Am nächsten Donnerstag ist unsere Jahreshauptversammlung im Heimatsaal


Der Musikverein Zell-Weierbach unter dem Vorsitz von Herbert Lenz lädt alle Vereinsmitglieder, Partner(-innen) und Musikfreunde herzlich zur Jahreshauptversammlung für das Geschäftsjahr 2022 in den Heimatsaal Weinkeller & Vinothek Zeller Abtsberg, Schulstraße 5, am Donnerstag, 26. Januar, auf 19.30 Uhr herzlich ein.
Folgende Tagesordnung gilt:

  1. Begrüßung
  2. Totenehrung
  3. Bericht des 1. Vorsitzenden
  4. Bericht des Schriftführers
  5. Bericht des 2. Vorsitzenden
  6. Bericht über die Jugendarbeit
  7. Bericht des Dirigenten
  8. Kassenbericht
  9. Bericht der Kassenprüfer
  10. Entlastung
  11. Dank und Würdigung für die Vereinsarbeit
  12. Ehrungen verdienter Mitglieder
    Wahlen: 1. Vorsitzender, Kassierer, Beisitzer und 2 Kassenprüfer
  13. Wünsche und Anregungen

Herbert Lenz wird aus privaten, gewichtigen Gründen nicht mehr zur Wiederwahl als 1. Vorsitzender antreten. Gerne will er aber sein umfangreiches Wissen und seine Erfahrung als Beisitzer zur Verfügung stellen. Gemäß den Aufzeichnungen von Josef Acker hat Herbert Lenz seit 2007 dieses Vorsitzeramt inne. Davor war er bereits ab 1990 für 11 Jahre Kassierer und für 5 Jahre Beisitzer. Das sind summa summarum bisher 32 Jahre im Ehrenamt neben 42 Jahren als Flügelhornist und Trompeter für und in unserem Musikverein Zell-Weierbach. Das ist doch Grund genug, dabei zu sein und ihm für sein bisheriges Wirken zu danken.
Wir freuen uns auf Ihre Beteiligung an unserer Jahreshauptversammlung.
Stellvertretend für die Musikkapelle Zell-Weierbach haben 6 Bläser aus dem „Blechregister“ den offiziellen Teil des Neujahrsempfangs der Ortsverwaltung in der Abtsberghalle musikalisch gestaltet. Guido Gnad, Heinz Schütz, Willfried Ehrhard, Axel Siefert, Wolfram Reister und Herbert Lenz probten zusammen die Europahymne „Freude schöner Götterfunke“ und weitere Stücke, um an Dreikönig kompetent zum Gelingen des Dorftreffens beizutragen. Sie haben zwar ihre Auswahl gekürzt, aber auf jeden Fall durfte das Badner Lied zum Abschluss des Vortrags von Ortsvorsteher Willi Wunsch nicht fehlen. Mit Herzblut und Freude ertönte unsere badische Hymne nicht nur von den Musikern, nein alle Besucher stimmten zum „Schönsten Land in Deutschlands Gau’n“ an. Auch den Musikern hat es gut gefallen und sie genossen anschließend Wein und Neujahrsbrezel.
Ihr Musikverein Zell-Weierbach

Die Vorbereitungen zur Jahreshauptversammlung am 26. Januar laufen


Zu allererst wünschen wir vom Musikverein Ihnen, liebe Mitglieder, Mitbürgerinnen und Mitbürger, alles Gute im Neuen Jahr und allem voran Friede, Gesundheit und viel Spaß und Freude am Leben in unserem Zell-Weierbach. Möge der Rückblick dann auf dieses Jahr in allen Hinsichten für jeden von uns positiver ausfallen als wir es in den vergangenen Tagen für 2022 wohl getan haben.
Ein Höhepunkt in diesem Jahr soll aus der Perspektive des Musikvereins das 53. Frühjahrskonzert am 6. Mai in der Abtsberghalle sein. Inspiriert vom Studienaufenthalt von unserer Flötistin und Vizedirigentin Hannah Blattner, zu dem sie am 28. Dezember per Zug und Schiff aufgebrochen und mittlerweile längst gut angekommen ist, haben sie und unser Dirigent Johannes Kurz unser vorstehendes Frühjahrskonzert unter dem Motto „Nordeuropa und Skandinavien“ konzipiert. In unserer Sitzung am 2. Januar hat Johannes Kurz die Musikstücke dazu vorgestellt und gleich die ersten Notendrucke dazu an den Notenwart zum Weiteren übergeben.
Doch lassen Sie uns noch ein wenig auf unseren Auftrittskalender vom vergangenen Dezember zurückblicken, denn nicht alles hat es in das letzte Gemeindemitteilungsblatt des Jahres 2022 geschafft.
Haben Sie schon bei -6° im Freien ohne Handschuhe ziemlich eine Stunde lang mit einem Gegenstand aus Metall geschafft oder in ein permanent kalt werdendes Mundstück geblasen? Wir schon am 17. Dezember auf dem Offenburger Weihnachtsmarkt am kältesten Adventswochenende. Gut, viele waren noch durch das Zelt vom Wind geschützt, die anderen standen im Freien und teilweise auf Eisplatten. Johannes Kurz war die Situation bewusst und ließ nur ganz kurze Pausen zwischen den Stücken zu, damit die Mundstücke und die Instrumente nicht auskühlten und womöglich noch die Ventile an den Blechinstrumenten einfroren. Er scheute sich nicht, das Halleluja von G. F. Händel und weitere weihnachtliche Konzertstücke anzusagen. Gott sei Dank haben wir diese Stücke in den Proben sehr intensiv geübt gehabt. Wir waren riesig stolz, wie gut das Halleluja bei dieser Kälte doch so spritzig geklungen hat. Alle Stücke kamen wie geübt herüber. Wir staunten manchmal über uns selbst. Bestimmt war die gute kameradschaftliche Stimmung und das ehrgeizige Engagement jeden einzelnen Musikers und jeder einzelnen Musikerin an jenem Abend der Schmelzpunkt, an dem die Kälte nicht viel anhaben konnte. Zugegeben, gegen Ende mancher Stücke spürten die Musikkameraden an der Klarinette und Querflöte kaum noch die Fingerkuppen auf den eiskalten Metallringen und Klappen – aber die richtigen Töne kamen heraus. Zur Belohnung durfte sich jeder an einem Glühwein oder Punsch auf Kosten der Kameradschaftskasse „warm trinken“.
An Heilig Abend beim Wortgottesdienst auf dem Parkplatz an der Weingartenkirche gestalteten einige Bläser aus unserer Musikkapelle Zell-Weierbach den musikalischen Teil der Feier. Jetzt strich ein fast frühlingshaft warmer Wind von Westen über den Parkplatz und nahm diese Weihnachtsweisen bis in unsere Dorfmitte mit. Welch eine innerliche weihnachtliche Stimmung diese vom Wind zugewehten Klänge auf der Terrasse oder am offenen Fenster dabei in einem aufkeimen ließ!
Ähnlich wohl war es auch spät am Abend auf dem Burschel. Tags zuvor wollte die Musikkapelle Zell-Weierbach eigentlich weihnachtliche Klänge über Zell-Weierbach schicken. Aber Regen und Sturm machte diesem Ansinnen den Garaus. Glühwein, Wiener und Kürbissuppe schmeckten uns – anstatt zu proben – trotzdem. Umso schöner war es, dass sich wieder etliche Musikerinnen und Musiker am späten Heilig Abend, so wie es schon jahrelang Brauch ist, am Burschel trafen und Weihnachtslieder bei mildem Wetter ertönen ließen. Sicherlich hatten die Burschelweihnachtsfans etwas im Gepäck, das diese Tradition versüßte und die Kehlen nässte.
Ein herzliches Dankeschön im Namen der Vorstandschaft ergeht an alle, die bei diesen Auftritten gerne mitgewirkt haben.
Jetzt bleibt nur noch der Hinweis auf unsere Jahreshauptversammlung am Donnerstag, den 26. Januar um 19.30 Uhr im Heimatsaal der Vinothek Zeller Abtsberg, Schulstraße 5. Wir laden alle ein – unsere Mitglieder wie auch Gäste und Musikfreunde.
Ihr Musikverein Zell-Weierbach

Die Musikkapelle spielt am Samstag u. die Jungbläser am Sonntag auf


… und wollen gerne ergänzen, dass unsere Neuen, die Musikschüler der Bläserklasse ’22, ihre ersten Weihnachtslieder an Heilig Abend im Familienkreis aufführen.
Aber der Reihe nach: In sehr intensiven Proben haben sich die Musikerinnen und Musiker der Musikkapelle Zell-Weierbach auf den Auftritt auf dem Weihnachtsmarkt in Offenburg vorbereitet. An diesem Samstag, 17. Dezember, ist es um 18.30 Uhr so weit. Mit „Halleluja“ aus dem Oratorium „Messias“ von G. F. Händel, über das wir letzte Woche berichtet haben, „Jingle Bell Rock“, „A Happy merry Christmas“, „Here comes Santa Claus“, um nur die wichtigsten Stücke zu nennen und mit Weihnachtsliedern will die Musikkapelle Zell-Weierbach am Vorabend zum 4. Advent die Weihnachtsmarktbesucher und Glühweinfans (das sind wir übrigens auch) in den ‚Hohen Advent‘, wie die 7 Vorweihnachtstage genannt werden, einstimmen. Wir hoffen alle nur, dass keine eisigen Winde, Regen und Kälte unserem Fingerflitzen Einhalt gebieten wollen. Gehen Sie mit uns zusammen auf den Weihnachtsmarkt in die letzten Tage vor dem großen Weihnachtsfest hinein. Wir freuen uns auf Sie.
Am 23. Dezember werden wir ab 19 Uhr auf dem Burschel mit unseren Klängen Weihnachten „einläuten“. Kommen Sie mit uns auf den Burschel und vielleicht ist auch noch was Warmes dabei.
Am Sonntag, 18. Dezember, sind es die Jungbläser des Musikvereins Zell-Weierbach, die sich zusammen mit dem Jugendteam (Sabine Meehan und Katrin Schröder) auf diesen weihnachtlichen Auftritt zusammen mit ihren Eltern, Geschwistern und Großeltern vorbereitet haben. Sie werden alle ihr Bestes geben zu „Macht hoch die Tür“, „Jingle Bells“, „Es ist ein Ros‘ entsprungen“, „Hört der Engel helle Lieder“, „Zu Bethlehem geboren“ und „Stille Nacht“. Wir wünschen allen zusammen eine stimmungsvolle Adventsfeier und auf sich stolze Jungbläser.
Und dann war noch das neugierige Weihnachtsmäuschen am Donnerstag letzter Woche bei der Bläserklasse ’22 in der Weingartenschule. Alle 10 neuen Musikschülerinnen und –schüler waren da bis auf den erkrankten Schlagzeuger. Frau Münchbach, die Leiterin mit sehr viel Erfahrung mit Bläserklassen und in der Ausbildung an der Block- und Querflöte wie auch mit der Klarinette und dem Saxofon, begrüßte alle herzlich im Musikantenkreis und dann ging es auch gleich los. Die ersten Übungen aus dem Bläserklassenbuch waren angesagt und gut gemeistert worden. Ehe das erste Weihnachtslied „Jingle Bells“ – und das nach gerade einmal einem Monat Unterricht – geübt wurde, setzten sich alle zusammen mit Frau Münchbach auf den Boden und lasen gemeinsam singend die Noten von diesem Stück. Spielerisch ging es dann ans Musizieren. Zwei – drei Mal wurde Jingle Bells miteinander geübt und gleich dabei getestet, ob die Kinder ihre fehlgeschlagenen Töne auch hörten. Auch hatte sie einen Blick auf die richtige Fuß- und Sitzhaltung beim Musizieren und mahnte sie immer wieder an – schließlich lässt es so viel leichter und konzentrierter Blasen. Beim letzten Durchspielen meinte Frau Münchbach voller Stolz: „Jetzt kann man schon richtig hören, was für ein Lied es werden wird. Am nächsten Donnerstag machen wir das Lied dann richtig rund“. Und schon war die kurzweilige Stunde wieder zu Ende! – Ja, dann kann Heilig Abend kommen und mit ihm viele neue Musikanten am Weihnachtsbaum!
Und Übrigens, auf die Frage des Mäuschens, wer von ihnen bei Dagmar Reister die Blockflöte erlernt hat, streckten 9 von 10 Mädels und Jungs die Hand. Wir vom Musikverein Zell-Weierbach danken Dagmar Reister für die Ausbildung an der Blockflöte und das Begeistern der Kinder für die Musik als Start für eine musikalische Laufbahn.
Ihr Musikverein Zell-Weierbach

Bei trockenem Freitagabend: „Weihnachtseinläuten“ auf dem Burschel


Herbert Lenz, 1. Vorsitzender, will alle Mitglieder und Musikfreunde auf die ordentliche Jahreshauptversammlung des Musikvereins Zell-Weierbach aufmerksam machen und hierzu einladen. Sie findet im Heimatsaal von Weinkeller & Vinothek Zeller Abtsberg, Schulstraße 5, am Donnerstag, den 26. Januar 2023 um 19.30 Uhr statt.
Folgende Tagesordnung gilt:

  1. Begrüßung
  2. Totenehrung
  3. Bericht des 1. Vorsitzenden
  4. Bericht des Schriftführers
  5. Bericht des 2. Vorsitzenden
  6. Bericht über die Jugendarbeit
  7. Bericht des Dirigenten
  8. Kassenbericht
  9. Bericht der Kassenprüfer
  10. Entlastung
  11. Dank und Würdigung für die Vereinsarbeit
  12. Wahlen: 1. Vorsitzender, Kassierer, Beisitzer und 2 Kassenprüfer
  13. Ehrungen verdienter Mitglieder
  14. Wünsche und Anregungen

An diesem Freitag, 23. Dezember, will die Musikkapelle Zell-Weierbach um 19 Uhr auf dem Burschel gerne die Weihnacht über Zell-Weierbach „einläuten“. Vom Zell-Weierbacher Hausberg aus schwingen die weihnachtlichen Klänge hinüber in den Weierbach, den Hasengrund, hinauf ins langestreckte Riedle und hinaus ins Zell. Bei diesen wohl frühlingshaften Temperaturen lässt es sich gerne am Fenster oder Balkon lauschen oder natürlich auch direkt vor Ort. Kommen Sie vorbei mit Freude, Spaß und Lust auf Weihnachtsatmosphäre, singen Sie mit und lassen Sie sich von den Weihnachtsweisen anstecken. Wir freuen uns, wenn wir nicht alleine auf dem Burschel verweilen werden.
Bei Regen müssen wir leider diese schöne Einstimmung auf Weihnachten abblasen, damit unsere Instrumente auch weiterhin von uns spielend gespielt werden können.
Am 4. Advent hat das Jugendteam die Jungbläser und die Eltern zu einem adventlichen Nachmittag in unseren Proberaum eingeladen. Damit es den Jungbläserinnen und –bläsern leichter fiel, haben Sabine Meehan und Katrin Schröder in deren Einvernehmen die Jungmusiker aus unserer Musikkapelle zum Mitspielen engagiert. Das war auch gut so, weil die kleine Jungbläsergruppe durch Erkrankung noch dezimiert worden ist.
Nach einer gemeinsamen Probe warteten die Eltern und Geschwister schon auf Einlass bei der Kälte, die am Sonntag noch herrschte. Der Auftritt unseres Jugendorchesters war für alle begeisternd. Jingle Bells, Stille Nacht, Engel auf den Feldern singen oder Es ist ein Ros‘ entsprungen und weitere Weihnachtslieder spielten die jungen Musikerinnen und Musiker mit viel Spaß. Die Unterstützung durch die Jungmusiker tat den Jungbläsern gut, mussten sie sich ja nur an „ihre Großen“ hängen und mitspielen. Den Jungbläsern gefiel‘s und sie regten an, bald wieder einmal so etwas zu organisieren. Bei Kinderpunsch, mitgebrachten Weihnachtsbrötle und anderem ging es anschließend recht gesellig zu.
Die Vorstandschaft freut sich sehr über das große Engagement des Jugendteams und der jungen Talente und dankt allen Mitwirkenden und den Eltern.
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, liebe Vereinsmitglieder, auch der Musikverein Zell-Weierbach bedankt sich für Ihre Unterstützung in diesem Jahr und wünscht Ihnen allen frohe, liebevolle Weihnachten und im Neuen Jahr mögen alles erdenklich Gute und Liebe Ihre Wege begleiten.
Ihr Musikverein Zell-Weierbach

Händels Halleluja hört sich leicht an, aber …


Auf dem Offenburger Weihnachtsmarkt wollen wir als Musikkapelle Zell-Weierbach das Halleluja aus dem Oratorium Messias von Georg Friedrich Händel ertönen lassen.
Ein Kinderspiel, wen man es auf CD, im Radio, Fernsehen, Internet oder live im Konzert oder in der Messe anhört, denken bestimmt viele. Aber das ist kein leichtes Unterfangen, haben wir in der ersten Musikprobe dazu und auch noch später, feststellen müssen. Das Stück will gespielt sein und zwar eindrucksvoll!
Georg Friedrich Händel, 1685 in Halle geboren, verstarb 1759 in London und lebte in der Zeit des Barock. Er war eines von 9 Kindern von Georg und Dorothea Händel. Er war Musiker (als sein Lieblingsinstrument galt die Oboe) und Komponist (über 40 Opern, 25 Oratorien, Kirchenmusik, Orchesterwerke und Kammermusik).
Ihren Liebling Georg fördert Mutter Dorothea von ganz klein auf musikalisch, was dem Vater Georg nicht so gefallen hat. Aber er nimmt ihn voller Stolz mit 8 Jahren zu einem Besuch beim Herzog von Sachsen-Weißenfels mit. Dort spielt der Bub Orgel. Sein Talent erkennend, fördert der Herzog seine musikalische Ausbildung. Mit 18 Jahren bekommt G. F. Händel bereits eine Anstellung als 2. Geiger im Opernorchester in Hamburg und komponiert eifrig. Von 1707 – 1710 weilt G. F. Händel in Italien.
In Italien knüpft er Kontakt zum Kurfürsten Georg Ludwig von Hannover, der ihn 1710 als Kapellmeister an seinen Hof holt.
Hannover bleibt jedoch nur eine Zwischenstation. Der Kurfürst von Hannover ist mit dem englischen Königshaus verwandt und soll als Georg I. Nachfolger von Königin Anne in London werden und den Thron dort besteigen.
Er schickt daher mehrere Freunde ins Land voraus, darunter seinen Hofmusiker Händel, der das englische Publikum 1711 mit seiner italienischen Oper „Rinaldo“ begeistert. Ein Jahr später zieht Händel dann endgültig nach London. Als der Kurfürst von Hannover 1714 britischer König wird, steigt Händel zum Staatskomponisten auf.
Die Komposition Halleluja von Georg Friedrich Händel ist für einen vierstimmigen Chor plus Orchester bestimmt.
Geschrieben hat Händel das Werk 1741 in London. Heute ist es eines der international bekanntesten Musikstücke. Der Originaltext ist in Englisch verfasst und wurde mehrfach übersetzt, darunter ins Deutsche. Das Stück ist Teil von Händels berühmten Oratorium Messias, in dem es eine Sonderstellung einnimmt. Sobald das Stück begann, erhob man sich üblicherweise, auch im Konzertsaal.
Das Kernelement dieses Ohrwurms bildet der Ruf “Halleluja”, welcher an Fanfaren erinnert. Des Weiteren wird das Stück von vier weiteren Themen bestimmt. Tragendes Merkmal der Werke von G. F. Händel ist eine besondere Dramatik. Bei Halleluja wird sie im Fortlaufen der Komposition durch die Einbringung von Pauken und Trompeten erzeugt. Alle Oratorien haben einen Bezug zum Alten Testament oder der Antike. Trotz allem waren Händels Oratorien nicht ausschließlich für die Kirche bestimmt, wie es bei Bach der Fall gewesen ist. Das Stück ist in der Fest- und Königstonart des Barocks gehalten, der D-Dur.

Ihr Musikverein Zell-Weierbach

Auch im Dezember ist bei uns einiges los


Vergangenen Freitag haben Joachim Wiegele und Ralf Vollmer zum Linsenessen in den Proberaum eingeladen. Gut 40 Musikerinnen und Musiker, teilweise mit Partner, haben sich diesen Kameradschaftsabend nicht entgehen lassen wollen. Tina, die bei uns die Oboe spielt, erzählte, sie sei gerne die 100 Kilometer von Bruchsal nach dem Dienst her gefahren, um endlich wieder einmal die Kameraden zu sehen. Sie bedauert, dass sie bis zur dienstlichen Rückkehr in die Ortenau leider nicht mehr mit uns musizieren könne. Aber dann ist sie wieder voll dabei, versicherte Tina, ehe sie die lange Heimfahrt antrat. Auch Matthias aus Freiburg, unser Paukist, und seine Frau haben kurzerhand den Nachwuchs bei den Großeltern in Offenburg „geparkt“, um ebenfalls wieder einmal dabei sein zu können. Die Mannschaft von MessingLiebe, die mit uns das Kirchenkonzert im Oktober bestritten hat und dabei auch halfen, unserem Teil zum Hörgenuss werden zu lassen, war mit Freude und Begeisterung mit von der Partie.
Sie können sich sicherlich vorstellen, dass Ralf Vollmer, 2. Vorsitzender, Musikervorstand und an diesem Abend Chefkoch, alle Hände voll zu tun hatte – sowohl bei der Vorbereitung des Essens zu Hause wie auch vor Ort. Wilfried, Tenorhorn, und seine Frau Margit wunderten sich schon etwas, als sie den Winkel vor gingen, denn es roch richtig nach gekochten Linsen! Wen wundert’s, Ralf ist seit kurzem ihr Nachbar geworden.
Und da war auch noch Renate, die bei uns Posaune spielt. Sie feierte an diesem Tag mit viel Spaß und Freude mit uns ihren Geburtstag und köpfte dabei all ihre vielen Sektflaschen. Denn es gefällt ihr bei uns wirklich richtig gut, wie sie bei der Gratulationstour beteuerte. Herbert Lenz gratulierte Renate im Namen des Musikvereins und übergab ihr eine Flasche Wein, wie es üblich ist, wenn man in die Probe kommt trotz Geburtstag.
Auch unsere 5 Jungmusiker hatte ihre Premiere beim Linsenschmaus. Wie wir beobachten konnten, waren die Jungs keine Kostverächter und unterhalten haben sie sich untereinander prächtig.
Joachim Wiegele bedankte sich nach dem Essen bei all den vielen, die zum Gelingen beigetragen haben und ganz besonders natürlich beim Chefkoch Ralf Vollmer für die leckeren Linsen, Spätzle und Saitenwürstle.
Weit nach Mitternacht war es sicherlich, als die letzten Linsenverehrer sich auf den Heimweg machten. Ein unterhaltsamer, stärkender Kameradschaftsabend bleibt allen in guter Erinnerung. – Danke.
Aber ab diesem Freitag geht es wieder mit Hochdruck an die Noten, denn am Samstag, 17. Dezember, wollen wir die Besucher des Offenburger Weihnachtsmarkts ab 18.30 Uhr eine Stunde lang mit advent- und weihnachtlicher Musik begeistern.
Und vormerken dürfen Sie sich auch den 23. Dezember. An diesem Abend wollen wir ab 19 Uhr mit der Musikkapelle Zell-Weierbach auf dem Burschel die Weihnacht mit einem musikalischen Gruß ankündigen.
Einige Musikschüler haben sich auch zusammen getan und üben mit dem Jugendteam (Sabine Meehan und Katrin Schröder) Weihnachtsweisen ein. Diese jungen Musikanten wollen auch Ihnen eine Freude bereiten – wann, das sagen wir noch.
Ihr Musikverein Zell-Weierbach

Die Spende tut dem Förderverein Pflasterstube Ortenau gut


Vergangenen Freitag war es so weit. Alle Beteiligten hatten Zeit für die Spendenübergabe an den Förderverein Pflasterstube Ortenau e. V., vertreten durch deren Vorsitzenden, Dr. Axel Richter und an unser Jugendteam, vertreten durch Katrin Schröder.
Ralf Vollmer, stellvertretend für unseren Vorsitzenden, Herbert Lenz, und Cedric Schwerdtfeger als Vertreter von MessingLiebe freuten sich, Dr. Axel Richter und Katrin Schröder symbolisch die beim Kirchenkonzert am 30. Oktober von den begeisterten Kirchenbesuchern eingegangen Spenden zu übergeben. Von den nahezu 1.000 € an Spendengeldern übergaben der Musikverein Zell-Weierbach und MessingLiebe der Pflasterstube Ortenau 500 € zu deren Verwendung und den restlichen Spendenbetrag an das Jugendteam des Musikvereins Zell-Weierbach. Davon wurden bereits die Bläserklassennotenschulen für die 11 Mädchen und Jungs der Bläserklasse ’22 beschafft.
Dr. Axel Richter war voll Freude, dass durch unsere Konzertaktion die Pflasterstube Ortenau wieder in den Blickpunkt rückt. Er berichtete uns über den Förderkreis Pflasterstube Ortenau:
Im Sommer 1999 wurde der Wohnungslose Wilhelm Rosenberg nach langen Wanderjahren im St. Ursulaheim aufgenommen, Der ehemalige Altenpfleger erkannte dort sehr schnell die medizinische Unterversorgung der dortigen Bewohner und begann zu helfen. Als aber immer mehr die medizinischen Anforderungen zunahmen, suchte er das Gespräch mit dem damaligen Hausarzt Dr. Rolf Geiger. Dieser erkannte die dringende Notwendigkeit mit fachlicher Hilfe ihn zu unterstützen. Die Schaffung der Pflasterstube war geboren.
Darauf zurückzuführen ist die Gründung des Fördervereins Pflasterstube im St. Ursulaheim e. V. im November 2007. Im Februar 2013 gibt Dr. Geiger den Vorsitz ab und wird Ehrenvorsitzender. Dr. Axel Richter wird sein Nachfolger.
In der Folgezeit werden 3 Mitarbeiterinnen eingestellt, die mittels der Spenden bezahlt werden können. Ihre Aufgaben sind z. B. Erste Hilfe leisten, Hinweise, Anleitung und gegebenenfalls Hilfe bei der persönlichen Hygiene geben, Krankheitssymptome erkennen und auf Krankheiten aufmerksam machen, überreden zu Behandlungen, vereinbaren von Arztterminen, begleiten zum Arzt und in die Ambulanzen, verständlich machen der Behandlung und überreden dazu, sorgfältiges Richten und Ausgeben der verordneten Medikamente, Wundverbände anlegen, Besuche im Krankenhaus, immer wieder Gespräche führen und zu gemeinsamen Gesprächen zum Aufbau von gegenseitigem Vertrauen auffordern.
Der Förderverein bezahlt bei verordneten Rezepten die gesetzliche Zuzahlung für Medikamente, Verbandsmaterial, Heil- und Hilfsmittel, finanziert notwendige Fahrten zu Ärzten und Kliniken, bezahlt einfache Brillen für Sehbehinderte. Für chronisch Kranke übernimmt er Organisation und Finanzierung einer Vorabbefreiung von den gesetzlichen Zuzahlungen und bei nicht versicherten übernimmt er, soweit dringend notwendig, die Kosten für Diagnostik und Therapie.
Erfreulicherweise erklärten sich bald ehrenamtlich tätige Ärztinnen und Ärzte bereit bei den immer zunehmenden Medizinischen Aufgaben zu helfen.
In Offenburg werden in der Wärmestube und In der Ambulanz der Pflasterstube im St. Ursulaheim Sprechstunden von 3 Ärztinnen im Wechsel angeboten. In der Tagesstätte Kehl eine Ärztin und ein Arzt. In Achern kümmert sich ein Arzt um die Bewohner der Notunterkunft an der Bergstraße. In Offenburg hilft eine berufstätige Frauenärztin und in Kehl eine berufstätige Radiologin.
Eine große und sicher nicht alltägliche Hilfe bedeutet, dass sich sechs niedergelassene Hausärzte in Offenburg untereinander vereinbart haben im wöchentlichen Wechsel obdachlose Patienten rasch ärztlich zu versorgen und haben dafür sogar einen Dienstplan entworfen.
Die Zusammenarbeit mit Ämtern, der Caritas, der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe und mit vielen anderen Stellen ist zwar zeitraubend, aber unerlässlich.
Die Ausweitung der Aktivitäten auch in die anderen großen Kreisstädte des Ortenaukreises wurde im Mai 2021 durch die Namensänderung zu „Förderverein Pflasterstube Ortenau e.V. „deutlich gemacht.
Wir freuen uns seitens des Musikvereins sehr, dass wir den Förderverein Pflasterstube Ortenau dank Ihrer Spenden so unterstützen können.
Ihr Musikverein Zell-Weierbach

Durch viel Fleiß und aufgeregt die Prüfungen bestanden


Letzen Samstag hat der Blasmusikverband Ortenau zum Ablegen der Prüfungen zum Jungmusikerleistungsabzeichen (JMLA) in Bronze und Silber nach Sulz/Lahr aufgerufen.
Auch wir waren dabei mit Lara Groß (Alt-Saxofon), Linus Bürkle (Trompete) und Benoît Krämer (Trompete). Sie alle wollten sich der Prüfung zum Leistungsabzeichen in Silber stellen.
Gleich zu Beginn um 9 Uhr musste Lara Groß ran und sich der Theorieprüfung stellen. Papa Thorsten hatte sie begleitet. „Ich war ganz aufgeregt und nervös“, gestand Lara später. Neben ihrem Saxofonlehrer und dem speziellen Ratgeber des Blasmusikverbands für solche Prüfungen hat sie unser Dirigent und Musikschulleiter von Kirchzarten, Johannes Kurz, intensiv auf diese Theorieprüfung vorbereitet. Und da es mit dem Buch unter das Kopfkissen legen nicht so klappt, hatte Lara selbst viel gelernt, um den vielseitigen Stoff intus zu kriegen.
Während andere zur Gehörprüfung antraten, bekam sie, so berichtet Lara, die Aufgaben der Theorieprüfung überreicht. Natürlich störte die nebenbei laufende Gehörprüfung die Konzentration ein wenig. Lara, gewieft, suchte sich daher zunächst die einfacheren Aufgaben aus, bei denen sie sich sicher fühlte, wie z. B. Fachbegriffe erklären und ins Deutsche übersetzen und Tonleitern in Dur und Moll nach Vorgabe niederschreiben. Bei der Intervallbestimmung und der Darstellung von Dur- und Moll-Akkorden, wo sie volle Konzentration brauchte, waren die Gehörprüfungen der anderen Prüflinge gerade zu Ende gegangen. Am Schluss war Lara erleichtert ob des Prüfungsstresses und sich sicher, dass die Prüfung „gelaufen“ ist. Am Abend teilte ihr Johannes Kurz mit, sie habe die Prüfung bestanden und zwar mit 51 von 60 Punkten! Dieses Ergebnis, so meinte Lara, hat sie kurzzeitig sprachlos gemacht – und dann jubelte sie vor Glück. Mit viel Stolz und Freude gab sie das Ergebnis Mama und Papa, Oma und Opa und ihren Freunden weiter. Herzliche Glückwünsche, liebe Lara, von Deinen Musikkameraden zum Jungmusikerleistungsabzeichen in Silber und auch zu Deinem Geburtstag in dieser Woche. In deinem Alter darf man noch Träume habe und sie auch verfolgen.
Mittags, gegen 14 Uhr, waren es dann Benoît Krämer und Linus Bürkle, die sich der praktischen Prüfung für das Abzeichen in Silber stellten. Linus beobachtete, dass nicht nur er sondern alle um ihn herum sehr aufgeregt waren ob der großen Herausforderung.
Jeder der beiden musste ein Pflicht- und ein Wahlstück vorspielen. Linus hatte „KO-Boy“ und Benoît „Tarantelle et phone“ dafür ausgewählt und für Linus war „Sombrero olé“ das Pflichtstück. „Es lief nicht ganz so gut bei mir wegen der Zahnspange, die beim Blasen doch etwas stört“, erzählte Linus freimütig. Als nächstes musste jeder aus einem Karteikasten Karten ziehen, auf denen Tonleitern standen, die sie auswendig vorgetragen haben. Auch das Rhythmusverständnis wurde anhand von Klatschübungen abgefragt. Eine Herausforderung stellte bei beiden das Spielen eines Stückes vom Blatt dar.
„Nach der Prüfung war ich immer noch aufgeregt. Ich war mir nicht ganz sicher, ob ich es geschafft habe. Aber ich war mit mir und meiner gegebenen Leistung zufrieden, “ stellte Linus fest. Kurz darauf gab die Jury beiden bekannt, dass sie die praktische Prüfung zum Jungmusikerleistungsabzeichen in Silber bestanden haben. 2023 wollen sie die Theorieprüfung ablegen.
Herzliche Glückwünsche an Euch beide, Linus und Benoît, zu dieser tollen Leistung von Euren Musikkameraden der Musikkapelle Zell-Weierbach. Es macht viel Spaß mit Euch und Lara zusammen zu musizieren!
Wir danken Bernhard Münchbach wie auch Johannes Kurz für die Mühe der Vorbereitung unserer Jungmusiker auf diese Prüfungen.
Ihr Musikverein Zell-Weierbach

In harmonischer Abwechslung – unser Kirchenkonzert


„Das war Spitzenklasse, was ihr und MessingLiebe im Kirchenkonzert am 30. Oktober geboten habt!“, erzählte Rosalinde Geiler beim Gräberbesuch am Allerheiligen und denkt dabei mit Stolz an ihren Mann Alois, der so viel in seinen verschiedenen Ämtern und vor allem als Musiker für den Musikverein getan hat.
Nach dem Eröffnungsstück und der Begrüßung durch den Vorsitzenden, Herbert Lenz, war es unser Dirigent, Johannes Kurz, der die Ansagen für die einzelnen Stücke mit viel Engagement, Sach- und Fachverstand vorbereitet und ausgeführt hat.
Für das zweite Stück „Panis Angelicus“, komponiert von Cesar Franck (1822 – 1890) ging Johannes Kurz auf die Entstehungsgeschichte des Textes ein. 1264 führte Papst Urban IV. das Hochfest Fronleichnam ein. Dazu hat der heilige Thomas von Aquin (1225 – 1274), einer der bedeutendsten Kirchenlehrer der römisch-katholischen Kirche, den Hymnus „Sacris solemniis“ geschrieben. Die 6. und 7. Strophe daraus, wie auch das „Tantum ergo“ von ihm, werden als Gesang zur Aussetzung des Allerheiligsten und zum sakramentalen Segen verwendet. Aus der 6. Strophe des Sacris solemniis hat Cesar Franck die Worte für sein Werk „Panis Angelicus“ entnommen. Wie dieses Werk, fügte Johannes Kurz in seinen ausführlichen, informativen Erklärungen die Musikwerke in den Jahresablauf in der katholischen Kirche ein und wies auf Zusammenhänge und Hintergründe hin.
Im zweiten Block, den MessingLiebe, das sind 3 Trompeter, 2 Hornistinnen und 2 Posaunisten – alle insgesamt Hobbymusiker, gestaltete, überraschte diese Bläserformation die Konzertbesucher mit ihrer Präzision und Ausdruckssstärke. Staunen konnte man nur, wie jeder einzelne Musiker und jede einzelne Musikerin die eigene Stimme intus hatte, um zu einer hervorragenden Intonierung jedes einzelnen Werkes beizutragen. Im ersten Teil präsentierte MessingLiebe „Forest Gump“, „Romeo und Julia“ und das weltbekannte „Hallelujah“ von Leonhard Cohen mit Philipp Groß aus Zell-Weierbach als Solist an der Posaune.
Den Mittelteil gestaltete die Musikkapelle Zell-Weierbach mit „Premiére Symphonie des Noëls“ von Michel Richard de Lalande (1657 – 1726), der am Hofe von Sonnenkönig Ludwig XIV. in Versailles unter anderem als Organist, Komponist, Hofkapellmeister und Musiklehrer der Töchter des Sonnenkönigs fungierte. Es handelt sich dabei um die Vertonung von traditionellen französischen Weihnachtsliedern, die an Heiligabend in der Kapelle des Schlosses von Versailles gesungen wurden. Für uns Musiker war es eine neue Musikwelt, in die uns Johannes Kurz durch gute Erklärungen und Beschreibungen eintauchen ließ.
Danach überzeugte MessingLiebe mit „I dreamed a dream“ und „Gabriellas Song“ ein weiteres Mal und erhielt, wie beim ersten Teil, viel Beifall am Ende der Aufführungen.
Zum Abschluss bot dann die Musikkapelle Zell-Weierbach die Arie „Selig sind die Verfolgung leiden“ aus der Oper „Der Evangelimann“ von Wilhelm Kienzl (1857 -1941). Schlusspunkt unseres Kirchenkonzerts bildete „Fanfare, Vorspiel und Choral“, in dem das Danklied „Großer Gott wir loben dich“ mit viel Spielfreude und präzisen Fanfarensignalen aus den Trompeten- Flügelhorn- und Posaunenregistern intoniert wurde. Großer, begeisterter Beifall aller Kirchenkonzertbesucher war der Lohn für Dirigent Johannes Kurz und für alle Musikerinnen und Musiker. Mit Stolz und einem Lächeln nahmen wir diese Anerkennung gerne entgegen.
Michael Spath, pensionierte Pfarrer, der in Zell-Weierbach wohnt, war voll des Lobes über all das Gehörte. Er sagte, dass es eine gelungene Darbietung gewesen sei. Die Musikstücke haben ihn alle sehr interessiert und könnten alle jederzeit auch in Gottesdienste integriert werden. Die Musik war präzise und stimmig und der Wechsel zwischen Musikkapelle und MessingLiebe eindrucksvoll. Persönlich habe ihn „Panis Angelicus“ und die Arie aus dem Evangelimann, sehr gut interpretiert durch Dirigent Johannes Kurz, ganz besonders angesprochen. Und weiter: „Wären die Ansagen weggelassen worden, hätte etwas gefehlt. Der Sakralraum war hilfreich, um nicht nur Töne zu hören und zu erleben, sondern auch um Dinge aus dem Gespielten herauszuhören und sie, zusammen mit den Informationen aus den Ansagen, vielleicht sogar neu einzuordnen. Theologisch und religiös war das von Johannes Kurz Gesagte stimmig und mit seiner engagiert hörbaren persönlichen Note sehr glaubhaft herüber gebracht.“
Dem bleibt nichts mehr hinzuzufügen, glauben wir.
Ihr Musikverein Zell-Weierbach

Herzlichen Dank für den tollen Besuch unseres Kirchenkonzerts

Am vergangenen Sonntag, dem letzten sonnig warmen Oktobersonntag, waren wir Musikanten schon frühzeitig in der Weingartenkirche, um den Chorraum für das Konzert vorzubereiten und um die Einspielproben von MessingLiebe und Musikkapelle Zell-Weierbach über die Bühne zu bringen. Einige Kirchenbesucher machten sich dabei schon ein bisschen ein Bild von dem, was sie erwarten wird. Wir holten dann noch ein wenig frische Luft, ehe wir auf unseren Stühlen im Chorraum der Weingartenkirche Platz nahmen.
Der Kirchenraum war abendlichthell – nur der Altarraum war angestrahlt. Was für einen Eindruck, das beim Betreten der Kirche schon macht! Die bunten Chorfenster, der große Altar, in Gold verziert, strahlte das Licht zurück und dann die Musikanten in ihrem roten Brusttuch – eine Farbkonstellation in Harmonie vereint. Vereint in Musik gesellten sich auch alle Bläser von MessingLiebe zu den Musikanten der Musikkapelle Zell-Weierbach bis auf Julia, die den fotografischen Part übernommen hatte.
In ruhiger, bewusster Gelassenheit tritt um 17 Uhr Dirigent Johannes Kurz vor unser Blasorchester. Seine Augen strahlen uns erwartungsvoll an. Seine Mimik und Gestik sprühen Elan, Überzeugung, Energie und Tatendrang aus und gehen auf uns über. Wir sind bereit!
Gespannt wie ein Bogen – das Ziel unserer Konzentration, der Taktstock – holen wir gemeinsam mit unserem Maestro Luft und schon sitzt der erste Ton haarscharf: Der Hochzeitsmarsch „Eternal Promise“ (Ewiges Versprechen) steigt in die Sphäre des hohen, gotischen Kirchenschiffes empor, mischt die Klänge wohltuend und schwebt in das musikalische, sinnliche Bewusstsein der großen Schar der Konzertbesucher hinein. Achtungssignale weisen auf die Ernsthaftigkeit des anstehenden Versprechens hin, gefolgt von martialischen Klängen, die den Beginn des Vermählungsversprechens ankündigen. Dann von uns bewusst auf die zwei im Zweivierteltakt einsetzend, deutet dies auf die mit Ernst geführte Ansprache des das Versprechen leitenden Verantwortlichen hin. Ehe aber das ewige Versprechen, in einer liebevollen Melodie angezeigt, vollzogen wird, ertönen nochmals die Anfangsmotive des Stückes. Nachfolgend beschreibt der 1986 geborene Komponist Naoya Wada das hohe Gut des ewigen Versprechens mit für die Musiker ungewohnten Doppelkreuzen und unendlich vielen Noten mit Vorzeichen (die Musiker haben diese Hürden super geschafft) und mit einer Klangatmosphäre, die der Bedeutung gerecht wird. Nachdem alles seinen Gang gegangen ist, weisen die martialischen Klänge nochmals auf die feierliche Stimmung hin, gefolgt von den Achtungssignalen als Hinweis ein Leben lang stark zu sein und einem Hoffnung verheißenden langen Akkord. Der akzentuierte Schlusston könnte auf das überzeugend ausgerufene „JA“ der Versprechenden hindeuten.
Nach einer kurzen Stille, in der alle diese ersten Konzerteindrücke sacken lassen konnten, begrüßte unser 1. Vorsitzender, Herbert Lenz, alle, die Konzertbesucher, Dr. Axel Richter als Vorsitzender des Fördervereins Pflasterstube Ortenau e. V., Dirigent Johannes Kurz und die Musikerinnen und Musiker ganz herzlich. Er stellte auch MessingLiebe, eine aus dem Hochschulorchester Offenburg hervorgegangene Bläserformation, vor. In seinem Schlusswort am Ende des Kirchenkonzerts bedankte Herbert Lenz sich bei der Kirchengemeinde, den Konzertbesuchern und bei allen Akteuren und bat um eine Spende für den Förderverein Pflasterstube Ortenau e. V. und für die Jugendarbeit des Musikvereins Zell-Weierbach. Fast 1.000 € sind danach von den warmherzigen Konzertbesuchern in die Spendenkörbchen gelegt worden – eine großartige Sache. Wir bedanken uns dafür aufs herzlichste bei allen Spenderinnen und Spendern.
Über den weiteren Kirchenkonzertverlauf berichten wir das nächste Mal.
Ihr Musikverein Zell-Weierbach