Händels Halleluja hört sich leicht an, aber …


Auf dem Offenburger Weihnachtsmarkt wollen wir als Musikkapelle Zell-Weierbach das Halleluja aus dem Oratorium Messias von Georg Friedrich Händel ertönen lassen.
Ein Kinderspiel, wen man es auf CD, im Radio, Fernsehen, Internet oder live im Konzert oder in der Messe anhört, denken bestimmt viele. Aber das ist kein leichtes Unterfangen, haben wir in der ersten Musikprobe dazu und auch noch später, feststellen müssen. Das Stück will gespielt sein und zwar eindrucksvoll!
Georg Friedrich Händel, 1685 in Halle geboren, verstarb 1759 in London und lebte in der Zeit des Barock. Er war eines von 9 Kindern von Georg und Dorothea Händel. Er war Musiker (als sein Lieblingsinstrument galt die Oboe) und Komponist (über 40 Opern, 25 Oratorien, Kirchenmusik, Orchesterwerke und Kammermusik).
Ihren Liebling Georg fördert Mutter Dorothea von ganz klein auf musikalisch, was dem Vater Georg nicht so gefallen hat. Aber er nimmt ihn voller Stolz mit 8 Jahren zu einem Besuch beim Herzog von Sachsen-Weißenfels mit. Dort spielt der Bub Orgel. Sein Talent erkennend, fördert der Herzog seine musikalische Ausbildung. Mit 18 Jahren bekommt G. F. Händel bereits eine Anstellung als 2. Geiger im Opernorchester in Hamburg und komponiert eifrig. Von 1707 – 1710 weilt G. F. Händel in Italien.
In Italien knüpft er Kontakt zum Kurfürsten Georg Ludwig von Hannover, der ihn 1710 als Kapellmeister an seinen Hof holt.
Hannover bleibt jedoch nur eine Zwischenstation. Der Kurfürst von Hannover ist mit dem englischen Königshaus verwandt und soll als Georg I. Nachfolger von Königin Anne in London werden und den Thron dort besteigen.
Er schickt daher mehrere Freunde ins Land voraus, darunter seinen Hofmusiker Händel, der das englische Publikum 1711 mit seiner italienischen Oper „Rinaldo“ begeistert. Ein Jahr später zieht Händel dann endgültig nach London. Als der Kurfürst von Hannover 1714 britischer König wird, steigt Händel zum Staatskomponisten auf.
Die Komposition Halleluja von Georg Friedrich Händel ist für einen vierstimmigen Chor plus Orchester bestimmt.
Geschrieben hat Händel das Werk 1741 in London. Heute ist es eines der international bekanntesten Musikstücke. Der Originaltext ist in Englisch verfasst und wurde mehrfach übersetzt, darunter ins Deutsche. Das Stück ist Teil von Händels berühmten Oratorium Messias, in dem es eine Sonderstellung einnimmt. Sobald das Stück begann, erhob man sich üblicherweise, auch im Konzertsaal.
Das Kernelement dieses Ohrwurms bildet der Ruf “Halleluja”, welcher an Fanfaren erinnert. Des Weiteren wird das Stück von vier weiteren Themen bestimmt. Tragendes Merkmal der Werke von G. F. Händel ist eine besondere Dramatik. Bei Halleluja wird sie im Fortlaufen der Komposition durch die Einbringung von Pauken und Trompeten erzeugt. Alle Oratorien haben einen Bezug zum Alten Testament oder der Antike. Trotz allem waren Händels Oratorien nicht ausschließlich für die Kirche bestimmt, wie es bei Bach der Fall gewesen ist. Das Stück ist in der Fest- und Königstonart des Barocks gehalten, der D-Dur.

Ihr Musikverein Zell-Weierbach

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