Mit dem Musikverein Zusenhofen beginnt unser Weinfest rund ums Rathaus

Mit dem Musikverein Zusenhofen beginnt unser Weinfest rund ums Rathaus

Bei unserem Weinfest rund ums Rathaus am 9. und 10. Juli wollen wir wieder in die Tradition einsteigen und Blasmusik aus der Umgebung bieten.

Den Auftakt bei unserem Weinfest macht am Samstagabend ab 19 Uhr der Musikverein Zusenhofen mit seinem „Stammorchester“, wie sie ihre Musikkapelle nennen. Am Dirigentenpult wird Benjamin Litterst stehen, für uns kein Unbekannter, kommt er doch aus Fessenbach und hat, als Einstieg in die Dirigentenlaufbahn, das ehemalige Jugendorchester Fessenbach/Zell-Weierbach eine Zeitlang geleitet.

Der Musikverein Zusenhofen ist noch viele Jahre älter  (1898) als unser Musikverein Zell-Weierbach (1925).Sie haben gerade das vergangene Wochenende von Freitag bis Sonntag ihr großes Musikfest veranstaltet. Das Stammorchester, etwa 55 Musikerinnen und Musiker, sind mit ihrem Dirigenten Benjamin Litterst sowohl konzertant wie auch volkstümlich unterwegs. Ihr Motto ist „Spaß am Musizieren ist Spaß für die Musiker(-innen) und für das Publikum. Zum Stammorchester kommen noch eine überörtliche Jugendkapelle, Bläserklassen, eine Ehrenmitgliederkapelle, die Vesperband (kleine Besetzung) und die Guggenmusik „Bloos Brothers“. Ein engagierter Musikverein Zusenhofen, der für alle Arten von Festen Musik parat hat.

Noch viel älter als der Musikverein Zusenhofen ist die Stadtkapelle Zell am Harmersbach, die am Sonntag, 10. Juli, von 11.30 bis 13.30 Uhr bei uns ihren großen Auftritt haben wird. Bereits 1781 wurde sie gegründet in der ehemaligen kleinsten Freien Reichsstadt im Heiligen Römischen Reich. Die kleine freie Reichsstadt war aber flächenmäßig größer als die freie Reichsstadt Offenburg.

Die Stadtkapelle Zell am Harmersbach leitet seit 2017 Stefan Polap, der dort bereits mit 6 Jahren als Musikschüler engagiert war. Er ist ein bekannter Orchesterleiter in unserer Gegend, ein Freund böhmischer Blasmusik und Solotrompeter. Sein Vorbild ist das Volksmusik-Urgestein Ernst Mosch und seine böhmische Blasmusik. Die Stadtkapelle Zell am Harmersbach zeigt sich in voller Besetzung mit über 60 Musikerinnen und Musiker.

In der ehemaligen Freien Reichsstadt gibt es viele traditionelle Aufgaben für die Stadtkapelle wie z. B. an Fronleichnam, während der Fasnachtstage, Konzerte am Altersheim und Kurzkonzerte. Dazu kommen auch viele Auftritte in der Umgebung.

Auch die Stadtkapelle Zell am Harmersbach hat eine kleine Besetzung, die „Zeller Musikanten“ und die Minipäpers, ein kleiner aber feiner Haufen junger und jung gebliebener Musikerinnen und Musiker. Die Bläserklassen, ein musikvereinsübergreifendes Jugendorchester und ein Schülerorchester bereichern das musikalische Gesamtkonzept der Stadtkapelle Zell am Harmersbach.

Freuen Sie sich auf ein bestimmt interessantes, wohl mit viel böhmischer Musik angereichertes „Frühschoppenkonzert“ der Stadtkapelle Zell am Harmersbach bei unserem Weinfest rund ums Rathaus am 10. Juli ab 11.30 Uhr.

Damit auch unsere Musikkapelle Zell-Weierbach weiterhin Bestand haben wird, werden wir am Samstag, 16. Juli 2022, einen Informationsnachmittag für alle Kinder und Jugendliche anbieten. Hier können die Kinder und Jugendliche Instrumente, die in unserer Musikkapelle gespielt werden, mit dafür speziell vorgesehenen Mundstücken ausprobieren und ihre Vorliebe zu einem oder zwei Instrumenten festhalten lassen. Dass es Spaß macht bei uns, das bezeugen ganz gerne Linus, Benoît, Aron und Tyark, die seit diesem Jahr uns ihr Können hörbar zeigen.

Ihr Musikverein Zell-Weierbach

Couchkonzert mit FlightPlan auf unserem Weinfest am 9. Juli

FlightPlan, eine Band die auch ohne Strom spielen kann, das sind 5 Musiker, die sich gefunden haben und zueinander stehen. Das merkt man ihren Songs an, denn jeder bringt reichlich Erfahrung auf seinem Instrument oder seinen Instrumenten mit. Das sind Frank Haberer, der Sänger der Band; sein Vater Jess kennt jeder als Vorsitzender der Stadtkapelle. Oli Tuckermann & Michael Borschensky beide mit Herz und Blut Gitarristen, Jonas Lasch mit dem Sound in den Fingern und Andreas Königer, einer unserer Schlagzeuger, der mit seinem Rhythmus FlightPlan zusammenhält. Das macht der besondere, beliebte Sound der Band FlightPlan aus. Bei ihren Akkustig Auftritten werden sie unterstützt von Leonie Henn. Sie gibt mit ihrer kraftvollen, gut ausgebildeten Stimme eine weitere Seite von FlightPlan preis.

FlightPlan hat sich 2009 zusammengefunden und erkannte bald, welche Fähigkeiten in ihnen stecken. Sie bevorzugen es, mit ihren eigenen Rocksongs das Publikum zu begeistern. Gut, dass die Musiker so unterschiedliche Einflüsse haben, denn ihre eigenen Songs werden gemeinsam entwickelt und das ist eine ihrer Stärken.

 Auf unserem Weinfest rund ums Rathaus werden sie am Samstagabend ab 21 Uhr „unplugged“ auftreten also mit Akkustikgitarren, Bass, Cajón und Gesang anstatt mit E-Gitarren und Schlagzeugset. Auch Leonie Henn wird als Sängerin das Publikum begeistern können. Wir von der Musikkapelle Zell-Weierbach kennen sie bereits. Sang sie doch bei der Hochzeit unseres Schlagzeugers Matthias Demczak mit uns zusammen in der Dreifaltigkeitskirche den Song „Ein Hoch auf uns“ mit voller Stimmgewalt.

So wie FlightPlan bei unserem Weinfest rund ums Rathaus auftreten wird, nennen sie das „Couchkonzert“, denn auf diese „stromlose“ Spielweise können sie im Wohnzimmer, auf der Terrasse, im Garten und in Kneipen auftreten und natürlich auf unserem Festplatz auf dem alten Schulhof inmitten unseres Dorfes.

Bei ihren Couchkonzerten spielt die Band nicht nur eigene Rocksongs, den ihr Repertoire reicht von den Beatles bis zu aktuellen Songs, von Deutscher Welle bis Rock,

FlightPlan spielte unter anderem schon auf dem Ortenauer Weinfest, auf dem Weinfest auf der Streuobstwiese Wild, in Alpirsbach und auf dem Weingut Freiherr von Neveu – genug Reverenzen für einen begeisternden Auftritt auf unserem Weinfest rund ums Rathaus am Samstag, 9. Juli ab 21 Uhr.

Ihr Musikverein Zell-Weierbach

Drei neue Stücke für da Unterhaltungsprogramm

Nach dem Frühjahrskonzert sind wir mit Eifer in das Proben für unsere Unterhaltungskonzerte eingestiegen. Gleich zu Beginn hat unser Dirigent, Johannes Kurz,  zwei neue Egerländer Märsche aufgetischt. Die „Prager Burg“ und den „Egerländer Fuhrmannsmarsch“ In der nächsten Probe wird sich die Egerländer Polka „Da Capo“ hinzugesellen.

Die „ältere Generation“ wird im Egerländer Fuhrmannsmarsch sicherlich die Melodie im Trio wiedererkennen. Siegfried Rundel hat sie dem Egerländer Liedermarsch entliehen und damit einen eigenen Marsch geschaffen. Schmissig in der Einleitung, übernehmen das Tenorhorn und das Bariton die gediegene Nebenmelodie. Die Führerschaft bleibt jedoch weiterhin beim Holz sowie bei den Flügelhörnern und Trompeten mit einer flotten und knackigen Melodie.

Im Mittelteil meldet sich, wie bei den böhmischen Märschen üblich, das tiefe Blech mit Tuba und Posaune markant und mit Vehemenz zu Wort. Halbe und ganze Noten reihen sich in eine Melodie ein, die jeweils 8 Takte dauert. Und wie die Musiker zu spielen haben, da hat unser Dirigent seine eigene Vorstellung: „Die halben Noten bitte so spielen, dass am Schluss  ein Achtel Pause gut zu hören ist, die ganzen Noten mit viel Elan und das alles zusammen mit einem „runden“ Ton und ohne Akzentuierung. Luft holen – bitteschön miteinander und erst am Ende des 8. Takts! Und noch etwas, alle spielen punktgenau“ Schon recht viel, was sich die Musikanten alles merken müssen, aber sie können es – und wenn es nach dem vierten Mal ist. Ja, unser tiefes Blech spielt gerne Basssolos in den Märschen. Aber klingen muss es genauso, wie der „Boss“ es will.

Auch das Holz (Querflöten und Klarinetten) und das hohe Blech (Trompeten und Flügelhörner) bekommen die Vorgaben vom Dirigentenpult aus. Die Verzierung darf nicht wie ein Gequake klingen sondern frisch, mit Klang und zum Ende der Phrase hin abschwellend.

Nach diesen 32 Takten Basssolo wird das „Trio“ mit einem markanten Viertel mit „Schleifer“ angezeigt. Das mittlere Blech (Tenorhorn und Bariton) und das hohe Blech sind jetzt Meister in der Melodienführung. Mit weichem, runden Ton, die halben Noten verkürzt gespielt, die Viertelnoten nur so „angestupft“, bei den langen Noten leiser werdend und das alles exakt gemeinsam geblasen, ja, dieses Spielen wird Ihnen bestimmt gefallen bei unserem nächsten Auftritt. Die Klarinetten und Querflöten, deren Aufgabe ist es, die Melodie mit Verzierungen zu schmücken und bei den langen Noten des Blechs, jene mit perlenden Läufen zu „ummanteln“.

Zusätzlich sollten Ihre Ohren sich auf die markige Begleitung unserer beiden Bassisten, Guido und Werner, ausrichten: Wie es da knackt und brummt, so lebendig und mitnehmend. Kein Wunder, wenn es Sie beim Zuhören von den Sitzen heben sollte – dann hätten wir es geschafft – egerländrisch knackig zu spielen.

Ihr Musikverein Zell-Weierbach

Unser Frühjahrskonzert – unsere Besucher: von 2 bis 96 Jahre

Der vergangene Samstag – bilderbuchhaft schön – das war der Tag unseres Frühjahrskonzerts. Nahezu 300 Konzertbesucher, darunter die zweijährige Elli und Arthur Litterst mit seinen 96 Lenzen, waren in dem Konzertsaal der Abtsberghalle gekommen, um (endlich) wieder live dabei zu sein, wenn die Musik spielt. Aber nicht nur diese beiden sollen erwähnt werden, sondern auch Ellis Großmutter, die in Mexiko lebt und Zell-Weierbach für mehrere Monate als Domizil wählt, um ihre beiden Söhne Julio (unser mexikanischer Musiker) und Adrian zu besuchen. Sie nahm unser ganzes Konzert mit ihrem iPhone auf, um nach der Heimkehr stolz die deutsche Musik mit ihrem Julio präsentieren zu können. Ihr hat das Konzert sehr gut gefallen und war noch lange nach dem Konzertende mit ihren Söhnen in unserer Mitte. Eine weitere Besonderheit war der Konzertbesuch von Keri und Adrian Sherman aus England, die damals, während ihres Aufenthalts in Zell-Weierbach, bei uns mitgespielt hatten und für die das Konzert mit dem Motto „Das Vereinigte Königreich Großbritannien und Nordirland“  geradezu prädestiniert war. Viele lieben „Hallos“ galten auch Stefan Demczak, der bei uns viele Jahre Trompete spielte ehe er beruflich in die USA zog, und seiner Frau Ashley. Genauso hat es uns gefreut, wieder einige unserer ehemaligen Musiker wie Helmut Kopf, Erich Schley, Hermann Geiler und Hans Fey (der Karikaturist der Musiker auf den Fahnen) unter uns zu wähnen. Er meinte; „Dieses Konzert hat Euch viele Fleiß abverlangt, das war kein einfaches Konzert! Wie gerne würde ich noch mit Euch mitspielen!“ Lieber Hans, wir wünschen Dir auf diesem Wege gute Besserung, dass die Ärzte Dich wieder gut einstellen können und natürlich: Die herzlichsten Glückwünsche für Dich zu Deinem 75. Geburtstag an diesem Samstag! Wenn wir jetzt auch einige Konzertbesucher besonders herausgehoben haben, bedanken wir uns bei Ihnen allen aus Zell-Weierbach und Umgebung für den so zahlreichen Besuch unseres 52. Jahreskonzertes. Es war schön, als Musiker wie auch als Helfer für Sie da zu sein!

Aber auch umgekehrt, die Vorstandschaft des Musikvereins dankt Dirigent Johannes Kurz, allen Musikerinnen und Musikern und auch den vielen Helferinnen und Helfern und den Kuchenbäcker(-innen) für ihren engagierten Einsatz vor und bei unserem Frühjahrskonzert.

„In der Halle ist es ja gar nicht richtig dämmrig“, meinte eine der neuen Musikerinnen in unseren Reihen. Ja – aber dafür können wir Sie zu Beginn auch sehr gut sehen und uns über Sie und die so zahlreich gekommenen Musikliebhaberinnen und Musikliebhaber freuen und wertschätzen, für wenn alles wir unser Bestes geben wollen. Es ist so ein schönes, wärmendes Gefühl, Sie alle in begeisternder Erwartung im Konzertsaal während der Begrüßung und dem Sekunden dauernden Warten auf den Maestro Johannes Kurz zu sehen; das steigert bei uns die Spannung und das Gefühl, jetzt in wenigen Augenblicken für gut 2 Stunden extra für Sie da zu sein.

Zu Beginn werden Sie wohl etwas ins Grübeln gekommen sein: Sind dem Musikverein die Klarinetten, Querflöten und die Schlagzeuger abhandengekommen? – Nein, dem war ja nicht so, stellten Sie erleichtert fest, als nach der Begrüßung durch unseren Vorsitzenden Herbert Lenz die Türe aufging und diese Musikanten in die Halle einmarschierten, um sich zur linken und rechten Seite aufzustellen. – Stille – Dann die ersten Landsknecht Trommelschläge von Andreas Königer. – In Ihrer Fantasie sahen Sie König Henry (Heinrich) VIII. (1491 – 1547) prunk- und würdevoll durch den Konzertsaal schreiten, die Partitur seiner Komposition „Pastime to a good Company“ stolz schwenkend. Stellvertretend für Henry VIII. schwang sich zuvor in seinem Konzertrock unser Dirigent Johannes Kurz auf das Dirigentenpodest der Konzertbühne, um Regie in diesem Schauspiel mit Stereoeffekten zu spielen. Keine einfache Sache für ihn und uns bei dieser ungewohnten Aufstellung des Orchesters. Das nächste Mal mehr darüber.

Gerne wollen wir Sie jetzt schon auf unseren Musikerhock am Winzerbrunnen am Samstag, den 21. Mai, aufmerksam machen. Mit Musikersteaks, feinen Bratwürsten und Currywurst, hiesigen Weinen, dem Waldhaus naturtrüb und alkoholfreien Getränken wollen wir Sie verwöhnen. Freuen Sie sich ganz besonders auf den Auftritt des jungen Orchesters „Messing-Liebe“, ein reines Blechensemble – auch mit Musiker(innen) aus dem Frühjahrskonzert.

Ihr Musikverein Zell-Weierbach

Der Musikerhock am Winzerbrunnen war ein guter Auftakt unserer Feste

2018 war unser letzter Musikerhock am Winzerbrunnen – eine lange Pause nicht nur wegen Corona. Der Restart auf Neudeutsch, oder einfach gesagt, eine Wiederaufnahme des traditionellen Musikerhocks am Winzerbrunnen des Musikvereins Zell-Weierbach im Mai eines jeden Jahres ist gelungen.

Nachdem der Wetterdienst für Baden-Württemberg bekannt gab, Offenburg sei in diesem Jahr mit 34,5 Grad Celsius bis dato der wärmste Ort in unserem Bundesland gewesen, hatten wir ja am Samstag viel Glück mit der Wärme – sonnig aber mit ca. 27 Grad viel erträglicher und ein laues Windchen von den Abtsmatten her machte den Aufenthalt auf unserem Musikerhock am Winzerbrunnen recht angenehm.

Hat es Ihnen gefallen? Ganz besonders wollen wir hier die Blechinstrumentenformation „Messing-Liebe“ erwähnen und uns bei deren Musikerinnen und Musikern ganz herzlichen bedanken für ihren Auftritt auf unserem Hock. Mancher Früjahrskonzertbesucher, der zu unserem Musikerhock gekommen ist, wird heimlich gedacht haben: „Endlich wieder böhmische Musik in unseren Ohren.“ Die Messing-Liebe konnte beides erfolgreich, die beliebte Blasmusik wie auch moderne Stücke zum Besten geben. Den Musikanten hat es viel Spaß gemacht auf unserem Hock zu musizieren und wir alle haben gerne und neugierig zugehört.

Die würzigen Musikersteaks und die leckeren Grillwürste von Metzger Josef Sälinger mundeten allen sehr. Dazu ein kühles Lagerbier oder einen heimischen Wein getrunken, was braucht’s mehr bei einer guten Unterhaltung mit den Tischnachbarn?

Schon vor dem offiziellen Festbeginn kamen die ersten Besucher. Nach und nach scharten sich die Besucher um die aufgestellten Tischgarnituren, darunter auch unsere Musikerruheständler, viele ältere Zellerinnen und Zeller wie auch Freunde der Geselligkeit aus der Stadt und unserer Umgebung.

Schön, wie wir gesehen und erlebt haben, war unser Hock international. Ein Portugiese, der zu gerne trockenen Roten getrunken hätte („wir trinken bei uns immer trockenen Rotwein“, meinte er) nahm dann mit einem sauren Rotweinschorle vorlieb. Ein Italiener wollte ein ‚panini‘. So mächtig war niemand von uns des Italienischen und so dachten wir, er wolle zum Bier einen trockenen Weck. „Oh, no, con Wurst!“ sagte er etwas verdutzt, den ‚panini‘ heißt belegtes Brötchen bzw. Brot. Da mussten alle entwaffnend lachen. Unser Besucher bekam die Bratwurst in den Weck gesteckt und alles war gut. Das Bier war gezapft und so konnte er mit Genuss in die heiße Wurst beißen und seinen Durst kühlen. Dass die Mutter von Julio, unserem mexikanischen Musiker, es auf unserem Hock in familiärer Umgebung gut gefallen hat, braucht nicht besonders betont werden. Und da war noch ein weiterer Gast, wie sich im Kauderwelsch von deutsch und englisch herauskristallisierte, der mit seiner Freundin in Zell-Weierbach wohnt, aus Kolumbien kommt und eine italienische Mutter hat. Sie saßen in der Nähe unserer mexikanischen Familie und als die beiden gingen, sprach er Julio auf Spanisch an, der seinen Ohren nicht trauten wollte. Den beiden hat unser Frühjahrskonzert und der Musikerhock so gut gefallen, dass sie zum Weinfest rund ums Rathaus am 9. Und 10. Juli wieder dabei sein wollen.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Ihnen, die Sie uns durch Ihren Besuch unterstützen wie auch bei allen unseren Helferinnen und Helfern, eingeschlossen unsere 4 Nachwuchsmusiker, die eifrig abräumten und den Nachschub erledigten.

Jetzt geht es daran, das Weinfest rund ums Rathaus im Feinen zu organisieren. Freuen Sie sich auf 4 gute Gastkapellen und am Samstagabend ab 21 Uhr auf die Band FlightPlan mit deren und unserem Schlagzeuger Andreas Königer.

Ihr Musikverein Zell-Weierbach

Unser Frühjahrskonzert – Dirigent, Musikerinnen und Musiker brauchen sich

Von Herzen gehen die besten Glückwünsche der Musikerinnen und Musiker samt Dirigenten der Musikkapelle Zell-Weierbach an Anne und Jonas Duffner zur Geburt ihrer Tochter Elisa Leni. Mutter und Kind geht es gut, wie Jonas mit Vaterstolz verkündete. Auch Emilia freut sich über ihr kleines Schwesterchen riesig. Anne (Querflöte und Kassiererin) und Jonas (Saxophon) sind zwei von unserer Musikermannschaft.

In der ersten Probe nach dem Frühjahrskonzert ist es Brauch, intern auf das vergangene Konzert zurückzublicken:

Johannes Kurz, unser Dirigent, lobte das Engagement und das gute Zusammenspiel nach zwei recht probe- und auftrittsarmen Corona-Jahren. Bewusst hatte er für dieses Konzert die Latte hochgesetzt, um wieder an das Vor-Corona-Niveau anzuschließen bzw. um das Niveau noch etwas zu steigern. Für ihn war es die größte Orchesterbesetzung mit 41 Musikern in seinen 10 Jahren als unser Dirigent. Wenn seitens der Musiker die größten Herausforderungen insbesondere beim Holzregister (Querflöten, Klarinetten und Saxophonen) lagen, so musste auch er als Dirigent sich viele tiefgreifende Gedanken machen, um zum großen Ziel, ein beachtenswertes Konzert zu liefern, zu gelangen.

Schon alleine die Stückeauswahl, die er zusammen mit Vizedirigentin Hannah Blattner tätigte, war bei dieser differenzierten Orchesterbesetzung harte Geduldsarbeit. Zu berücksichtigen war die Einbindung von 5 jungen Nachwuchsmusikern aus unserer Jugendarbeit, die Integration von Musikerinnen aus den Erwachsenenbläserklassen der Musikschule Offenburg, die gerne zu uns gehören. Sie alle wollte er behutsam an das Niveau der Musikkapelle Zell-Weierbach heranführen. Weitere Musikerinnen und Musiker, die mit Philipp Groß im Hochschulorchester Offenburg spielen, wollten seine Begeisterung in unserer Musikkapelle auch erleben und mitmusizieren, obgleich alle auch im eigenen Musikverein aktiv sind. Ja, und obendrein sollte die Stammmannschaft auch eine weitere Stufe des Gemeinschaftskönnens erklimmen.

Dass dieser Mehrfachspagat Johannes Kurz sehr gut gelungen ist, zeigen die positiven, die Leistung anerkennenden, Kritiken unserer Konzertbesucher auf. Wir Musikerinnen und Musiker sind dankbar für die Geduld, die guten, bildhaften Erklärungen der Stücke und einzelner Passagen, für das Nicht-Nachtragen, wenn es manchmal in der Probe nicht nach seinen musikalischen Vorstellungen gelingen wollte, für die gelebte Kameradschaft und das Hineinversetzen in die einzelnen Musiker(mentalitäten) wie auch für die Fähigkeit, Musik mit Begeisterung und Elan uns nahezubringen. Dankbar sind wir auch für die Ausstrahlung einer inneren Ruhe und einer Art Sicherheit während des Konzerts, die uns allen ungemein viel hilft, Ihnen mit unserem Musizieren ein Musikwohlbefinden hinüber zu geben.

Wir haben auch die Kritik mancher Konzertbesucher, dass sie sich auch „deutsche“ Musik (Marsch, Polka usw.) wünschen, angesprochen.

Zum Abschluss des Resümees sagte unser Dirigent mit Überzeugung: „Ich als Dirigent brauche Euch Musikerinnen und Musiker unheimlich, weil es mir mit Euch Spaß macht und ihr kommt ohne Dirigent auch nicht zu so einem gesamthaften musizieren. Wir brauchen einfach einander und das ist gut so. Lasst uns so weitermachen!“ Das wollen wir alle auch beherzigen und gerne tun. Wir freuen uns, dass auch die neuen Musikfreunde gerne bereit sind, bei weiteren Auftritten mitzuwirken. Ja so macht es Spaß und alle haben einen Nutzen davon.

Ihr Musikverein Zell-Weierbach

Messing-Liebe‘ spielt bei unserem Musikerhock am Winzerbrunnen

Der Musikverein Zell-Weierbach lädt zum Musikerhock am Winzerbrunnen an diesem Samstag, den 21. Mai ganz herzlich ein, Beginn 16 Uhr. Endlich können wir die Tradition des Musikerhocks zwischen dem Proberaum unterhalb der Abtsberghalle und dem Winzerbrunnen wieder aufnehmen. Gerne denken wir zurück, wie dieser Hock unter den Zell-Weierbachern stets genutzt worden ist, um andere Zeller zu treffen, um miteinander zu schwätzen und den Samstagabend in fröhlicher Gemeinschaft zu genießen.

Dieses Mal gibt es auch etwas Besonderes, nämlich ‚Messing-Liebe‘. Sie ist eine reine Blechblasinstrumentenformation, in der vor allem Musikerinnen und Musiker aus dem Hochschulorchester Offenburg spielen, mit viel Liebe und Freude zur Blasmusik. Sicherlich erkennen Sie einige davon aus unserem Frühjahrskonzert vor zwei Wochen. Auch Philipp Groß, dort und bei uns aktiv, wie auch Ralf Vollmer, unser zweiter Vorsitzender, sind Mitglieder von ‚Messing-Liebe‘. Freuen Sie sich auf diese junge Musikformation und lassen Sie sich von ihrer Musik begeistern!

Traditionell ist unser würziges Musikersteak bestehend aus zwei Schweinesteaks und Brot. Mit dabei sind neben Käseweck auch Currywurst und Grillwurst. Natürlich bieten wir gerne die heimischen Qualitätsweine wie auch den beliebten Cabernet Dorsa und den Grünen Silvaner von der Weinmanufaktur Gengenbach·Offenburg an. Dieses Mal kommt das Brauwerk Lagerbier vom Fass zum Ausschank, ergänzt von Wagner Hefeweizen und Rothaus alkoholfrei aus der Flasche. Auch verschiedene weitere alkoholfreie Getränke stehen zur Auswahl.

Die Helferinnen und Helfer aus der Vorstandschaft und der Musikkapelle Zell-Weierbach freuen sich auf Sie. Herzlich willkommen!

Ihr Musikverein Zell-Weierbach

Unser Frühjahrskonzert – unsere Besucher: von 2 bis 96 Jahre

Der vergangene Samstag – bilderbuchhaft schön – das war der Tag unseres Frühjahrskonzerts. Nahezu 300 Konzertbesucher, darunter die zweijährige Elli und Arthur Litterst mit seinen 96 Lenzen, waren in dem Konzertsaal der Abtsberghalle gekommen, um (endlich) wieder live dabei zu sein, wenn die Musik spielt. Aber nicht nur diese beiden sollen erwähnt werden, sondern auch Ellis Großmutter, die in Mexiko lebt und Zell-Weierbach für mehrere Monate als Domizil wählt, um ihre beiden Söhne Julio (unser mexikanischer Musiker) und Adrian zu besuchen. Sie nahm unser ganzes Konzert mit ihrem iPhone auf, um nach der Heimkehr stolz die deutsche Musik mit ihrem Julio präsentieren zu können. Ihr hat das Konzert sehr gut gefallen und war noch lange nach dem Konzertende mit ihren Söhnen in unserer Mitte. Eine weitere Besonderheit war der Konzertbesuch von Keri und Adrian Sherman aus England, die damals, während ihres Aufenthalts in Zell-Weierbach, bei uns mitgespielt hatten und für die das Konzert mit dem Motto „Das Vereinigte Königreich Großbritannien und Nordirland“  geradezu prädestiniert war. Viele lieben „Hallos“ galten auch Stefan Demczak, der bei uns viele Jahre Trompete spielte ehe er beruflich in die USA zog, und seiner Frau Ashley. Genauso hat es uns gefreut, wieder einige unserer ehemaligen Musiker wie Helmut Kopf, Erich Schley, Hermann Geiler und Hans Fey (der Karikaturist der Musiker auf den Fahnen) unter uns zu wähnen. Er meinte; „Dieses Konzert hat Euch viele Fleiß abverlangt, das war kein einfaches Konzert! Wie gerne würde ich noch mit Euch mitspielen!“ Lieber Hans, wir wünschen Dir auf diesem Wege gute Besserung, dass die Ärzte Dich wieder gut einstellen können und natürlich: Die herzlichsten Glückwünsche für Dich zu Deinem 75. Geburtstag an diesem Samstag! Wenn wir jetzt auch einige Konzertbesucher besonders herausgehoben haben, bedanken wir uns bei Ihnen allen aus Zell-Weierbach und Umgebung für den so zahlreichen Besuch unseres 52. Jahreskonzertes. Es war schön, als Musiker wie auch als Helfer für Sie da zu sein!

Aber auch umgekehrt, die Vorstandschaft des Musikvereins dankt Dirigent Johannes Kurz, allen Musikerinnen und Musikern und auch den vielen Helferinnen und Helfern und den Kuchenbäcker(-innen) für ihren engagierten Einsatz vor und bei unserem Frühjahrskonzert.

„In der Halle ist es ja gar nicht richtig dämmrig“, meinte eine der neuen Musikerinnen in unseren Reihen. Ja – aber dafür können wir Sie zu Beginn auch sehr gut sehen und uns über Sie und die so zahlreich gekommenen Musikliebhaberinnen und Musikliebhaber freuen und wertschätzen, für wenn alles wir unser Bestes geben wollen. Es ist so ein schönes, wärmendes Gefühl, Sie alle in begeisternder Erwartung im Konzertsaal während der Begrüßung und dem Sekunden dauernden Warten auf den Maestro Johannes Kurz zu sehen; das steigert bei uns die Spannung und das Gefühl, jetzt in wenigen Augenblicken für gut 2 Stunden extra für Sie da zu sein.

Zu Beginn werden Sie wohl etwas ins Grübeln gekommen sein: Sind dem Musikverein die Klarinetten, Querflöten und die Schlagzeuger abhandengekommen? – Nein, dem war ja nicht so, stellten Sie erleichtert fest, als nach der Begrüßung durch unseren Vorsitzenden Herbert Lenz die Türe aufging und diese Musikanten in die Halle einmarschierten, um sich zur linken und rechten Seite aufzustellen. – Stille – Dann die ersten Landsknecht Trommelschläge von Andreas Königer. – In Ihrer Fantasie sahen Sie König Henry (Heinrich) VIII. (1491 – 1547) prunk- und würdevoll durch den Konzertsaal schreiten, die Partitur seiner Komposition „Pastime to a good Company“ stolz schwenkend. Stellvertretend für Henry VIII. schwang sich zuvor in seinem Konzertrock unser Dirigent Johannes Kurz auf das Dirigentenpodest der Konzertbühne, um Regie in diesem Schauspiel mit Stereoeffekten zu spielen. Keine einfache Sache für ihn und uns bei dieser ungewohnten Aufstellung des Orchesters. Das nächste Mal mehr darüber.

Gerne wollen wir Sie jetzt schon auf unseren Musikerhock am Winzerbrunnen am Samstag, den 21. Mai, aufmerksam machen. Mit Musikersteaks, feinen Bratwürsten und Currywurst, hiesigen Weinen, dem Waldhaus naturtrüb und alkoholfreien Getränken wollen wir Sie verwöhnen. Freuen Sie sich ganz besonders auf den Auftritt des jungen Orchesters „Messing-Liebe“, ein reines Blechensemble – auch mit Musiker(innen) aus dem Frühjahrskonzert.

Ihr Musikverein Zell-Weierbach

In einer Woche: Das Frühjahrskonzert des Musikvereins Zell-Weierbach

Ja, am nächsten Samstag, dem 7. Mai, um 19.30 Uhr ist es so weit. In der gut besetzten Abtsberghalle warten Sie als Konzertbesucher die letzten Augenblicke, ehe „der Vorhang fällt“. Im Programmheft, das haben Sie bereits festgestellt, ist bei den Titeln der Musikstücke kein einziges deutsches Wort zu finden – alles ist in Englisch geschrieben. Ob das sein muss, denken Sie vielleicht? „Ein eindeutiges Ja“, würde Johannes Kurz, unser Dirigent, in diesem Fall antworten, denn unser diesjähriges Frühjahrskonzert hat zum ersten Mal ein Motto, nämlich „Das Vereinigte Königreich Großbritannien und Nordirland“.

Nun geht die Tür auf, die mehr als 40 Musikerinnen und Musiker betreten satzweise die Bühne des „Konzerttempels“ von Zell-Weierbach, nehmen Platz und warten auch Augenblicke. Dann aber: Majestätisch schreitet der Chef des Blasorchesters, Johannes Kurz, die Bühnentreppe hinauf und alle Musikanten erheben sich zur Begrüßung. Sie zeigen ihr schönstes Lächeln – die Nervosität sinkt beim Anblick des in sich ruhenden Chefs und die Konzentration steigt und steigt. Das königliche, majestätische Konzert im wahrsten Sinne der Musik kann beginnen.

Es braucht ein wenig Fantasie, aber Musikliebhaber haben die eh, sich vorzustellen, dass gerade in dem Augenblick, in dem Landsknechts Trommel ertönen, sich König Henry (Heinrich) VIII. von England (1491 – 1547) – bekannt durch die Abspaltung vom römischen Glauben und seiner 6 Ehen – durch die Mitte der Musikliebhaber zur Konzertbühne schreitet und sich dort in seiner majestätischen Tudorkleidung aufbaut, um seine Komposition, die Ballade „Pastime With Good Company“ selbst zu dirigieren. Die Melodie geht gleich ins Ohr und wird im Orchester immer wieder anderen Registern weitergereicht und anders untermalt. König Heinrich VIII. nimmt dann noch den begeisterten Beifall der Konzertbesucher mit stolz geschwellter Brust entgegen und begibt sich dann unter die Gäste. Johannes Kurz übernimmt nun den Taktstock und beehrt das Königshaus der Tudor mit dem berühmten Marsch „Pomp and Circumstance No. 4“, den Sie sicherlich alle mitpfeifen und mitsingen könnten. Als nächstes führt Sie die Musikkapelle Zell-Weierbach in die Anfänge der aufgeschriebenen englischen Volksmusik (Folksongs) zurück, zu „Greensleeves“. Auch hier wird das Thema variantenreich zwischen den einzelnen Registern hin- und hergereicht.

Mit „Rule Britannia“ kommt noch so ein königliches Musikstück auf die Bühne, komponiert von Richard Wagner. ‚Rule Britannia!‘ ist ein patriotisches Lied aus dem höfischen Maskenspiel (Vorfahr der barocken Oper in England) namens „Alfred“ (1740). Dieses Lied avancierte zur „inoffiziellen Nationalhymne“ von Großbritannien. Das Lied gehört zum „Muss“ der Londoner Last Night of the Proms, eine bekannte, traditionelle Sommerkonzertreihe in London mit klassischer Musik. Richard Wagner hat dieses patriotische Lied zu einer Ouvertüre inspiriert, die er 1837 in Königsberg fertigstellte. Aber erst 1905 kam diese Ouvertüre in Großbritannien zur Erstaufführung in einer bearbeiteten Version.

Ehe die Musikkapelle Zell-Weierbach zum Schlusspunkt des 1. Teils des Konzerts mit „Lord Tullamore“, einer Originalkomposition von Carl Wittock,  kommt, werden Bernd Dufner für 50 Jahre sowie Rosi Friemelt und Ralf Vollmer für 40 Jahre aktives Musizieren geehrt werden.

Dann geht es in die verdiente Pause. An den Ständen bieten wir belegte Laugenstangen, Weine und Sekt der Weinmanufaktur Gengenbach·Offenburg, Bier und Alkoholfreies an. Gerne laden wir Sie auch bei Bewirtung zum Verweilen bei uns nach dem Konzert ein.

Die Vorverkaufsstellen Beratungscenter Oststadt (Moltkestraße) der Volksbank – Die Gestalterbank, die Postagentur Konstanzer, das Rebland Café See (Do. – So.) und die Vinothek Offenburger Rebland halten Eintrittskarten im Vorverkauf zu 8 € (Abendkasse 10 €) bereit. Studenten und Schüler zahlen 5 € (nur an der Abendkasse). Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre haben bei uns freien Eintritt. Oder lassen Sie sich die Karten an der Abendkasse hinterlegen (Tel. 0781/38910).

 Genießen Sie mit viel Vorfreude ein zum Eintrittspreis gehörendes Glas Prinz Offo-Sekt der Weinmanufaktur Gengenbach·Offenburg im Foyer der Abtsberghalle und steigern Sie dabei Ihre Vorfreude auf das Frühjahrskonzert.

Ihr Musikverein Zell-Weierbach

Mit dem 2. Probenwochenende geht es in die Konzertgerade

Das Palmsonntagwochenende war für alle Musikerinnen und Musiker von Freitagabend bis Montagabend von Musik geprägt. An diesem ersten Probenwochenende waren, so wie sie sich es ermöglichen konnten, zeitweise bis zu 40 Musikerinnen und Musiker in der Abtsberghalle, um einen ersten Gesamteindruck der Konzertstücke zu erspielen.

Es war eine gute Sache, denn spielerisch wie auch kameradschaftlich gelang sehr viel. Viele neue Musiker, von unseren Jungmusikern angefangen über junge Musikerinnen und Musiker, die endlich wieder eine musikalische Herausforderung haben und bestehen wollen bis zu unseren Musikerinnen aus den Erwachsenenbläserklassen der Musikschule Offenburg, die in unsere Musikkapelle eingetreten sind, haben von den intensiven, von Dirigent Johannes Kurz super geleiteten Probeeinheiten, viel profitiert und damit auch wir alle von der Musikkapelle Zell-Weierbach.

Wir freuen uns, dass Musikerinnen und Musiker aus anderen Musikkapellen bei uns hineinschnuppern, ihr Bestes geben, bei so viel Proben wie möglich da sind und somit ihre musikalische Erfahrungen erweitern und vergleichen können. Die Art, wie Johannes Kurz einstudiert, sein großes Hintergrundwissen über Komponisten und Arrangeure weitergibt und wie er sehr gut bildlich beschreiben kann, was diese an welcher Stelle mit der Musik was sagen wollen, begeistert alle und inspiriert die Musikanten.

Ein kleines Beispiel: Beim letzten Stück des Konzertabends vor der Pause, „Lord Tullamore“, kommen gleich die Pauken in den ersten Takten groß ins Rampenlicht. „Stell dir vor,“ ruft Johannes Kurz nach ganz hinten zu Tim Zimmer, unserem Paukisten in Alter von 15 Jahren, „das Stück ‚Lord Tullamore‘ spielt sich auf der irischen Insel ab. Hohe Wellen rollen unaufhaltsam vom Atlantik auf die Steilküste zu! Wie du jetzt spielst, sind das Wellen am Bodensee aber nicht wie an der irischen Atlantikküste. Hau rein auf die Pauken!“ Gesagt, getan! Das Resultat des Dirigenten ganz trocken: „Das waren vielleicht 70 % – ich will 100 % Wellengang hören!“ Nach mehreren Anläufen hat Tim unseren Dirigenten mit seiner Kraftanstrengung überzeugt. – Urteilen Sie doch selbst darüber an unserem Frühjahrskonzert am 7. Mai, wie gesagt, beim letzten Musikstück vor der Pause.

Genießen Sie aber auch in dieser Originalkomposition von Carl Wittrock seine eigene Vorstellung von irischer Volksmusik. In einer sehr abwechslungsreichen dreiteiligen Komposition von mitreißendem, inspirierendem irischen Folk zeigt uns der Komponist die fröhliche Seite mit brillanten technischen Passagen wie auch lyrische Momente der Ruhe und Gelassenheit. Glauben Sie uns, es wird ein Ohrwurm sein, der Sie in die Pause bei belegten Laugenstangen, verschiedenen Weinen, Bier und Sekt begleiten wird.

Bei der sinfonischen Suite über „Harry Potter und die Kammer des Schreckens“, einer der Lieblingsfilme von Dirigent Johannes Kurz, erklärt er uns eindringlich, was die einzelnen Musikszenen aus dem Harry Potter Buch darstellen sollen und wie sie zu spielen seien – geheimnisumwittert, Angst habend, schrecklich, Gefahr anbahnend, das Blut zu Eis erstarrend und aber auch wohlklingend und lieblich. Besonders das ganze Holzregister ist da gefordert, die geheimnisvollen Szenen zu untermalen und auszudeuten unter Verwendung von sehr sehr vielen schwarzen Noten. Gott sei Dank ist nur der erste der „schwarzen“ Takte so richtig riesig schnell zu spielen. Danach werden die Holzbläser mit viel üben die weiteren langen Passagen mit Sechzehntelnoten am Konzertabend zu meistern wissen. Interessant  und ausdrucksstark ist auch das, was das Blechregister in unterschiedlichen Besetzungen in dieser Harry Potter Geschichte zu sagen und darzustellen hat.

Dieses Wochenende ist nun das zweite, gleichlange Probenwochenende. Viel Glück den Musikerinnen, Musikern und dem Dirigenten!

Ihr Musikverein Zell-Weierbach