Herzlichen Dank für die vielen lobenden Worte über unser Konzert

Gleich nach dem Frühjahrskonzert oder in den Tagen danach haben wir Musikerinnen und Musiker wie auch Dirigent Johannes Kurz, sehr viele die Leistung anerkennende und wertschätzende Lobe gesagt bekommen. Viele der Konzertgäste haben es gehört, gefühlt und auch gesehen, dass dieses Frühjahrskonzert’24 ein Konzert mit sehr vielen Herausforderungen, auf für uns sehr hohem Niveau, war.

Es ist die Kunst eines Dirigenten, einen detaillierten Probeplan zu Beginn der Probeperiode aufzustellen mit nicht nur den möglichen und notwendigen Probetagen, sondern auch wann welche Stücke und Passagen einstudiert werden sollen. Johannes Kurz kennt uns ja mittlerweile so gut, dass er schon beim eingehenden Studieren der Partituren sofort die möglichen Hürden bei den einzelnen Registern oder Musikern erkennt. Und dann gibt es die kurze Zeit vor dem Konzert, wo er entscheiden muss, was bereits wird oder ist und wo noch der Hobel oder die Feile angesetzt werden soll, damit das Konzert zum Erfolg geführt wird. „Das wird schon!“, haben wir in der Schlussphase oft gehört. Für kleine Schwachstellen ist ja noch die Anspielprobe vor dem Konzert da. Und dann ist der Punkt gekommen, das Frühjahrskonzert: Oben an steht auf jeden Fall die eigene Überzeugung des Dirigenten, mit seine Fähigkeiten das Schiff erfolgreich um vielerlei Klippen leiten zu können und gleichauf ist wichtig, aus seiner eigenen Selbstsicherheit heraus diese Energie in die richtigen Worte, Gestik, Mimik und verständliches Dirigieren zu übersetzten, so dass das Orchester seine Vorstellung des Musikwerks überzeugend widergibt.

Wir dürfen wirklich stolz auf unseren Dirigenten Johannes Kurz sein, denn er kann es! Natürlich gibt es auch während des Konzerts kleine Unachtsamkeiten. Sie werden von ihm im wahrsten Sinne des Wortes echt „gemeistert“.

Gut gemacht haben es auch Hermann Siefert und seine Mannschaft mit vielen fleißigen und engagierten Helferinnen und Helfern. Herzlichen Dank Euch allen für das Engagement an den Theken, beim Einlass, an der Garderobe und im Hintergrund. Helfen und Musizieren geht nur gemeinsam und deshalb dürfen wir uns auch gemeinsam über den Erfolg und über zufriedene Konzertgäste riesig freuen.

Einen ganz besonderen Dank und die Ehrung hatte Heinz Schütz an diesem Konzertabend verdient und so wie er als Vollblutmusiker, natürlich aktiv in der Musikkapelle Zell-Weierbach auf der Konzertbühne und nicht auf einem Ehrenplatz im Publikum. Auch sein Lehrer, Manfred Lauinger (86), war wegen ihm gekommen. 60 Jahre Blasmusik – davon 50 Jahre in der Trachten- bzw. Musikkapelle Zell-Weierbach und davor 10 Jahre in der Stadtkapelle Offenburg – darüber könnte Heinz Schütz, wie wir ihn kennen, nicht nur ein Buch sondern mehrere schreiben, zumal er ja auch maßgebend bei den „Fidelen Ortenauer“, der Tanz- und Unterhaltungsband, mitspielte. Die „alten“ Musiker erinnern sich noch gerne daran, wie Heinz Schütz, Alois Geiler, Rudi Gegg und Gustl. Litterst manchmal nur den Bus wechselten oder noch kurz daheim waren, um mit uns irgendwo im Badischen um 10 Uhr bei einem Frühschoppenkonzert energiereich aufzutreten.

Heinz Schütz prägte auch als lustiger, animierender und witzebringender Ansager sehr, sehr viele Jahre das Gesicht der Musikkapelle Zell-Weierbach. Viele kamen auch extra wegen ihm zu unseren Auftritten. Heinz zeichnet auch eine Art Kameradschaft aus, die mitzieht. Ideen kund tut (auch im Verwaltungsrat) und sich selbst gerne in die Gemeinschaft einbringt. Heinz, wir sind froh und dankbar, mit Dir  50 Jahre musizieren, Deine zelebrierten Ansagen immer wieder aufs Neue kosten und Deine Kameradschaft erleben zu dürfen. Wir hoffen noch viele Jahre auf Dich!

Jule Allgeier, Klarinette, die Ralf Vollmer bei ihrem ersten Frühjahrskonzert in den Reihen der Musikkapelle willkommen hieß, hat in Heinz Schütz gleich ein motivierendes Beispiel an ihrer Seite beim gemeinsamen Foto. Und Jule ist sehr motiviert und spielt gerne in unserer Musikkapelle Zell-Weierbach und genießt auch unsere Kameradschaft. Jule, wir spielen gerne mit Dir zusammen. Viel Spaß und Freude beim Musizieren in unseren Reihen!

Ihr Musikverein Zell-Weierbach

Xxx555

Das Raumschiff „Abtsberghalle“ wieder sicher gelandet und mit tollen Eindrücken

Kurz nach 19 Uhr meinte eine Musikerin, die neugierig war: „Das sieht aber noch leer aus!“ Klar, schließlich mussten die Weltraumfahrgäste noch im Foyer für den Flug in die unendliche Weite ein Glas Prinz Offo-Sekt tanken.

Und dann öffneten sich die Schleusen zum Cockpit. Die Crew bahnte sich den Weg auf ihre Plätze bei großem, erwartungsvollem Beifall der etwa 340 Passagiere. Und wer alles dabei war! Mit Elli, mit 4 Jahren wohl die Jüngste, Tochter von Julio, unserem Musiker aus Mexiko, und Arthur Litterst, mit 98 Lenzen sicher der Älteste, waren fast 100 Jahre Menschsein in die musikalisch und weltallmäßig geschmückte Abtsberghalle gekommen. Nicht nur sie, auch unsere beiden Bläserklassen, in der ersten Reihe sitzend, und viele weitere Jugendliche waren neugierig auf unser „Weltallkonzert“. Auch viele ehemalige Musiker wie Josef Acker, Wolfgang und Franz Dufner, Vicky Ehrhard, Markus Deck und Michaela See und weitere waren zuhörend oder auch helfend an Bord.

Nach kurzer Begrüßung durch Ralf Vollmer, unserem Vorsitzenden, ist es leise geworden im Passagierraum. Guido Gnad, Werner Lohrer und Paul Meehan mit ihren Bässen legten die ersten Töne auf den Konzertteppich – satt, überzeugend und mit viel Selbstbewusstsein. Plötzlich, gefühlt nach einer kurzen Ewigkeit, steht er auf der Bühne vor der Crew, unser Kapitän Johannes Kurz und zieht die Aufmerksamkeit aller Musikerinnen und Musiker wie auch die Augen der Konzertbesucher auf sich. Ein Wink und die Trompeten signalisieren „Aufgepasst!“ und weisen auf die ersten Sonnenstrahlen am Horizont hin, die das ganze Orchester förmlich versucht zu greifen und nicht mehr loszulassen. Die Pauken, kräftig geschlagen von Matthias Demczak-Kropp, rufen allen zu: „Begreift, ein wunderbares Ereignis kommt auf Euch zu!“ Die Bassisten, unauffällig nacheinander Luft holend, lassen diese „Ursuppe“, die dunkle Nacht, weiterhin in die Ewigkeit gleiten. Das Spektakel wiederholt sich lautstärker bis beim dritten Mal die ganze Kraft der Musik die Sonne förmlich über den Horizont hebt und sie im Schlussakkord in vollem Glanz erstrahlen lässt – überwältigend, sagenhaft, dieses Werk „Sonnenaufgang“ von Richard Strauss aus „Also sprach Zarathustra“.

Obwohl im Gemeindeblatt gewarnt, alles Publikum war klatschlos und voll von Staunen, dass das Werk nach etwa eineinhalb Minuten mit diesem lautstarken Akkord zu Ende war – spannend dargeboten durch die Musikkapelle Zell-Weierbach. Nachdem die Überraschung „verdaut“ war, war das Klatschen wie ein Befreiungsschlag und umso überzeugender. Auch von der Bühne aus erlebt, war diese Stille, diese Überraschung nach dem letzten verklungenen Ton unbegreiflich, bisher unerlebt, irritierend – und dann, nach einer „Ewigkeit“, die Hände „schlugen sich“, die ungläubigen Minen der Musiker gehen in freudiges, erleichtertes Lächeln über. Der Anfang ist geschafft – und wie!

Wir wollen ganz besonders ein großes Dankeschön sagen an unsere beiden Vorsitzenden, Ralf Vollmer und Philipp Groß. Letzterer hatte das umfangreiche Organisatorische zu steuern und zu bewältigen. Speziell bedanken wir uns ganz herzlich  bei Johannes Kurz, der dieses gigantische Wagnis „mit dem Griff zu den Sternen“ mit uns eingegangen ist. Mit viel Mut und pädagogischem Vermögen hat er es verstanden, uns diese Musik „in unser Blut zu bringen“ und sie so gut als von uns vermögend, nach seinen großartigen Vorstellungen umzusetzen. Ein Nachbar von unserem Probelokal, der als Helfer mitwirkte, erzählte, dass es für ihn spannend war, bei den Proben mit den Ohren dabei zu sein: „Die ersten Proben waren „nebulös“, aber dann konnte er mehr und mehr miterleben, was es werden sollte.“ Danke für die nachbarschaftliche Geduld und das Kompliment.

Unseren Dank sprechen wir auch gegenüber unseren Musikerinnen und Musikern und auch allen, die immer wieder gerne mit uns spielen und bekunden, dass sie das nächste Mal gerne wieder dabei sein wollen. Unter den Besuchern war auch eine Musikerin, die es schon beim Zuhören in den Saxofonfingern „gejuckt“ hat. Wir freuen uns auch, wenn unsere derzeit „krankgeschriebenen“ Musiker wieder in unseren Reihen jubilieren. Bis bald!

Ihr Musikverein Zell-Weierbach

Bitte einsteigen in das Weltraumschiff „Abtsberghalle“

An diesem Samstag, 4. Mai, ist das Raumschiff „Abtsberghalle“ startbereit für den Ausflug „in den Weltraum und seine unendlichen Weiten“. Einlass in die Abtsberghalle ist ab 18.30 Uhr. Bestimmt bemerken Sie gleich, das Foyer der Abtsberghalle erscheint in ganz anderer (Atmo-)Spähre. Die Sonne im Mittelpunkt – anders als in der Antike – umgibt sich mit ihren Planeten. Gönnen Sie sich im Foyer noch das Glas Prinz Offo-Sekt, das im Eintritt inbegriffen ist und bedienen Sie sich dabei Ihre Wiedererkennungsgabe – wer ist welcher? Snacks und weitere Getränke bietet das Sekt Team dabei an.

Dann heißt es so langsam „Nehmen Sie bitte Platz – das Raumschiff startet in wenigen Minuten.“ Dem einen oder anderen kommt ein „Oh“ oder „Ah“ über die Lippen beim Eintreten in das Raumschiff. Haben Katrin Schröder, Marion Ehrhard und Andreas Königer es doch mit wenigen Mitteln geschafft, den soliden Saal der Abtsberghalle in Raumschifffeeling zu verwandeln! Mit dabei ist auch die Fa. WTO aus Ohlsbach, die die Kartonage für das Raumschiff spendete.

Die Mannschaft der Musikerinnen und Musiker besteigt das Cockpit – prüft noch schnell, ob alles parat liegt – die Raumfahrtgäste werden stiller und stiller und schauen gespannt auf die Mannschaft, die Ihnen entspannt zulächelt. Plötzlich, aus dem Nichts kommt das Grummeln der „Ursuppe“ der Tuba Bläser in die Sitzreihen „gewabert“ – doch wo ist der Kapitän des Weltraumschiffes? Nach vier unendlich langen Takten steht er an seinem Platz, unser Dirigent Johannes Kurz – hebt die Hände und gibt den Einsatz an die Trompeten – der großartige Sonnenaufgang beginnt. Zunächst ganz leise, langsam, fanfarenmäßig, dann „zieht“ das Orchester die Sonne „förmlich hoch“ und die Pauken künden lautstark allen den Sonnenaufgang an. Das wiederholt sich mit immer mehr Kraft bis im Takt 21 das ganze Orchester durch einen fulminanten Akkord, nach 120 Sekunden Spielzeit, die Sonne, imposant am Firmament stehend, zeigt.

Nach diesem grandiosen Start fliegen wir ins All und lassen uns den Durchgang der Venus vor der gleisenden Sonne (von Carlos Marquez) nicht entgehen. Danach schwenken wir zu „Jupiter“ aus der Planeten-Suite von Gustav Holst und lassen uns von Jupiter, dem Bringer der Freude, mit vielseitigen Melodien beeindrucken.

Und dann kommt’s – wohl mehr Zufall als geplant: Wir präsentieren am 4. Mai, am internationalen Star Wars Tag, der seit mindestens 2011 groß gefeiert wird, „Star Wars Saga“ von John William nach dem sehr eindrucksvollen Arrangement von Johan de Mej. Weshalb wird gerade am 4. Mai gefeiert? Das ist ein Wortspiel im Englischen. „May the fourth“ Datum) klingt ähnlich wie „May the forth (be with you)” („Es möge die Macht mit dir sein“), dem legendären Satz aus fast allen Star Wars Filmen. Aufgepasst – Johannes Kurz, der diese Filme liebt, wird sicherlich einen Gag dazu parat haben!

Im Wesentlichen handelt Star Wars vom ständig andauernden Kampf zwischen Gut und Böse. Dieser Kampf spielt sich „vor langer Zeit“ in einer „weit, weit entfernten Galaxie“ ab und gilt deshalb als moderne Version eines Märchens oder einer Kunstsage. Auch die Charaktere stellen Archetypen aus Märchen, Heldensage und Fantasie dar. Als Beispiele dafür seien Darth Vader der schwarze Ritter und Imperator als böser König bzw. Hexer und dem gegenüber Luke Skywalker als klassischer Held, genannt.

Nach einer Stärkungspause mit Getränken und Snacks huldigen wir dem Marsch „Stars and Stripes Forever“ (Sternenbannermarsch) von John Philipp Sousa ehe wir wieder abheben und uns „Star Trek through the Generations“ widmen. Auf dem Rückweg zur Erde besuchen wir noch den Mond und genießen Highlights aus der Operette „Frau Luna“ von Paul Lincke.

Unserem Heinz Schütz am Bariton und an der E-Gitarre wollen wir im Rahmen des Konzerts für 60 Jahre aktiver Musiker Danke sagen und ihn ehren.

Im Anschluss an das Frühjahrskonzert lädt der Musikverein Zell-Weierbach alle Konzertbesucherinnen und Konzertbesucher zum Verweilen bei Bewirtung ein.

Kurzentschlossene können sich noch Vorverkaufskarten (8 €) bis Samstag um 16 Uhr telefonisch unter 0781 38910 hinterlegen lassen. Bis 18 Jahre haben alle freien Eintritt.

Kommen Sie mit auf diese Reise in unendliche Weiten des Weltraums. Freuen Sie sich auf vielseitige musikalische Höhepunkte, die für jeden etwas bieten und freuen Sie sich auf eine Abtsberghalle, die zum Raumschiff avanciert.

Ihr Musikverein Zell-Weierbach

„Jupiter“ – Bringer der Freude – ein Highlight bei unserem Frühjahrskonzerts

Gustav Theodore Holst (1874 – 1934), der Komponist von der Orchestersuite „Die Planeten“, darin der Satz „Jupiter“, gilt als einer der bedeutendsten englischen Komponisten. Väterlicherseits stammt er aus einer deutschbaltischen Familie und hieß ursprünglich „von“ Holst. Sein Vater, Pianist und Klavierlehrer, ließ sich in England nieder und heiratete dort 1871 eine seiner Schülerinnen. Zu Zeiten vor und während des 1. Weltkrieges führte der englische Argwohn und Hass gegenüber den Deutschen zu deren Entlassungen. Auch Gustav Holst wurde sehr argwöhnisch beäugt. Deshalb ließ er dann das „von“ im Familiennamen streichen und engagierte sich sehr für England als vaterländischer Komponist. Eine Nervenentzündung beendete abrupt seine Karriere als Pianist und Berichten zufolge  konnte  er nur komponieren (schreiben), indem er eine Feder an seinen Zeigefinger knüpfte oder Schüler und Freunde das Aufschreiben übernahmen. Trotz Asthma musste er vor seinem „Planeten-Erfolg“ den Familienunterhalt mit der Posaune in einem schottischen Orchester und durch Unterricht in einer Mädchenschule verdienen. Dort, in einem eigens für einen Flügel schalldicht gebauten Anbau, konnte er übers Wochenende gut komponieren – warum, etwas später.

Als Gustav Holst im Jahre 1913 mit Freunden Urlaub auf Mallorca machte, entwickelte er ein starkes Interesse für Astrologie und begann Horoskope für Freunde zu erstellen. Inspiriert von der Astrologie, beschäftigte sich Holst von 1914 bis 1916 mit dem Komponieren der siebensätzigen Orchestersuite für großes Orchester „Die Planeten“ – also mit den damals bekannten 7 Planeten (außer der Erde) unseres Sonnensystems. Pluto war zwar längst rechnerisch aber sichtlich erst 4 Jahre vor Gustav Holst‘s Tod entdeckt worden.

Gustav Holst hatte 1912 Gelegenheit, in London Konzerte zu besuchen, u. a. mit Strawinsky und Arnold Schönberg (12-Ton-Musik) und deren Modernität in der Musik. Schönbergs Musik wurde vom Publikum zunächst mit Gelächter quittiert. Auch Holst machte sich mit kleinen Kompositionen über Schönbergs Moderne Schule der Musik lustig – hegte aber im Innern tiefen Respekt vor der neuen Musik. – Die neue Musik „war mit ihm schwanger geworden“ und 1914, als er mit der Arbeit an der Suite „The Planets“ (Arbeitstitel: „Sieben Stücke für großes Orchester“ analog Schönbergs „Fünf Orchesterstücke“) begann, formte sich durch Versuchen, Probieren und Wagen langsam sein eigener Stil für Musik für große Orchester. Vermutlich – und jetzt kommt’s – war Gustav Holst glücklich, dafür einen schalldichten Raum zu haben, denn das Ohr und das Verständnis für einen Bruch in der Musik waren noch nicht gegeben.

Sicherlich hat Gustav Holst lange gegrübelt und sehr viele Gedanken bei der Schaffung dieses Werkes verloren. Er wollte ja keine Musik kreieren, die die Planeten klangmalerisch widergeben, sondern, ausgehend von seinem mittlerweile großen Wissen und Verständnis über Astrologie, seine Vorstellung, dass jeder Planet „seine“ spezifischen Strahlungen des Einflusses auf die Erde und die Menschheit abwirft, in Musik setzen. Dabei war Gustav Holst besonders die psychologischen Wirkungen jedes einzelnen Planeten auf die Menschen wichtig.

Der 4. Satz aus „Die Planeten“, den wir im Konzert unter unserem und durch unseren Konzertmeister Johannes Kurz interpretieren, ist dem Planeten Jupiter gewidmet. Jupiter, Bringer der Freude, ist einer der meist gespielten Sätze aus der Planeten-Suite. Das ohrschmeichelnde Hauptthema ist gerade Mal 4 Takte lang und wird mit vielen großartigen Melodien umkreist. Ein Kenner meinte: „Der „Jupiter-Satz“ ist ein ungeniertes Fest des Lebens, des Glücks und der Hoffnung in einer Vielzahl von Melodien“ und erinnert an die Freuden eines gut verbrachten Tages. Die ins Ohr gehende einfallsreiche Orchestrierung des Satzes verstärkt den guten, warmen Eindruck noch mehr.

Freuen Sie sich bei unserem Frühjahrskonzert am Samstag, 4. Mai, in der Abtsberghalle auf 8 Minuten Musik mit einem Treiben, das mit all seinen Akzenten wie eine musikalische Party wirkt.

Dafür gibt es im Vorverkauf Eintrittskarten (inklusiv einem Glas Prinz Offo) zu 8 € (bzw. 4 € für Schüler, Studenten und Personen mit Schwerbehindertenausweis) bei: Blüten mit Stil, Tanja Franz, Leimental, der Postagentur Konstanzer, Weinstraße, dem Rebland Café und dem Beratungscenter Oststadt der Volksbank e. G. – Die Gestalterbank (Moltkestraße).

Bis 18 Jahre haben alle freien Eintritt.

Ihr Musikverein Zell-Weierbach

Das erste Probenwochenende brachte der Musikkapelle sehr viel

Am vergangenen Wochenende – von Freitag bis Montagabend – stand das erste von zwei Probenwochenenden an. Nachdem über Ostern verständlicherweise wenig geübt worden ist, war dieses lange Probenwochenende für die meisten ansatztechnisch eine gute Herausforderung und  das viele Konzentrieren war harte Arbeit für das Gehirn. Nicht umsonst freuten sich die Musikerinnen und Musiker auf das „Nachproben“ bei Spezi, Bier oder Wein und Knabbereien, denn wissenschaftlich ist erwiesen, dass Denkarbeit etwa 20 % des täglichen Energieverbrauchs „auffrisst“.

Am Freitag und den ganzen Samstag lang ging es ums Einstudieren von schwierigen Phrasen und um Überleitungen von einem Tempo in ein anderes. Aber als erstes legte uns unser Dirigent, Johannes Kurz, ein letztes Stück für unser Frühjahrskonzert am 4. Mai vor, nämlich „Also sprach Zarathustra“. Verwundert hat es unseren Dirigenten, dass das Arrangement schon seit Monaten vergriffen sei und er immer wieder vertröstet worden ist. Dabei handelt es sich wohl um das kürzeste Stück, das wir je in einem der 54 Jahreskonzerte auf die Bühne gebracht haben. Es ist aber Johannes Kurz’s Wille, dies 2024 zu spielen und so brachte er die Noten aus „Also sprach Zarathustra“ in Nachtarbeit selbst aufs Papier. Dieser „Sonnenaufgang“ oder „Fanfare“ aus Richard Strauss’s Feder sieht notenmäßig nicht schwer aus, ist keine „Schwarze Messe“ wie in manch anderen Stücken zu ahnen und zu sehen ist. Aber langsam im Takt und lange Töne stimmend und in Harmonie von einem Orchester zu spielen, ist wesentlich anspruchsvoller als schnelle Läufe, die im „Orchestergetümmel“ kaum durchschallen. Dieses kurze Stück stellt also etliche Herausforderungen an alle Musikerinnen und Musiker. Das Ergebnis soll sein, Sie beim abendlichen Frühjahrskonzert einen wunderschönen, imposanten Sonnenaufgang erleben zu lassen.

Auch die sechs weiteren Früjahrskonzertwerke haben viele Klippen, Tücken und manch Fingerflitzen für alle Register. Ungewohnte Rhythmen wollen zuerst richtig erfasst sein – der Bleistift ist dabei ein gutes Hilfsmittel, um Takte zu kennzeichnen, Viertel zu sortieren und um Notizen zu schreiben, z. B. „rausschauen“. Johannes Kurz geht da mit vorbildlichem Beispiel voran und scheibt sich sehr viele Infos in die Partituren. Auch ungewohnte Tonfolgen oder Notensprünge wollen nicht gleich in den Kopf oder in die Finger gehen. Natürlich hört und spürt das unser Dirigent. Phrasen und Passagen übt er dann mit einzelnen Registern und in Gruppen, um die mechanische Spielweise und die Ausdrucksform des Spielens einzuüben. Johannes Kurz gibt gerne Tricks und Erleichterungstipps fürs Spielen weiter, die wahre Hilfen sind.

Am Sonntagmorgen haben wir mit der Musikkapelle Zell-Weierbach zunächst „Feuerwehr“ beim Weißen Sonntag der zahlreichen Kommunionkinder gespielt. Ganz kurzfristig erfuhren wir über das Pfarrgemeindeteam, dass die Musikkapelle Fessenbach ihr Probenwochenende auf einer Hütte durchführt und ob wir die Kommunionkinder zur Kirche musikalisch begleiten könnten. Wir haben es getan. Es hat bei einem solch tollen Wetter Spaß gemacht, den Kommunionkindern und ihren Eltern eine Freude zu machen.

Aber danach haben wir unsere Sonntagsprobe bis 13 Uhr verlängert und dabei das bisher Einstudierte „überprüft“. Noch nicht alles blieb „richtig hängen“. Aber wir haben noch einige Tage, um die Noten „unters Kopfkissen zu legen“. Ein weiteres Probenwochende ist nächste  Woche. Johannes Kurz konnte viel Fortschritt feststellen und ist überzeugt: „Das wird bis zum 4. Mai um 19.30 Uhr in der Abtsberghalle!“

Und dafür gibt es im Vorverkauf Eintrittskarten (inklusiv einem Glas Prinz Offo) zu 8 € (bzw. 4 € für Schüler, Studenten und Personen mit Schwerbehindertenausweis) bei: Blüten mit Stil, Tanja Franz, Leimental, der Postagentur Konstanzer, Weinstraße, dem Rebland Café und dem Beratungscenter Oststadt der Volksbank e. G. – Die Gestalterbank (Moltkestraße).

Bis 18 Jahre haben alle freien Eintritt.

Ihr Musikverein Zell-Weierbach

Eine Ostergeschenkidee: Eintrittskarten für unser Frühjahrskonzert am 4. Mai

Blüten mit Stil, Tanja Franz, Leimental, Die Postagentur Konstanzer, Weinstraße, das Rebland Café und das Beratungscenter Oststadt der Volksbank e. G. – Die Gestalterbank (Moltkestraße) verfügen über Eintrittskarten zu 8 Euro und für Schüler, Studenten und Personen mit Schwerbehindertenausweis zu 4 Euro im Vorverkauf. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Eintrittskarten als Ostergeschenk mit Musik für die Lieben erwerben. Wir sind uns sicher, im Frühjahrskonzertstrauß ist bestimmt für jeden etwas Gehaltvolles dabei, egal ob Marsch, Operette oder „Sternenmusik“. Ein Glas Prinz Offo ist traditionell immer inklusiv. Alle unter 18 Jahre haben übrigens bei uns freien Eintritt.

Mit „The Transit of Venus” werden wir am Samstag, 4. Mai in der Abtsberghalle eine Originalkomposition vom Portugiesen Carlos Marques auf die Bühne bringen. Marques, Jahrgang 1973, begann mit 10 Jahren am Konservatorium Trompete zu studieren und besuchte später noch die Fächer Komposition, Musiktheorie, Geschichte und Dirigieren. Einige seiner zahlreichen Kompositionen wurden als Pflichtstücke für Musikwettbewerbe in Europa ausgewählt.

Carlos Marques hat sich von der Venuspassage vom 8. Juni 2004 zum Kompositionswerk „The Transit of Venus” inspirieren lassen. Für diese symphonische Dichtung hat er drei Themenbereiche verwendet: Die Venus – eingebettet zwischen Merkur und Erde in Richtung Sonne – als einer der 8 um unsere Sonne kreisenden Planeten, die Ausstrahlungskraft (Vornehmheit) des Planeten Venus und die Großartigkeit des systemischen Geschehens im Weltraum.

Als Venus-Transit (Venusdurchgang/Venuspassage) bezeichnet die Wissenschaft ein Vorbeiziehen des Planeten Venus vor der Sonne – d. h. ein scheinbar kleinerer Himmelskörper (Venus) zieht vor einem anderen (Sonne) vorbei und bedeckt diesen dabei nur teilweise (als kleinen Punkt).

Dieses Phänomen kann von der Erde aus beobachtet werden, wenn die Venus sich an der Sonne vorbeischiebt. Zum Verständnis: Die Venus hat einen Durchmesser von 12.104 km (die Erde 12.756 km) und die Sonne einen von etwa 1.400.000 km. Die Venus hat eine Umlaufzeit um die Sonne von 225 Erdentagen. Die Umlaufbahn der Venus hat eine Neigung  on 3,39 ° gegenüber der der Erde mit der Folge, dass sie von uns aus gesehen i. d. R. über oder unter der Sonne vorbeizieht und keine Abbildung auf der Sonne passiert.

Die zeitliche Abfolge der Venustransite hat System und wiederholt sich in der Regel alle 243 Jahre. Im Juni 2004 und 2012 ereignete sich das astronomische Jahrhunderterereignis als sogenannter Paar Transit (immer 8 Jahre Abstand) zum letzten Mal. Der nächste Venus Transit wird wieder ein Paar Transit sein und zwar im Dezember 2117 und 2125, wobei wir in Europa nur den letzteren werden beobachten können. Danach dauert es wieder 121,5 Jahre (2247 und 2255), bis zum nächsten Jahrhundertspektakel.

Bereits in alter Zeit kannten indische, griechische, ägyptische und chinesische Beobachter die Venus. Aber erst dem deutsche Astronom Johannes Keppler (1571 – 1630) gelang es aufgrund der mittlerweile vorhandenen wissenschaftlichen Erkenntnisse den Venustransit vom Dezember 1631 hinreichend genau vorauszuberechnen.

Warten Sie nicht bis zum Jahre 2125 – erleben Sie den Venus Transit mit uns am 4. Mai in der Abtsberghalle aus Sicht des Komponisten Carlos Marques.

Wir wünschen Ihnen Frohe und gesegnete Ostern.

Ihr Musikverein Zell-Weierbach

Der Sternenbannermarsch ertönt beim Frühjahrskonzert am 4. Mai

Die Älteren kennen den Marsch „The Stars and Stripes forever“ aus unserer Sauter-Ära. Wenn er bei den legendären Frühschoppenkonzerten nicht kommen wollte, tönte lautstark aus den voll besetzten Festzelten „Sternenbannermarsch!“. Nun hat ihn unser Dirigent Johannes Kurz im Zusammenhang mit unserem diesjährigen Motto „Der Weltraum und seine unendlichen Weiten“ aufs Programm unseres Frühjahrskonzerts gesetzt, ist die USA doch eine der führendsten Weltraumnationen.

Wie kam es zum Marsch „The Stars and Stripes forever“?

Der Komponist John Philip Sousa (1854 – 1932), ein geschätzter US-amerikanischer Band Leader und Komponist von 136 Militärmärschen (und von vielen weiteren Arten wie Operetten, Lieder, Walzer und Suiten) wuchs als Sohn eines eingewanderten portugiesischen Vaters und einer bayerischen Mutter in Washington D.C. auf. Mit 6 Jahren erlernte er das Spielen der Violine und später gesellten sich verschiedene Militärband-Instrumente dazu. Mit 13 (1867) spielte er, wie sein Vater, als Posaunist in Orchestern. Bereits 1868 meldete sich John Philip Sousa beim US-Marine-Corps an und heuerte  als „Musiklehrling“ in der Marine Band an, um weitere Instrumente erlernen und um Harmonie- und Musiktheorie studieren zu können. Später nahm er Engagements als Orchestergeiger und als Dirigent an und begann zu komponieren.

Am 1. Oktober 1880 nahm er Als 26-jähriger Musiker und Komponist die Herausforderung an, die Leitung der United States Marine Corp Band zu übernehmen. Von seinem ersten Arbeitstag an krempelte John Philip Sousa die Ausrichtung der Gruppe radikal um und warf alte Standards über Bord, führte neue Bearbeitungen populärer Musik ein und schuf Originalkompositionen. Mit ihrem modernen Sound entwickelte sich die Militäreinheit schnell zum führenden Musikensemble der Nation.

 Auf der Suche nach neuen Herausforderungen kündigte Sousa 1892 seinen Posten bei den Marines und schloss sich mit David Blakely zusammen, einem ehemaligen Zeitungsreporter und Politiker, der zum Unterhaltungspromotor wurde, um die Sousa Band zu gründen. Aufbauend auf der explodierenden Schallplattenindustrie, landete Sousa’s Band eine Reihe von Hits, darunter den äußerst beliebten „El Capitan March“ und den „Washington Post March“ und verkaufte gleichzeitig Konzerte von Küste zu Küste. Dank dieses Erfolgs und Blakelys unermüdlichem Marketing wurde das Image des bärtigen Bandleaders zu einem der bekanntesten in Amerika. Aber die Anforderungen des Ruhmes und der unablässigen Reisetätigkeit der Band forderten jedoch einen so hohen Tribut, dass Sousa 1885 seinen Taktstock an Blakely übergab und abtrat.

Während die Sousa Band weiter tourte und Aufnahmen machte, ging John Philip Sousa nach Europa, um sich im Kreise seiner Familie zu erholen und die Zeit zu genießen. Doch am 8. November 1896 wurden Sousas Glückseligkeit und Erleichterung durch ein einziges Telegramm zunichte gemacht. Am Tag zuvor war David Blakely tot in seinem Büro aufgefunden worden. Erschüttert über den Tod seines Freundes und Partners beschloss Sousa, sofort in die USA zurückzukehren.

Sousa buchte eine Passage auf der Teutonic. Tag und Nacht verfolgten ihn die Vision des immer enthusiastischen Blakely, dass Amerika trotz all seiner Schwächen ein leuchtender Stern für die Welt war und dass es Glück sei, in den Vereinigten Staaten geboren zu sein. Es begann eine elementare Melodie in Sousas Kopf zu spielen. „Während der ganzen angespannten Reise“, schrieb Sousa später, „spielte diese imaginäre Band in meinem Kopf immer wieder dieselben Themen, indem sie die deutlichste Melodie wiederholte und wiederholte“. Angekommen, schrieb er gleich die Partitur für den neuen Marsch. Sousa kehrte zu seiner Band zurück und versicherte: „Die Show geht weiter.“ Weil immer mehr Menschen nach dem Liedtext des neuen Marsches fragten, verfasste der Kapellmeister einen Text für seine neueste Marschmelodie und nannte die Hymne „The Stars and Stripes forever“. Die Strophen drehten sich um die Nation als strahlendes Licht der Freiheit, als Land, das Hoffnung für die verzweifelten und unterdrückten Massen der Welt verspricht und ein Land, in dem der einfache Mensch Gerechtigkeit erwarten kann und erfährt. 1897 wurde der Marsch unter seiner Leitung aufgenommen. Bei den Auftritten vor ausverkauften Häusern setzte Direktor Sousa seinen neuen Marsch als triumphalen Abschluss eines jeden Konzerts ein.

The Stars and Stripes forever wurde am 11. Dezember 1987 von US-Präsident Ronald Reagan auf Beschluss des Kongresses zum amerikanischen Nationalmarsch erklärt.

Wir spielen den Sternenbannermarsch in einem dem Original von Sousa sehr nahem Arrangement von Brion/Schissel – ein hörenswerter Marsch und für uns Musikerinnen und Musiker eine Herausforderung in der Interpretation unseres Dirigenten Johannes Kurz.

Ihr Musikverein Zell-Weierbach

Unser Frühjahrskonzert am 4. Mai nimmt Gestalt an

Am letzten Freitag nach der Probe resümierte unser Dirigent Johannes Kurz: „Jetzt kann ich schon gut die Melodien bei den einzelnen Stücken heraushören. Das wird bis zum 4. Mai!“ Wir werden auch zwei Probenwochenenden durchführen, um noch intensiver auf die einzelnen sehr herausfordernden Notenpartien und insgesamt auf die Musikstücke eingehen zu können.

Anfang Januar haben wir die wichtigsten Musikstücke unseres diesjährigen Frühjahrskonzerts in Händen gehabt. In der ersten Musikprobe stellte Johannes Kurz das Motto des Frühjahrskonzerts vor: „Der Weltraum und seine unendlichen Weiten“

Bereits in der Jahreshauptversammlung Ende Januar ging Johannes Kurz darauf ein und erzählte den anwesenden Vereinsmitgliedern: „Auch wenn es auf den ersten Blick schwierig erscheint, mit Musik, die sich dem Weltraum widmet, ein abwechslungsreiches Programm zu gestalten, ist dies mit sehr vielen für die Blasmusik typischen Stile vom klassischen Marsch bis hin zur anspruchsvollen Programmmusik mit der heutigen Blasmusikliteratur möglich.“ Ja, dies ist Johannes Kurz – und das spüren wir Musikerinnen und Musiker nach zwei Monaten des Probens und Übens – sehr gut gelungen.

Lassen Sie sich am 4. Mai bei uns in der Abtsberghalle zu einem Weltraumspaziergang der musikalischen Art  einladen. Seine Höhepunkte im Frühjahrskonzert sind für Dirigent Johannes Kurz die Filmmusik zu den Star Wars Filmen im Medley „Star Wars Saga“ und die symphonische Dichtung „Jupiter“ aus der Suite „Die Planeten“ von Gustav Holst.

Es ist einfach super gut und spannend, wie Johannes Kurz unsere Proben gestaltet. Er bereitet sich intensiv auf jede Probe vor und legt dabei fest, welche Takte, Partien oder Abschnitte eines Stückes er in der Probe mit uns vornehmen will und wie lange das etwa jeweils dauern wird. Mit seinem Wissen weiß er, was er alles in eine zweistündige Probe einplanen kann und was er in der jeweiligen Probe wie einstudieren möchte unter Berücksichtigung, wer gemäß der Anmeldung im „Konzertmeister“ wohl anwesend sein wird. Johannes Kurz studiert die einzelnen Partituren sehr intensiv und erkennt dabei an den Noten der einzelnen Stimmen, an welchen Stellen wohl Schwierigkeiten bei den einzelnen Musikerinnen und Musikern auftreten könnten. Dabei lernt er die Partituren auswendig und hat dann die Noten aller Register im Kopf und nicht nur die, sondern auch alle weiteren Zeichen und Hinweise in den Stücken.

Noten auf Papier sind für unseren Dirigenten von gestern. Er scannt die Partituren ein und verfolgt die Partiturseiten auf seinem Tablet und nicht nur dies, er macht sich z. B. darauf auch Notizen, unter anderem, wem oder welchem Register er das Zeichen zum Einsetzen geben wird. Wir Musiker sind technisch noch nicht so weit, aber in anderen Musikkapellen wird dies bereits von Musikern teilweise praktiziert.

Filme schauen und die Filmmusik eingehend anhören und analysieren, das muss bestimmt eines von vielen Hobbies von Johannes Kurz sein. Denn er kennt sich bei den Filmmusiken – und nicht nur da – sehr gut aus. Als Beispiel seien die Filmmusiken zu den Star Wars Filmen angeführt. Unser Dirigent erzählt gerne, was bei den einzelnen Melodien in den Filmen, die in unserem Medley „Star Wars Saga“ Eingang gefunden haben, so passiert und wie er die entsprechenden Passagen gerne gespielt haben will. Und schon klingt alles eindrucksvoller und lebendiger.

Freuen Sie sich auf unser anspruchsvolles und abwechslungsreiches Frühjahrskonzert am 4. Mai in der Abtsberghalle. Die Eintrittskarten sind schon in Druck gegeben und können dann als Ostergeschenkidee schon rechtzeitig verschenkt werden. Wir sagen noch wo und ab wann. Ihr Musikverein Zell-Weierbach

Jule an der Klarinette peilt schon das silberne Jungmusikerleistungsabzeichen an

Jule Allgeier, ein aufgeweckter Teenager, erlernt seit 2,5 Jahren das Spielen der Klarinette und mit viel Erfolg, Elan und Ehrgeiz, wie wir meinen. Zunächst hatte Jule, wie viele, mit der Blockflöte bei Dagmar Reister begonnen. Dazu kam für 5 Jahre noch das Keyboard. Das Üben dafür hat sie zugunsten ihres neuen Hauptinstrumentes, der Klarinette, aufgegeben. Denn sie wechselte in das Schillergymnasium in den Musikzug, wo das Einzel- und Zusammenspiel sowie Chorgesang herausragende Merkmale sind.

Musik in Theorie und Praxis interessiert sie sehr, sagt Jule und weiter: „wir haben auch schon die Partitur des Satzes „Jupiter“ aus der Suite „Die Planeten“ von Gustav Holst, den wir beim diesjährigen Frühjahrskonzert aufführen werden, durchgearbeitet. Das hilft mir jetzt ganz viel beim Üben meiner Stimme im Klarinettenregister der Musikkapelle Zell-Weierbach.“

Wie kam Jule auf die Klarinette? „Ich habe die Klarinette eher durch Zufall entdeckt und zu meinem Instrument erkoren. Das war so: Meine ältere Schwester und meine Mutter nahmen mich zum Schnuppertag des Musikvereins Zell-Weierbach mit. Während meine Schwester mit der Mutter die Instrumentenstationen besuchte, hat mich ein Musiker gefragt, ob ich nicht auch Instrumente ausprobieren wolle. Natürlich, denn neugierig bin ich auf jeden Fall. So probierte ich auch die Klarinette aus und wusste gleich: Das ist es! Mit 13 Jahren schließlich ging ich über den Musikverein zur Musikschule Offenburg. Vor knapp einem Jahr wechselte ich zum Klarinettenlehrer, Herrn Raus, bei dem es mir sehr gefällt.“

Kurz darauf stand im Musikzug des Schillers der Vorspielabend vor Eltern und Lehrern an. Jule bat H. Raus um Hilfe bei der Auswahl eines geeigneten Stückes. Gewitzt ergriff der Pädagoge die Gelegenheit beim Schopf und  übergab ihr das Musikstück „Nr. 12“. „Ein schönes Lied in Moll“, erzählt Jule. Es gefiel ihr sehr und sie übte fleißig für den Auftritt. Gleich danach meinte Lehrer Raus: „Wenn du das Stück schon so gut spielen kannst, dann mache doch die Prüfung zum Jungmusikerleistungsabzeichen in Bronze im November.“ Ohne Zögern ging Jule darauf ein. Sie bekam noch vier weitere Auswahlstücke zur Prüfungsvorbereitung dazu.

Fünf Monate lang arbeitete Jule an den Stücken mit ihrem Klarinettenlehrer. Auch ihr Opa, Trompetenlehre, feilte mit ihr an den Vorspielstücken und auch Mutter Silke war mit Rat dabei.

Der Prüfungstag kam. Jule wählte ihr Lieblingsstück, „Nr. 12“ und die Jury eine Bourrée als Vorspielstücke aus. „Leichtes Lampenfieber“ gesteht Jule, „hatte ich schon – aber ich habe mich auf die Erfahrung aus der Prüfung zum Juniormusikabzeichen und dem Vorspielabend besonnen. Es lief sehr gut. Die Tonleitern waren kein Problem und Dank des Musikzuges war das Bestehen der Musiktheorie ein Leichtes. Ich bin stolz, nach zwei Jahren Ausbildung an der Klarinette das Jungmusikerleistungsabzeichen in Bronze bestanden zu haben. Im November will ich das Leistungsabzeichen in Silber machen!“ Katrin Schröder und Sabine Meehan, unser Jugendteam, überreichten die Nadel und Urkunde und wünschten Jule viel Spaß und Erfolg in der Musikkapelle und bei der Vorbereitung des nächsten Zieles.

Jule ist seit der bestandenen Prüfung im November in der Musikkapelle Zell-Weierbach. Wie sie selbst sagt, ist sie sehr gut aufgenommen und integriert worden. Die drei Jungs und Lara haben Jule auch gleich in ihre Clique aufgenommen. Jule schätzt die nette, lockere Runde nach den Proben und hat bereits viele Feste im Kreis der Musikkameraden erlebt und auch beim Reblandtreffen mitgearbeitet.

Wir alle sind stolz auf Jule und darauf, wie schnell und selbstverständlich sie sich in unseren Musikerkreis integriert.

Jule, wir wünschen Dir zu Deinem 16. Geburtstag nächste Woche das Allerbeste. Mögen ganz viele Deiner Träume mit der Zeit in Erfüllung gehen.

Zufrieden schauten nach dem Gedenkgottesdienst am letzten Sonntag Dekan Matthias Bürkle, Johannes Kurz und die Musikerinnen und Musiker drein. Sowohl die Lieder wie auch die Instrumentalstücke waren für den Gottesdienst in der Fastenzeit gut ausgewählt und passend. Dekan Matthias Bürkle ging in seiner Predigt auf die 10 Gebote und speziell auf das 6. Gebot „Du sollst nicht ehebrechen“, ein. Dieses Gebot war zum Schutz der Ehe (Teue) gedacht und nicht, um den Menschen negative Vorschriften (Verbote) aufzudrücken, wie es die Kirche sehr lange getan hat. Auch Jesus macht keine diesbezüglichen Vorhaltungen. Er hilft den Menschen und ist für sie da, ist das Fazit der Predigt von Dekan Matthias Bürkle. Somit war das Schlussstück „Eternal Promise“ (Ewiges Versprechen) eine Unterstreichung des Guten und Dauerhaften einer (ehelichen) Verbindung und war vom Komponisten bewusst als Hochzeitsmarsch für seine Freunde geschrieben worden – zum Anfang eines dauernden Versprechens.

Ihr Musikverein Zell-Weierbach

Am Sonntag ist Gedenkgottesdienst des Musikvereins Zell-Weierbach

An diesem Sonntag, 3. März, gedenkt der Musikverein Zell-Weierbach seiner verstorbenen Vereinsmitglieder, die seit dem Kirchenkonzert vom Oktober 2022 verstorben sind, im Gedenkgottesdienst in der Weingartenkirche um 9 Uhr. Zelebrant wird Dekan Matthias Bürkle sein.

Die Musikkapelle Zell-Weierbach hat sich musikalisch auf die Gottesdienstgestaltung in den letzten Proben vorbereitet. Gesanglich wurden alle Lieder aus dem Gotteslob ausgewählt. Das Schubert-Heilig ist auch dabei.

Für den Einzug hat unser Dirigent Johannes Kurz extra das „Intrada II“ (Einzug) von Johann Christoph Pezel (1639 – 1697) für uns arrangiert. Pezels musikalische Ausbildung erhielt er in Bautzen beim Stadtmusikanten Leuterding. Mit 18 ging er nach Italien, Mähren und Leipzig, um sich musikalisch weiter zu entwickeln. In Leipzig wirkte er ab 1664 als Kunstgeiger und später als Trompeter in der Nikolaikirche. Mit 30 Jahren verschrieb sich Johann Christoph Pezel intensiver dem Komponieren verschiedener Musiken, darunter auch unser Vortragsstück.

Zur Gabenbereitung haben wir „Selig sind die Verfolgung leiden“ aus der Oper „Der Evangelimann“ aus dem Jahr 1895 von Wilhelm Kienzl vorgesehen.

Zur Kommunion wollen wir die lyrische Komposition von Billy Joel „Leningrad“ spielen. Hier verarbeitet der Komponist Eindrücke aus seiner Tournee im Jahre 1987 in der Sowjetunion, bei der es zu einer engen Freundschaft mit einem russischen Clown gekommen ist. Billy Joel beschreibt in „Leningrad“ die kulturellen Unterschiede und Ähnlichkeiten im menschlichen Leben zwischen den Vereinigten Staaten und der Sowjetunion und erinnert dabei an die Belagerung von Leningrad, bei der der Clown seinen Vater verloren hat. Der Schluss des Stückes beschreibt die Überwindung der Unterschiede hin zu wahrer Freundschaft und gegenseitiger Anerkennung und Achtung.

„Eternal Promise“ (Das ewige Gelöbnis) von Naoya Wada wünscht zum Abschluss des Gedenkgottesdienstes allen die Verheißung einer guten, harmonischen Zukunft im Einklang mit allen, die wir lieben und achten.

Ihr Musikverein Zell-Weierbach