros entsprungen“, mehrstimmig notiert.

Natürlich hat unser Dirigent Johannes Kurz noch weitere Musikstücke „auf Lager“, die wir Ihnen bei unserem Adventskonzert am Sonntag, 6. Dezember, präsentieren wollen. Bis dahin gilt es für uns Musiker noch recht fleißig zu üben. Ihr Musikverein Zell-Weierbach

Die Vorbereitung zum Adventskonzert ist in Schwung

Im September hat die Weinmanufaktur Gengenbach·Offenburg das Weinpicknick am Standort Gengenbach für alle Weinfreunde, Urlauber und Freundeskreise angeboten. Dieser September war für solche Einladungen prädestiniert, denn fast jeder Tag war ein sommerliches, tolles Erlebnis bei jenen Temperaturen und lauen Septemberabenden. Auch wir vom Musikverein Zell-Weierbach waren vom 1. Bis 4. Oktober zum Schlussrambo dabei – auf der Helferseite. Wir bekamen dabei die Gelegenheit mit unseren freiwilligen Helferstunden die Vereinskasse aufzufüllen.

Der 1. Oktober fiel leider gleich ins Wasser, aber dann hatte Petrus grünes Licht für die Schlusstage gegeben. Am Freitag ließen es sich etwa 50 Weinfreunde nicht nehmen, Neuen Wein, Reißer, Sekt oder Wein der Weinmanufaktur zu bestellen und sich mit leckeren Pizzen, Flammenkuchen oder gerne auch mit dem großzügigen Weinpicknickkorb eine Grundlage für verführerische Tröpfchen zu schaffen. Besonders die Palettensitzgelegenheiten mit ihren kuscheligen Kissen und großen Tischen waren begehrte Plätze, um in inniger Zweisamkeit oder unter Freunden, sogar eine Clique aus der Hamburger Gegend war gekommen, einen ruhigen, windstillen aber anregenden Herbstabend unter freiem Himmel zu genießen. Die Illumination in den Bäumen und am Stand strömte dabei feine Heimeligkeit aus. Kein Wunder, dass einige Weinpicknickbesucher den offiziellen Schließzeitpunkt bis zu einer halben Stunde hinausdehnten.

Am Samstag und Sonntag war das Wetter zu den Öffnungszeiten noch etwas angenehmer und zog noch mehr Publikum an. Wir bedanken uns bei unseren freiwilligen Helfern, die durch ihr Tun doch einige Euros in unsere Vereinskasse fließen lassen konnten, um unsere nicht geraden geringen fixen Kosten ein Stück(-chen) weit abzufedern.

Am Samstag, 10. Oktober, feierten Kommunionkinder in der Weingartenkirche die Erstkommunion. Wie es Tradition ist, spielte die Musikkapelle Zell-Weierbach und dieses Mal mit den Blechbläsern unter Leitung von Hannah Blattner für die Kommunikanten und deren Angehörige nach der Messfeier mit einigen Stücken auf. Tapfer hielten es die Musiker aus, obwohl es leicht regnete und die Noten etwas in Mitleidenschaft gezogen worden sind. Die Kinder und Angehörigen freuten sich über diese musikalische Überraschung.

Und auf letztes Wochenende haben unser Dirigent Johannes Kurz und Hannah Blattner (Vizedirigentin) ein Probenwochenende einberufen, um die Vorbereitung auf das hoffentlich durchführbare Adventskonzert in der Abtsberghalle am 6. Dezember so richtig auf den Weg zu bekommen.

Am Samstagnachmittag trafen sich also die Zeller Musikerinnen und Musiker in der Abtsberghalle zu einer 3 ½-stündigen Gesamtprobe. Neben den bereits geübten drei Konzertstücken aus dem abgesagten Frühjahrskonzert standen zwei brandneue weihnachtliche Stücke auf dem Probeplan, nämlich „All I want für Christmas is You“ („Alles, was ich auf Weihnachten will, bist Du“), gesungen von z. B. Helene Fischer, Maria Carey oder Justin Bieber und „Christmas Carols Nr. 1“. Es ging zur Sache und die Pause zur Halbzeit war mehr als verdient und gut zur Erholung von Geist und Ansatz.

Das Frühjahrskonzertstück „Lord Tullamore“ wurde in erster Linie auch unter dem Gesichtspunkt „Schlagwerk“ geprobt, um unserem Schlagzeugteam Andreas Königer und Matthias Demczak-Kropp (er wohnt in Freiburg) Gelegenheit zu geben, Pauken und Schlagzeug zu koordinieren, die Kraft und Wucht der Paukenschläge zu erahnen und auszuprobieren – und das ganz vehement zu Beginn des Stückes und natürlich auch später im Stück. Auch alle übrigen Musiker brauchen die Gesamthaftigkeit dieses Stückes im Ohr. Soweit waren wir mit dem Üben dieses Stückes noch nicht, als am 14. März die Musikproben wegen Corona jäh beendet werden musste. Jetzt haben wir auch ein Gefühl dafür, was in unseren „Pausen“ im Stück, mit uns zusammen oder schlagwerksolistisch in diesem Stück passiert. Jetzt können wir Bläser uns auch mehr von diesem Stück mit tollen, ins Ohr gehenden irischen Melodien vorstellen und unser Spielen aufeinander und auf die Intention des Stückes und des Komponisten klang- und ausdrucksmäßig besser eingehen. Zusätzlich mit den (historischen) Erläuterungen und der Bildsprache unseres Dirigenten Johannes Kurz eingedeckt, gehen wir nun mit viel Zuversicht bei „Lord Tullamore“ auf unser Adventskonzert am 6. Dezember zu.

Möge das Coronavirus dieses Mal für das Konzert keinen Strich durch die Rechnung machen – das wäre zu Schade.

Ihr Musikverein Zell-Weierbach