Wenn wir schon nicht gemeinsam muszieren können

Ja, wenn schon die Proben und Auftritte nicht sein dürfen, dann steht auch unser Probelokal, wie wir unseren Proberaum unter der Abtsberghalle hinter dem Winzerbrunnen schon ewig nennen, still. Nicht ganz, denn Sabine Meehan unterrichtet unser Jugendorchester SoundFabrik dort einmal in der Woche mit entsprechend großen Abständen zwischen den jungen Musikern.

Während der letzten Jahre, wenn man so nach der Probe zusammen stand, meinten Musikerinnen  und Musiker wie auch Dirigent Johannes Kurz: „Der Proberaum gehört unbedingt aufgeräumt, nicht mehr notwendige Sachen entsorgt und renoviert!“ Aber neben den wöchentlichen Proben und mit den Auftritten wollte einfach keine „Pack-an-Stimmung“ aufkommen.

„Wenn nicht jetzt, wann dann?“ dachte sich das Jugendteam und sortierte schon einmal nach:  in voraussichtlich nicht mehr brauchbar, intakt und notwendig, auf jeden Fall bleibt das da und entsorgbar. Die Vorsitzenden des Musikvereins entschieden schlussendlich über die Vorschläge des Jugendteams, die meistens richtig lagen. Was dann zu lagern war, haben die Jugendteammitglieder soweit schon vorhanden, in Regale und Schränke nach Sachthemen einsortiert. Die Regale stehen in den beiden Lagerräumen hinter dem Proberaum, die wir vor zwei Jahren von der Ortsverwaltung zur Nutzung zu geschieden bekommen haben. Mehr als ein Anhänger voll, darunter auch der Getränkekühlschrank, der vor kurzem seinen Geist aufgegeben hatte, wurde auf der rammersweirer Deponie fachgerecht entsorgt. Die Musikerinnen und Musiker und die Vorstandsmitglieder staunten nicht schlecht. Wie viel heller bereits wirkte der Proberaum nach dem grundsätzlichen Aufräumen. Ganz klar, viele dunkle Instrumentenkoffer (mit ihren Instrumenten darin), Festutensilien und aufgehobene Erinnerungen schluckten das helle Licht von den Fenstern und vom Deckenlicht. Die durch das Aufräumen frei gewordenen Vitrinen auf der Schrankwand werden zu Regalen umgebaut. Das alte Podest, auf dem früher das Schlagzeugteam saß oder stand, ist bald auch Vergangenheit.

Unter den ins Regallager gewanderten Instrumenten samt Koffern sind viele Instrumente, die sehr alt sind, nicht mehr spielbar sind und deren Reparatur zu teuer sind oder sich einfach nicht mehr lohnen für den Musikverein. Wir wollen solche „Museumsstücke“ nicht mehr aufbewahren und Platz schaffen für weitere Dinge, die wir für Feste und Konzert bereits haben oder noch anschaffen wollen.

Diese Instrumente, z. B. Querflöten, Klarinetten, Trompeten und Bässe, können eine Bar oder ein Musikzimmer zieren oder auch in einem Treppenhaus einen schönen Platz finden. Sie kosten kein Vermögen, das versprechen wir. Wenn Sie Lust auf solch ein Instrument haben, oder vielleicht auch Tüftler sind und Ihr Talent ausprobieren wollen, dann wenden Sie sich gerne an unsere beiden Vorsitzenden Herbert Lenz und Ralf Vollmer (die Kontaktdaten finden Sie auf unserer Homepage: www.mvzw.de oder sprechen Sie einen Ihnen bekannten Musiker an.

Schön wäre es, wenn Instrumente im Dorf blieben.

Ihr Musikverein Zell-Weierbach

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