Rudi Gegg spielte sehr lange bei uns die Trompete

Am 25. September verstarb Rudi Gegg, ein ehemaliger Musikkamerad aus unseren Reihen, mit 85 Jahren. Nach Gustav Kornmeier standen wir in diesem Jahr zum zweiten Mal an einem Musikergrab.

Rudi Gegg, Jahrgang 1935, aus Fessenbach stammend, erlernte ab 1949 die Trompete mit Leidenschaft und Begeisterung beim Musikverein Fessenbach. Er war begnadet mit seiner Spieltechnik und seinem Ton auf der Trompete. Ehe Rudi Gegg 1969 zu uns in die Trachtenkapelle Zell-Weierbach kam, spielte er viele Jahre in der Stadtkapelle Offenburg. Der Grund, weshalb er wechselte, war ganz einfach: 1967 haben sich die legendären „Fidelen Ortenauer“ gegründet. Neben Rudi Gegg waren Harald Meyer, Heinz Schütz, Alois Geiler wie auch Gustl Litterst die Gründungsmitglieder. Alois Geiler, unser damaliger erster Klarinettist (und später auch unser Dirigent und Vorsitzender) verstand es, in der Ägide von Kurt Sauter als Dirigent all diese Musiker bis auf Rudi Gegg von der Trachtenkapelle Zell-Weierbach mit ihrem mitreißenden, neuen Sound zu überzeugen. Die Fidelen Ortenauer wurden nach und nach bekannter und somit waren Terminkollisionen zwischen der Band und den beiden Blasorchestern, die ebenfalls immer mehr gefragt waren, nicht die Ausnahme. Schließlich waren es Heinz Schütz und Alois Geiler, die Rudi Gegg animierten, das Orchester zu wechseln – im Prinzip ein guter Tausch bei dem Ansehen, das sich die Trachtenkapelle Zell-Weierbach unter Kurt Sauter von Auftritt zu Auftritt immer mehr erarbeitete.

Rudi Gegg’s Platz in der Trachtenkapelle Zell-Weierbach war Zeit seines Beiseins rechts neben Helmut Kopf. Beide spielten die 1. Trompete, der eine mehr die Melodien liebend, und Rudi Gegg eher die Spiel- und Lauftechnik. Beide haben sich somit toll ergänzt und viel Spaß bei und mit der Trachtenkapelle Zell-Weierbach gehabt. Verschiedene Fernsehkurzfilme, Fernsehauftritte, Radioaufnahmen, zahlreiche Auftritte in Nah und Fern – Rudi Gegg und seine Fidelen Musikkameraden waren dabei – auch wenn die Fidelen Ortenauer erst am frühen Morgen mit dem Bus aus einem fernen Auftritt in Offenburg ankamen. Rudi Gegg liebte das Gesellige und wer gerne dabei, wenn es lustig zuging und Kameradschaft gepflegt worden ist. Seine Frau, Gertrud, war auch gerne mit den anderen Musikerfrauen dabei, wenn es zu Auftritten oder Zusammenkünften von uns ging. Beide waren auch dabei, wenn es ums Helfen bei den damals großen Herbstfesten und anderen Anlässen ging. Rudi Gegg war bestimmt auch stolz darauf, 1974 mit einem Teil der Trachtenkapelle Zell-Weierbach das Land Baden-Württemberg auf der „Grünen Woche“ in Berlin repräsentieren zu dürfen. Das Ständchen vor dem dortigen Roten Rathaus bleibt allen Teilnehmern in bester und wertvoller Erinnerung.

Gleichzeitig war Rudi Gegg von 1967 bis 1978 bei den Fidelen Ortenauern der Solotrompeter. Nicht nur bei den Oberkrainerstücken, nein auch in der damals gängigen Tanzmusik war er mit seiner Trompete zu Hause und prägte mit seiner musikalischen Leidenschaft die Band mit und pflegte eine echte Kameradschaft zu den anderen Bandmitgliedern. In seiner Zeit bei den Fidelen Ortenauern bargen die beiden Tourneen nach Kanada und in die USA viele unbeschreibliche Erlebnisse und hinterließen viele einprägende, schöne Erinnerungen. Und wie oft stand Rudi Gegg hier wie dort mit seinen Soli „Ave Maria Glöcklein“ und „o sole mio“ im Mittelpunkt vieler bunter Abende. Gerne erinnern sich „seine“ Fidelen Ortenauer an die legendären Probeabende bei ihm in der Offenburger Kläranlage (wo er Chef vor Ort war) und speziell an solche Proben, wo der Wind sich drehte … Dann war man sich schnell einig und ging in sein Wohnzimmer hinüber, wo dann bereits beim zweiten Viertele der „gewisse Duft“ neutralisiert war.

Der Trachtenkapelle Zell-Weierbach hielt Rudi Gegg bis 1994 weiter die Treue. Zu gerne wäre er noch viel länger dabei geblieben, aber sein Gebiss wollte, trotz vieler ärztlicher Versuche, partout dem Gegendruck des Trompetenmundstücks nicht standhalten – was ihn hart getroffen hatte.

Doch zuvor, in den 80er Jahren unter Rudi Flierl, trat Rudi Gegg in Osterkonzerten solistisch vor das begeisterte Konzertpublikum mit „Andalusia“ (1982) und „Trompeter’s Lullaby“ (1984). Bei mehrstimmigen Solis mit Josef Acker, Helmut Kopf oder auch Mario Vogt stellte er sich in die Solistenreihe am Rande der Osterkonzertbühne. Sie spielten zusammen „Bugler’s Holiday“ (1979 und 1985), „Schwarzwaldpost“ (1980) und „La Pastorella“ (1984).

Rudi Gegg und seine Frau Gertrud waren während der nachaktiven Zeit im Musikverein Zell-Weierbach immer gern gesehene Gäste gewesen. 2009 ist dieser passionierte Musiker mit Herz zum Ehrenmitglied des Musikvereins Zell-Weierbach ernannt worden.

Rudi Gegg war in all den aktiven Jahren aber auch immer ein treuer Kamerad, wenn es darum ging, als Quartett zu ehren eines Vereinsmitgliedes am Grab zu spielen.

Gestern hat sich der Kreis geschlossen und ein Quartett des Musikvereins Zell-Weierbach hat ihm zu Ehren die Begräbnisfeier an seinem Grab musikalisch umrahmt und mit „Ich hat‘ ein Kameraden“ ihm einen letzten Gruß erwiesen.

Rudi Gegg bleibt in unserer Erinnerung.

Ihr Musikverein Zell-Weierbach

Unser nächstes Ziel: Das Adventskonzert am Nikolaustag

Jeder Mensch und jedes Team braucht Ziele, um vorwärts zu kommen, so auch wir von der Musikkapelle und dem Musikverein Zell-Weierbach. In unserer letzten Gesamtvorstandsbesprechung haben wir auch die nächsten Ziele für unsere Musikkapelle abgesteckt. Das erste Ziel soll sein, ein einstündiges Konzert in der Abtsberghalle am Sonntag, 6. Dezember. Ob wir das Konzert dann ein oder zwei Mal geben werden, hängt von Ihnen und ihrem Wunsch, dabei zu sein, ab. Wie wir das alles organisieren, werden wir im Oktober besprechen, in die Wege leiten und Sie informieren. Ganz klar ist, die Musiker werden einiges an Fläche mehr brauchen als nur die Bühne. Wir rechnen damit, dass auch 150 – 200 Konzertinteressierte einen coronaabstandsgerechten Platz in unserer großen Abtsberghalle finden werden.

Um Ihnen ein schönes, musikalisch gut aufbereitetes Adventskonzert bieten zu können, proben wir wieder seit vorletzten Mittwoch. Ein herzliches Dankeschön wollen wir dazu dem Gesangverein Sängerbund Zell-Weierbach sagen, der zu Gunsten von uns auf seine Probe im Heimatsaal der Vinothek Zeller Abtsberg verzichtet hat. In der Abtsberghalle fand an jenem Abend eine Ortschaftsratsitzung statt und war für unsere Orchesterprobe logischerweise nicht verfügbar.

War das eine Freude, in die Probe gehen zu dürfen! Einige haben aus Risikogründen seit Mitte März pausiert, andere haben sich die letzten 6 Wochen nicht mehr gesehen. Jeder konnte fühlen und für sich ermessen, was Gemeinschaft und Teamgeist wert ist, was schmerzlich gefehlt hat in dieser Zeit des Verzichts einander zu treffen und miteinander Noten zu einem Gesamtwerk erklingen zu lassen. Ganz wichtig ist nun auch zu wissen, wer in die Probe kommen wird. Denn Dirigent Johannes Kurz richtet die Stühle so nach den Corona Vorgaben aus – strickt geradeaus gerichtet und nicht im Halbkreis, wie gewohnt. Die, die außen sitzen, müssen da manchmal schon ganz schön schielen, um den Dirigenten zu sehen und um seine Dirigiervorgaben blitzschnell aufzunehmen und sie richtig umzusetzen.

Aber es hat ganz viel Spaß gemacht, die Probe. Zunächst verkündete Johannes Kurz die Zielsetzungen für das ganze restliche Jahr und ging insbesondere auf das Adventskonzert ein. Hannah Blattner, Vizedirigentin, und er haben vier Stücke aus dem geplanten Frühjahrkonzert 2020 ausgewählt, die in Tuttiproben bis zum 6. Dezember zur Reife gebracht werden. Zusätzlich werden jeweils im Holz- und Blechregister Stücke von Michael Praetorius (1571 – 1621) und anderen Komponisten eingeübt. Stücke für die Advents- und Weihnachtszeit werden auch das Programm mitgestalten.

Danach ging’s zur Sache. Zum Zurückkommen in den Musikkreis legte Dirigent Johannes Kurz „Pomp and Circumstance No 4“ auf. Respekt, was da von der Vorbereitung zum geplanten Frühjahrskonzert noch hängen geblieben ist. Mit einem fürsorglichen Tempo begonnen, ließ er uns nach und nach an sein „Wunschtempo“ heranrücken. Mit dem Song „Don’t stopp me now“, das Freddie Mercury von den Queens gesungen hat, ging es in den zweiten Teil der Probe. Lara Groß durfte hier auf dem Saxophon solistisch ihr Können zeigen. Im dritten Teil der Musikprobe kam „Lord Tullamore“ auf die Notenständer – auch eine sehr ordentliche Herausforderung nach 6 Wochen Sommerpause. Johannes Kurz bedankte sich am Schluss für die gute Probe. Er sei positiv sehr überrascht über das, was an diesem Abend bereits gekommen ist. „Da ist schon viel Schönes dran“, zitierte er einen Musiker. Fürwahr, unser Dirigent war des Lobes und die Musiker glücklich und zufrieden.

Anschließend gingen die Musikanten noch hinüber ins Probelokal und tranken „s’Bier zum Mitnämme“ – der Start in die Herbstsaison ist gelungen!

Ihr Musikverein Zell-Weierbach

Ein herzliches Vergelt’s Gott für Ihre Unterstützung bei Datschkuchen zum Mitnämme

Wir kamen verdächtig nahe an unseren Datschkuchenrekordumsatz von 400 Stück am vergangenen Samstag heran – leider mussten wir gegen Ende den Datschkuchenliebhabern absagen, weil wir sowohl die bestellten wie auch alle bei der Bäckerei Häfner noch aufzutreibenden Teigplatten verarbeitet hatten. Das ist ein Vertrauen von so vielen Mitbewohnern aus Zell-Weierbach und den Datschkuchenfans aus der Umgebung bis raus nach Legelshurst oder gar vielleicht von noch weiter weg in den badischen Datschkuchen und auch sicherlich in unsere engagierten fleißigen Musikkameraden und Gesamtvorstandsmitglieder.

Alfons End, der mit seinem Veteranenbuldog vorbei fuhr, meinte trocken: „Da habt ihr aber ein großes Zick-Zack.“ Ja, und im ersten Augenblick sah das Geflatter der Warnbänder, die den Weg auf dem Rathausplatz vorgaben, schon etwas wirr aus und erinnerte an ein Labyrinth. Es war gut so, den Weg von der Kasse bis zur Datschkuchentheke so verlängert zu haben, damit die Corona Abstandsregelung eingehalten werden konnte. Und da muss schon ‘mal allen Besuchern Respekt und Dank gezollt werden – ob Mund- und Nasenschutz, Abstand halten oder auch die Hände desinfizieren – wir sind richtig stolz auf Sie alle, aber auch auf unsere Engagierten, denn auch sie haben sich in der Küche und bei Publikumsverkehr vorgabegemäß verhalten.

Schön war es auch für alle, dass es keinen richtigen Ansturm zu einer gewissen Zeit gab sondern das Holen der Datschkuchen von kurz vor 16 Uhr bis zum Schluss sich einigermaßen verteilt hat. Eine Besucherin, die gleich 12 Datschkuchen in Auftrag gegeben hatte, meinte: „Ich bin gleich zu Beginn gekommen, damit ich nicht den Zorn vieler Wartender auf mich ziehe!“ Und so taten es manche Kenner der Datschkuchenszene, um nicht so lange warten zu müssen – danke dafür.

Ein großes Lob gilt den beiden Küchenmannschaften und Alois Königer am Holzbackofen. Es ging hier in Ruhe und Konzentration an die Arbeit, damit jeder seine bestellten Datschkuchen auch entsprechend belegt in die Hände gedrückt bekommen konnte. Es war eine Augenweide, die so unterschiedlichst belegten Datschkuchenrohlinge und in welcher Schnelle sie  im Holzofen verschwanden und mit dem Auge des Kenners wieder zur rechten Zeit aus dem heißen, gemauerten Ofen herausgezogen worden sind. Dass da hin und wieder einer einen etwas dunklen Rand hatte, haben fast alle gerne in Kauf genommen. Es ist halt auch eine Kunst, über solch eine lange Zeit den Holzofen in der notwendigen Hitze „am Leben“ zu erhalten. Da mussten schon auf beiden Seiten des Holzofens immer wieder Buchenscheiter platziert werden, die auch gerne mal eine größere Hitze ausstrahlten als sie eigentlich sollten. Schade, dass Sie nicht gesehen haben, wie viel Datschkuchen vor „lauter Freude“ riesige Blasen im Ofen geworfen haben. Leider sind die meisten dann Opfer des Schneiderades geworden.

Das Getränketeam war etwas traurig, weil sie wesentlich weniger ausgelastet waren. Auf Grund der Wetterlage – bewölkt, windig und der kleinen Furcht, es könnte doch zum Regnen kommen – haben es die meisten Datschkuchenliebhaber bevorzugt, die in Pappkartons warm gehaltenen Datschkuchen daheim zu genießen. Und da liegt es nahe, dort die Lieblingsgetränke direkt aus dem eigenen Kühlschrank zu holen. Jetzt schauen wir halt, das süffige Engelbier unter den Musikern an den Mann zu bekommen. Den Gewürztraminer Kabinett in der Vierteleflasche von der Weinmanufaktur Gengenbach · Offenburg haben etliche Besucher bestimmt zum ersten Mal probiert und vermutlich nicht zum letzten Mal.

Viele Besucher waren erstaunt, auf einem Fest bargeldlos bezahlen zu können. Armin Friemelt, Beisitzer, hat sich da ins Zeug gelegt, gerade in Corona Zeiten solch einen Dienst auf Vereinsebene anbieten zu können. Er bemerkte am Schluss, dass doch etwa 20 Prozent bargeldlos bezahlt hätten. Das ist doch schon etwas! Sein Sohn dagegen, der natürlich seinen Vater auch an der Kasse half, meinte: „So viel Geld und Scheine habe ich noch nie in den Händen gehabt.“ Auch so etwas gehört zur Gewinnung von Lebenserfahrung.

Dass die Musiker und Besucher schneller als die Feuerwehr waren, das war super. Kaum hat Feuerwehrmann Patrik End „Alarm“ gerufen, waren auch die Kasse und die Ständer mit den Warnbändern auf der Seite, so dass die Feuerwehr schnurstracks ausrücken konnte.

Nochmals allen, die unser Datschkuchen zum Mitnämme so toll unterstützt haben, ein herzliches Dankeschön dafür. Die Vereinskasse freut sich, denn auf der anderen Seite stehen viele fixe Ausgaben gegenüber. Auch bei allen Helferinnen und Helfern, die sich im Vorfeld und auf dem Rathausplatz für das gute Gelingen eingesetzt haben, wollen wir uns von Herzen bedanken.

Ihr Musikverein Zell-Weierbach

Jetzt ist Datschkuchenzeit – Datschkuchen (und auch Getränke) zum Mitnämme

An diesem Samstag, 5. September, haben wir auf dem Rathausplatz (Schulstraße 1) wieder viel vor, denn viele Liebhaberinnen und Liebhaber des badischen Datschkuchens freuen sich, wenn  der Holzbackofen am Taglöhnerhaus angezündet wird und die so richtig knusprig gebackenen Datschkuchen aus dem Ofen herauskommen und einen anlachen. Das soll an diesem Samstag wieder so sein! Unter dem Motto „Datschkuchen und Getränke zum Mitnämme“ sind wir von 16 – 20 Uhr für Sie da.

Die Teigplatten sind, wie immer, bei der Bäckerei Häfner bestellt und sollten einem großen Ansturm gewachsen sein. Die Mannschaft um Herbert Lenz, dem Vereinsvorsitzenden, steht bereit. Sie wählen bereits an der Kasse aus, ob Sie auf den mit Rahm bedeckten Teigplatten Speck und oder Zwiebeln darauf haben wollen oder ob Sie den vegetarischen Datschkuchen bevorzugen. Dieser wird u. a. mit Frühlingszwiebelscheiben, Paprika, Champignons, Käse und Basilikum-Pesto belegt. Interessant kann auch einmal die einfache Variante von früher sein: nur mit Rahm oder gar ohne Rahm als sogenannter „Salzkuchen“.

Alois Königer wird wieder seine Jahrzehnte lange Erfahrung einbringen und den Holzbackofen am Taglöhnerhaus neben dem Rathausplatz rechtzeitig mit Buchenholz zur nötigen Hitze bringen, damit die Backsaison auch um 16 Uhr beginnen kann. Dann schießt er einen Datschkuchen um den anderen in den freigefegten Holzofen und überwacht mit Kennerblick den Backfortschritt. Die Blasen, die bei einem badischen Datschkuchen dabei entstehen, zeichnen ihn wahrlich aus.

Der Musikverein bietet dieses Mal ausschließlich Getränke in Flaschen an, denn es dürfen aus Corona Gründen weder Datschkuchen noch Getränke auf dem Rathausplatz und dem alten Schulhof konsumiert werden. Zur Auswahl an Getränken haben wir für Sie im Kühlschrank: Von der Weinmanufaktur Gengenbach · Offenburg: Müller-Thurgau, Riesling, Rotwein und Gewürztraminer Kabinett in der Vierteleflasche und in der 0,75l-Flasche den Glücksfeder Rosé. Die Privatbrauerei des Hotels Engel, Rastatt, beliefert uns traditionsgemäß mit einem hellen Lager – unfiltriert in der 0,33l-Bierflasche. Dazu kommt noch Paulaner Spezi in der 0,5l-Flasche. Wir sind sicher, da ist für jeden etwas Gutes dabei.

Sie können von der Schulstraße wie auch von der Rathausgasse kommen. Am Eingang stehen Desinfektionsspender. Über Absperrbänder werden Sie zu den einzelnen Stationen geleitet. An der Kasse erwerben Sie die Bons (auch bargeldloses Zahlen ist möglich) und wählen die Datschkuchen für sich aus. Am Datschkuchenstand erhalten Sie die von Ihnen bestellten Datschkuchen in Pappkartons überreicht (anhand der auf dem Bon aufgedruckten Nummer). An der Getränketheke bekommen Sie Ihre Getränke gegen die Bons.

Abstand halten sowie Mund- und Nasenschutz gelten bei unserer Datschkuchenaktion selbstverständlich auf dem ganzen Platz.

Die Wettervorhersage für das Wochenende bringt gutes, sonniges Wetter. Suchen Sie sich z. B. ein schönes Plätzchen mit Ruhebänken am Waldrand und in den Reben oder im Garten und auf dem Balkon, wo die knusprigen, duftenden Datschkuchen und die ausgewählten Getränke mit Freude in schöner Runde genossen werden können. Vielleicht finden Sie dabei auch ein Plätzchen, wo Sie den Sonnenuntergang über den Vogesen um 20.01 Uhr verfolgen können – ein tolles Schauspiel!

Da vor Ort kein Verzehr von Essen und Getränken erlaubt ist, können wir auch auf das Festhalten der Kontaktdaten verzichten.

Der Musikverein Zell-Weierbach und die fleißigen Helferinnen und Helfer setzen sich gerne ein, um Ihnen und den vielen weiteren Datschkuchenliebhaberinnen und –liebhabern aus Zell-Weierbach und der ganzen Umgebung bei unserer Aktion „Datschkuchen zum Mitnämme“ frisch im Holzofen gebackenen Datschkuchen bieten zu können. Durch Ihr Kommen unterstützen Sie den Musikverein Zell-Weierbach und seine Vereinskasse.

Wir freuen uns auf Sie, denn auch uns tut es gut, ein Stück ins Dorfleben einzutauchen und viele Begegnungen im wahrsten Sinne des Wortes erleben zu dürfen. Das tut dem Herz und der Seele gut, das Wiedersehen und das kleine Schwätzle, das selbstverständlich auch dazu gehören muss.

Also bis diesen Samstag – wir freuen uns auf Sie.

Ihr Musikverein Zell-Weierbach

Bald: Nicht nur Datschkuchen sondern auch Getränke zum Mitnämme

Wir vom Musikverein Zell-Weierbach haben es bei unserem Sonntagskonzert der Premieren vor einem Monat erlebt und gefühlt, wie wichtig es für uns alle ist, mit vielen im Dorf in Kontakt zu stehen und (endlich) wieder in Kontakt treten zu dürfen.

Genau das wollten wir für die vielen, die dieses Jahr Corona bedingt nicht in Urlaub gehen oder bereits zurückgekehrt sind und für alle Daheimgebliebenen mit unserem Zeller Datschkuchenfest am ersten Samstag im September anbieten. Aber dieses Fest lässt sich unter den gültigen Corona Auflagen auf so einem kleinen Festplatz am Rathaus leider nicht ausrichten. Das soll jedoch für Sie und alle Datschkuchenliebhaberinnen und –liebhaber kein Grund sein, auf unseren traditionell badisch hergestellten Datschkuchen verzichten zu müssen.

Wir laden Sie ein, am Samstag, 5. September zwischen 16 und 20 Uhr bei uns auf dem Zell-Weierbacher Rathausplatz (Schulstraße 1) unter dem Motto „Datschkuchen zum Mitnämme“ vorbei zu kommen und für sich oder die ganze Familie denselben und Getränke zu ordern, das Ausbacken Ihrer Datschkuchen im Holzbackofen abzuwarten und danach zusammen mit den Getränken Ihrer Wahl in Empfang zu nehmen. Suchen Sie sich dann ein schönes Plätzchen am Waldrand, in den Reben, im Garten oder auf dem Balkon und genießen Sie badischen Datschkuchen vom Musikverein Zell-Weierbach, Engelbier zum Mitnämme, ein Viertele oder den Glücksfeder Rosé in der 0,7l-Flasche. Als alkoholfreies Getränk steht Paulaner Spezi in unseren Kühlschränken.

Wie es bei uns Usus ist, können Sie bei den Datschkuchen auswählen zwischen dem Rahmkuchen (mit Speck und oder Zwiebeln) und dem vegetarischen. Als Weine der Weinmanufaktur Gengenbach · Offenburg bieten wir Ihnen Vierteleflaschen mit Müller-Thurgau, Rotwein, Riesling und Gewürztraminer Kabinett sowie den oben erwähnten Glücksfeder Rosé feinherb an.

Wir werden unsere Datschkuchenaktion unter der Maßgabe der aktuellen Corona Verordnung durchführen. Bitte denken Sie dabei auch an den Mund- und Nasenschutz und an die Abstands- und Hygieneregeln.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Ihr Musikverein Zell-Weierbach

Datschkueche zum Mitnämme un au ä Fläschli Wien oder Bier im September

Jetzt haben die Kinder und Schüler Ferien – Urlaubszeit für die Familie. Wir vom Musikverein Zell-Weierbach wollen Sie in den Ferien am Samstag, 5. September, anstatt zum Zeller Datschkuchenfest zu „Datschkueche zum Mitnämme“ von 16 – 20 Uhr gerne einladen. Dazu werden wir auch kühle Getränke in Flaschen – Weine, Engelbier und Paulaner Spezi – anbieten. So ausgerüstet, suchen Sie vielleicht eine Bank in den Reben, am Waldrand oder auch daheim auf und genießen Sie in der Familie den oder die verschiedenartig belegten traditionell badischen Datschkuchen zusammen mit den Getränken Ihrer Wahl. Eine gute Idee, stimmt’s?

Wir vom Musikverein sind alle noch tief beeindruckt von den vielen Begegnungen beim Sonntagskonzert der Premieren vor zwei Wochen – und wenn es auch nur ein Austausch von Blicken war. Jetzt konnte jeder real fühlen und wertschätzen, was ihm in den mehr als 4 vergangenen Corona Monaten immer und immer wieder gefehlt hat – Begegnungen und Anlässe dazu.

Wir vom Musikverein Zell-Weierbach sind glücklich, einen Dirigenten zu haben, der die Initiative ergreift, sich über die jeweilige Corona Verordnungslage informiert, sich mit Kollegen darüber austauscht, sich Besetzungen in der Musikkapelle ausdenkt, die auch in kleinen Gruppen harmonisch miteinander erfolgreich musiziert werden können, nach entsprechenden Stücken bei den Verlagen sucht oder auf die Musiker geschnitten arrangiert, die Stücke mit viel Geduld und Überzeugungskraft – nach 2 ½ Monaten Corona bedingtem Stillstand und verlorenem Ansatz und reduzierten Fertigkeiten – einstudiert, Hannah mit ihren 19 Lenzen ins Dirigier- und Organisiergeschäft einbindet und bespricht sowie auch an je nach Corona Situation mögliche Auftritte denkt und in der Vorstandsbesprechung zur Diskussion stellt – einfach gesagt: Johannes Kurz ist ein Anker auf offener Corona See.

Eine große Herausforderung hat er auch den Klarinetten, Querflöten und den Saxofonen zugespielt mit der Tritsch-Tratsch-Polka von Johann Strauß. An das rasante Tempo der Wiener Philharmoniker im Neujahrskonzert reicht es noch lange nicht, aber jeder Einzelne hatte seine Passagen auf dem Notenblatt stehen, die viel Übung bedurften. Johannes Kurz, als Dirigent zum ersten Mal an diesem Sonntag auftretend, hatte die Lage im Griff und feuerte das Holzregister zu einer recht spritzig sich anhörenden Tritsch-Tratsch-Polka an.

Bei dem Medley aus My Fair Lady, das Heinz Schütz in wenigen Sätzen informativ vorstellte, meisterte Hannah als Dirigentin die Tempo betreffenden schwierigen Übergänge zwischen den einzelnen Songs bravourös. Danach kamen alle Blechbläser zum ersten Mal zum Einsatz. „O Happy Day“ interpretierend, gab es für viele der Musikanten solistische Parts. Das schönstes Lächeln auf ihren Lippen und die strahlenden Augen der Dirigentin im Blickwinkel der Musiker, wie sollte da so ein Frohsinn ausstrahlendes Gospel nicht gelingen! Und auch hier gab es in der Ensemblebesetzung eine Premiere: Ines Scherer. Sie spielt zum ersten Mal mit ihrer Trompete im Orchester und im Blechbläserensemble mit. Sie kommt aus der Erwachsenenbläserklasse der Musikschule Offenburg und findet es spannend, bei uns mitzuspielen.

Das Spiritual „Deep River“, interpretiert vom Klarinettenregister, war langsam und melancholisch. Da war Tonqualität und Tonkultur gefragt.

Danach kam, wie Heinz Schütz liebevoll betonte, der „Maître de la Musique“ ans Dirigentenpult und leitete die Musikkapelle Zell-Weierbach souverän über alle Klippen des „Simon and Garfunkel-Medleys“. Da braucht es nicht mehr vieler Worte nach fast 9 Jahren Dirigat von Johannes Kurz, ist uns Musiker bereits in der einzigen Tuttiprobe am vorhergehenden Mittwoch mit großem Staunen bewusst geworden.

Die nächsten drei Ensemblestücke hat Johannes Kurz seiner Lieblingsband, den Beatles, gewidmet, wie er bei seiner Ansage verriet. Den Auftakt machte das Holzregister mit „Yesterday“. Die Querflöten und die führende Klarinette warfen sich bei der Melodieführung den Spielball zu ehe dann Katrin in tiefer, warmer Klarinettenlage die Melodieführung übernahm und sie bis zum Schluss nicht mehr abgeben sollte. Mit „Michelle“ und „I wanna hold your hand“ war es dann das komplette Blechsatzensemble, das unter Stabführung von Hannah diese bekannte Beatle Songs zum Besten gab.

Wie doch die Zeit verging. Die Rathausuhr hat schon vor einer Weile zur Mittagszeit geschlagen, als die traditionelle Unterhaltungskonzertschlussrunde angestimmt wurde. „Schwarzwaldmusikanten, spielen auf für Alt und Jung …“ (da werden bei Josef Acker wohl schöne Erinnerungen aus der Zeit, als er bei den Schwarzwaldmusikanten unter Rolf Schneebiegl mitspielte, wach geworden sein) und bei der Schwarzwaldmarie, unserer Stimmungskanone, sangen nicht nur die Musiker mit. „Bis bald auf Wiedersehen“ hieß es schließlich. Heinz Schütz schmetterte den Refrain mit viel Herzblut ins Mikrofon und wohl auch viele Konzertbesucher summten leise mit. Bei dem wundervollen Applaus war dann aus langer Tradition rührend, noch das Badner Lied auf dem Tablett. Wer wollte sich da nicht als Badener bekennen!

Ein berührender Anfang für Publikum und Musikanten war dieses Sonntagskonzert der Premieren. Hoffen wir alle, dass Corona diesen hoffnungsvollen Wiederbeginn nicht niederwalzen wird sondern ein Auftakt für viele weitere schöne Momente im Dorfleben war.

Ihr Musikverein Zell-Weierbach

Endlich war wieder mehr Leben im Dorf

Wer hätte nach dem Regen gegen Morgen des letzten Sonntags noch ein Pfifferling gewettet, dass das Sonntagskonzert der Premieren mit Sicherheit standfinden würde? Und ob! Petrus war uns allen hold. Der Regen hatte die Luft abgekühlt und manche Windböe wirbelte Notenblätter beiseite – aber das beeinträchtigte die Spiellust der Musiker nicht.

Früh am Morgen waren die Musikerinnen und Musiker samt Dirigenten bereits auf den Beinen, um den Platz auf dem alten Schulhof Corona gerecht zu bestuhlen und Bänke für Familien aufzustellen. Dank der vielen Helfer war das schneller erledigt als gedacht. So konnten die Musiker bereits vor 10 Uhr die Einspielprobe beginnen. Um halb elf kamen bereits die ersten Konzertgäste, langsam füllte sich der Platz. Und kurz vor elf Uhr stellten einige Musiker beherzt noch einen Anhänger voll Stühle auf, um den vielen noch anstehenden Konzertbesuchern Platz zu bieten. Dank des Einsatzes unserer Beisitzer im Vorstand verlief der Zugang zum Festplatz reibungslos. Alle Achtung und ein herzliches Dankeschön an Sie liebe Konzertbesucher für die Beachtung der vorgegebenen Regelungen zur Corona Pandemie.

Ja, und kurz nach elf ging unser Konzert los – nicht unter der Stabführung von Johannes Kurz sondern mit Hannah Blattner am Dirigentenpult. Die erste, Aufmerksamkeit erregende Premiere bei unserem Sonntagskonzert unserer Musikkapelle. Sie dirigierte gut die Hälfte unserer Konzertstücke und hatte die Stücke für die Blechbläserensembles eigenständig mit den Musikern einstudiert. Ihr Dirigat, das sie bei Johannes Kurz erlernt hat, ist ausdrucksvoll, intensiv, stark und für die Musiker klar deutbar. Ihr Lächeln, ihre aufmunternde Gestik und Mimik feuern die Musiker an, vollen Einsatz zu bringen und ihre Vorstellung über das jeweilige Musikstück gut umzusetzen. Da haben wir ein richtiges Juwel in unseren Reihen – danke Hannah.

Nach den Tuttistücken Castaldo-Marsch und der Polka Slavonicka meisterten drei Posaunen als Trio den für sie arrangierten „Galopp“. Da ging es bis an die Grenzen nach dieser Corona Auszeit der Musiker – aber die Herausforderung ist gelungen: Ralf an der Bassposaune fetzte die Töne trocken und kernig heraus und war für die Einhaltung des Galopprhythmuses zuständig während Rosi und Joachim sich abwechselnd oder gemeinsam um die Melodieführung mit sehr schnellen Passagen kümmerten. Eine Superleistung für 1 ½ Monate Übezeit.

Nach dieser Posaunenpremiere war es dann Simone am Fagott, die nach gut 7 Monaten Lehrzeit zum ersten Mal bei uns „in den Ring ging“. Das aber gerne noch zusammen mit ihrem Lehrer Johannes Kurz, denn sie war verständlicherweise sehr aufgeregt und das Fagott war im „Marsch“ von Jan Hudec (1808 – 1863), zusammen mit der Bassklarinette, der Rhythmusgarant für die Klarinettisten. „Aus solchen Stücken, wie die beiden letztgenannten, entwickelten sich die Märsche, Polkas und weitere Musikarten für die Orchester oder die Stubenmusi in Oberbayern“, berichtete Johannes Kurz in seiner zugehörigen Ansage.

Zu Beginn des Sonntagskonzerts der Premieren begrüßte unser Vorsitzender Herbert Lenz die Konzertbesucher von Herzen und zeigte sich erfreut, endlich wieder für die Dorfgemeinschaft Blasmusik bieten zu können. Er bedankte sich bei den beiden Dirigenten und den Musikern für den großen Einsatz bei der Vorbereitung dieses besonderen Konzerts. Und dann setzte sich, nachdem das erste Stück verklungen war, Heinz Schütz mit seiner viel Freude und Enthusiasmus ausstrahlenden Ansage ins Bild. Sie konnten aus seiner Stimme heraushören, was Musikerfreude ist und was Musikern wichtig ist: nicht für sich sondern für die Menschen da zu sein, ihnen Freude bereiten und auch das Brot der Musiker, den Applaus, entgegen nehmen zu dürfen.

Wir waren sehr begeistert über den Anblick so vieler Konzertbesucher Mehr als 100 Musikbegeisterte, von der 4 Monate jungen Ellie, Tochter unseres Tenorhornisten Julio angefangen, über junge Familien und Mitbürger bis ins gesegnete Alter weit über die 80. Gerne wahrgenommen haben wir auch das Interesse unserer Musikkameraden im Rentnerstand an unserer Musik. Der Blick auf den heimeligen Platz, teilweise beschattet von 3 stattlichen Bäumen, und die vielen Konzertbesucher, die gespannt auf unsere Musik waren, das war ein gleiches Gefühl wie wenn wir in der Abtsberghalle bei unseren Frühjahrskonzerten auf „unser“ Konzertpublikum schauen – einfach rührend. Danke an Sie alle, dass Sie zu unserem Sonntagskonzert der Premieren gekommen sind.

Das nächste Mal dann mehr über den Konzertverlauf.

Ihr Musikverein Zell-Weierbach

Herzlich willkommen bei unserem Sonntagskonzert bei freiem Eintritt

An diesem Sonntag, 26. Juli, wollen wir Ihnen um 11 Uhr gerne zeigen, was wir in den Wochen seit Ende Mai in Ensembles gelernt haben und dass wir auch als Musikkapelle mit viel Freude gerne wieder auftreten wollen.

Wir haben Sie als Konzert- und Festpublikum sehr vermisst. Wie toll war es immer – ob in der Abtsberghalle oder auf dem Festplatz – Gelegenheit zu haben, um mit Nachbarn, Freunden und vielen Bekannten zu reden und das Glas zum Wohle zu heben, neue Musikfreunde zu begeistern, mit unseren alten Musikkollegen zu plaudern und einfach für Sie und für ein lebendiges Dorfleben unser Bestes zu geben – musikalisch wie auch als Gastgeber bei unseren verschiedenen Festen.

Ja, an diesem Sonntag wollen wir Erinnerungen wach rufen und Ihnen auf dem Rathausplatz und dem Schulhof des Schulmuseums für ehemals Großherzoglich Badische Schulen ein Sonntagskonzert der Premieren bieten, nämlich neben der Musikkapelle Zell-Weierbach werden wir in verschiedenartig besetzten Ensembles aufspielen. So ein Konzert hat es wohl in der 95-jährigen Musikvereinsgeschichte noch nie gegeben. Hoffentlich macht das Wetter mit und belohnt unser Üben.

Bitte kommen Sie frühzeitig und mit Mund- und Nasenschutz (bis zum Sitzplatz und beim Verlassen des Konzerts) entweder über die Schulstraße oder über die Rathausgasse zum Konzertplatz. Denken Sie vielleicht auch an einen Sonnenschutz und bringen Sie etwas für Ihren Durst mit. Sie werden durch Helfer des Musikvereins Zell-Weierbach empfangen. Am Eingang tragen Sie die gemäß Corona-Landesverordnung erforderlichen Daten (Vor- und Zuname, Adresse und Telefonnummer oder E-Mail-Adresse) in eine Liste ein. Erst dann können Sie einen von uns aufgestellten unbesetzten Stuhl auswählen. Für Familien sind Bänke aufgestellt und entsprechend gezeichnet. Bitte halten Sie stets den vorgeschriebenen Abstand von 1,50 m zu anderen Personen ein. Wir halten auch ein Desinfizierungsmittel bereit. Bitte beachten Sie auch das Zutrittsverbot für Personen, die in Kontakt zu einer mit dem Coronavirus infizierten Person stehen oder standen, wenn seit dem letzten Kontakt noch nicht 14 Tage vergangen sind, oder die typische Symptome einer Infektion mit dem Coronavirus, namentlich Geruchs- und Geschmacksstörungen, Fieber, Husten sowie Halsschmerzen, aufweisen. Selbstverständlich werden die Besucherlisten von uns nach 4 Wochen vernichtet und keine Daten anderweitig verwendet. Da mittlerweile bis zu 250 Konzertbesucher (bei festen Sitzplätzen) möglich sind, werden wir die beiden Plätze mit hoffentlich mehr als 100 Sitzgelegenheiten ausstatten können. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Musikalisch erwartet Sie in diesem etwa einstündigen Sonntagskonzert ein breit gefächertes Repertoire aus dem 19. Jhd. bis in die Jetztzeit. Zur Einstimmung aller Musiker spielen wir alte Bekannte, den Castaldo-Marsch und die beliebte Slavonicka-Polka. Dann kommt das Posaunentrio mit einem „Galopp“ zum Zuge, ehe der „Marsch“ von Jan Hudec (1808 – 1963) von den Klarinetten und Simone am Fagott (ihr erster Auftritt nach 7 Monaten Ausbildung) zu Gehör kommen wird. Georg Königer hat in der letzten Ensembleprobe zu diesem Stück bemerkt: „Das hört sich genauso an wie bei der alpenländischen Stubenmusik!“ „Ja, diese Musikstücke stammen tatsächlich aus solchen Besetzungen“, klärte Johannes Kurz, unser Dirigent, die Ensemblemitglieder auf. Vielleicht kommt auch bei Ihnen dieses Gefühl bei diesem Stück auf?

Danach gesellen sich noch unsere Flötisten und die Saxofonisten zum Ensemble und dann geht es richtig flott zu bei der „Tritsch-Tratsch-Polka“ von Johann Strauß. Das Blechbläserensemble wird auch mehrere Ohrwürmer zum Besten geben, ehe die Musikkapelle Zell-Weierbach einen traditionellen, stimmungsvollen Unterhaltungskonzertabschluss hinlegen wird.

Neugierig geworden? Wir freuen uns riesig auf Sie und auf viele Musikfreunde unserer Musikkapelle Zell-Weierbach.

Und nach dem Sonntagskonzert lassen Sie vielleicht die Küche kalt und reservieren Sie einen Platz in einer unserer hiesigen Gaststätten!

Ihr Musikverein Zell-Weierbach

Wir laden zum Sonntagskonzert ein

Wie ruhig ist es in Zell-Weierbach und ganz besonders sonntags in dieser Corona Zeit. Zu gerne hätte sich der Musikverein Zell-Weierbach bei Ihnen für den guten Besuch des Weinfestes rund um das Rathaus und die fröhliche Stimmung am vergangenen Wochenende bedanken wollen. Nein, so ein Weinfest ist derzeit nicht machbar.

Freuen Sie sich, in einer Woche, am Sonntag, 26. Juli, wollen wir ein Lebenszeichen in Zell-Weierbach setzen und Sie zu einem besonderen Sonntagskonzert auf dem Rathausplatz und dem Schulhof des Schulmuseums herzlich auf 11 Uhr einladen.

Wir werden in Holz- und Blechensembles spielen und auch als ganze Musikkapelle Zell-Weierbach auftreten. Wir Musikerinnen und Musiker samt Dirigent freuen uns auf das gemeinsame Musizieren und auf Sie als Zuhörer.

Natürlich beachten wir die Hygienevorgaben des Landes – unter anderem Mund-Nasenschutz-Plicht bis zum Sitzplatz und vom Sitzplatz weg – und der Stadt und achten auf Abstand. Bis 100 Besucher dürfen zu unserem Sonntagskonzert kommen und auf bereitgestellten Bänken und Stühlen Platz nehmen. Selbstverständlich müssen wir eine Besucherliste auflegen, die aber nach 4 Wochen vernichtet wird.

Und nun kommen wir auf das Fagott zurück: Bei Blasinstrumenten wird das Fagott im Bass- und Tenorbereich eingesetzt. In den meisten Orchestern werden Fagotte gebraucht. In fast allen Sinfonien von Mozart, Beethoven, Brahms und allen anderen bekannten Komponisten sind eine oder mehrere Stimmen für Fagott besetzt. Auch im Blasorchester werden Fagotte oft eingesetzt. Es sind auch viele Sonaten und Konzerte für Fagott als Soloinstrument komponiert worden, z. B. von Mozart, Vivaldi und Weber.

Wie letztes Mal bereits gesagt, ist das Doppelrohrblatt, kurz „Rohr“ genannt,  das auf den S-Bogen aufgesteckt wird, der eigentliche Tonerzeuger. Das Doppelrohrblatt wird aus dem Pfahlrohr, eine im Mittelmeerraum beheimatete Schilfart, gewonnen und wird üblicherweise vom Spieler selbst gebaut und bearbeitet und ist eine auf das jeweilige Instrument abgestimmte Spezialanfertigung. Das setzt viel Erfahrung im Fertigungsverlauf voraus. So ein Doppelrohrblatt hält ca. 3 – 10 Wochen, entsprechend der Spielintensität.

Das Fagott verfügt über 19 Tonlöcher, um auch alle Halbtöne im Tonumfang des Fagotts spielen zu können. Dazu kommen noch bis zu 9 zusätzliche Löcher, um die Intonation und Spielbarkeit zu verbessern. Aber nur 3 Tonlöcher am Flügel und 2 Tonlöcher am Stiefel können direkt mit Fingern beider Hände abgedeckt werden. Die restlichen Tonlöcher, die teilweise weit auseinander liegen, werden mit Hilfe einer komplizierten Klappentechnik geöffnet und geschlossen. Und eigentlich nicht vorstellbar: Der Daumen der rechten Hand bedient dabei 4 Klappen und der linke Daumen sogar bis zu 9 Klappen! Da braucht es wirklich viel Koordination und Übung beim Fagott Spielen.

Die Noten für das Fagott sind im Bass- oder Tenorschlüssel notiert. Das Fagott erklingt im gesamten Tonumfang etwa zwei Oktaven tiefer als die Oboe und ist das tiefste Instrument der Holzbläsergruppe. Sein Klang kann sowohl weich und trocken, als auch näselnd sein.

Damit Kinder ab ca. 8 Jahren, wie es bei den Orchesterholzblasinstrumenten allgemein üblich ist, das Fagott erlernen können, wurde eigens ein gewichtreduziertes Kinderfagott entwickelt. Das Besondere dabei ist, dass alle Griffe gleich wie auf dem „großen Fagott“ sind.

Erschrecken dürfen Sie aber nicht, wenn Sie ein Fagott erwerben wollten: 4.000 € und einiges mehr legen Sie für ein Amateurfagott auf den Ladentisch. Profis gönnen sich Instrumente auch zwischen 20.000 und 40.000 €. Also wirklich kein Pappenstiel für den Musikverein Zell-Weierbach, das gut klingende Fagott für Simone. Umso mehr freuen wir uns auf sie und ihre fröhliche Art in unserer Musikkapelle. Ihr erster Auftritt im Holzbläserensemble wird Simone am oben angekündigten Sonntagskonzert am 26. Juli um 11 Uhr auf dem Rathausplatz haben. Viel Spaß dabei.

Ihr Musikverein Zell-Weierbach