Großes Lob für die Schweizer Musikgesellschaft Dicken auf dem Datschkuchenfest

Bei ideal warmem Sommerwetter feierten wir unser traditionelles Datschkuchenfest am letzten Samstag. Dem Wetter entsprechend lief das Fest ruhig an. Ab der Vesperzeit war der Rathausplatz Anziehungspunkt für sehr viele Zellerinnen und Zeller und vielen auswärtigen Datschkuchenliebhabern. Der Wunsch fast jedes Festbesuchers war es, frisch aus dem Holzofen kommenden Datschkuchen zu genießen. Auch der selten angebotene Schwartenmagensalat fand seine Liebhaber. Im Getränkebereich kam das süffige Engelbräu wiederum sehr gut an und bis auf ein Reservefässchen waren die Bierfässer am Ende des Festes des Inhalts beraubt. Über den Hauptrenner an diesem warmen Abend freut sich bestimmt der Mineralwasserhersteller ganz arg – ob pur oder als Schorle gemischt, ein heiß begehrtes Getränk. Am Weinstand war die Scheurebe der große Sieger, besonders angetan hat sie den Schweizer Musikerinnen und Musikern, da sie der lieblichste Wein im Angebot war.

Diese Musikerinnen und Musiker haben zuvor in einem gut 3-stündigen Unterhaltungskonzert mit ihren Musikstücken das Herz der Festgäste getroffen. „Das war unsere Musik“, so beispielhaft die Aussage von Eduard Litterst, der mit seiner Frau alle Feste der Zeller Vereine besucht und auf diese Art gerne die Vereine unterstützt. Auch den Musikanten der Musikgesellschaft Dicken im Alter zwischen 13 und 75 Jahren hat der Auftritt ganz viel Spaß gemacht, so dass sie auch sehr gerne der Zugabeforderung der Festbesucher mit Freude nachgekommen sind. Die Ansagerin, sie spielt die erste Klarinette, war sichtlich erleichtert, als das Publikum auf die Frage „Versteht Ihr auch Schwyzerdütsch?“ mit einem begeisterten „Ja“ antwortete. Der Bann war gebrochen und nach dem Konzert tauschte man sich in vielen deutsch-schweizerischen Gesprächen aus und manch ein Gläschen wurde miteinander getrunken. Die junge Keyboardspielerin – sie war an diesem Abend als Perkussionistin eingesetzt (sie läutete auch die Kuhglocke in „Swiss Lady“, einem bekannten Solostück für Alphorn) – meinte: „Unsere Berge sind schon sehr hoch, aber wir haben nur wenige um uns herum. Der Schwarzwald hat ganz viele kleinere Berge, das gefällt wir sehr gut“. Sie konnte sich gar nicht vorstellen, dass es bei uns ab der Reblandzone nur noch (fast) eben weitergeht. Sie sei um den hohen Berg herum in einiger Entfernung zum Dorf Dicken daheim, erzählte sie. Und im Winter betet sie andauernd wenn sie auf dem vereisten Weg zur Schule geht, dass alles gut gehen möge. Übrigens, sie liebte es von Kindesbeinen an, zu servieren und das fiel gleich auf, denn so wie sie die Datschkuchen ihren Musikkameraden anbot, das war einfach spitze.

Liebe Festbesucher, wir bedanken uns ganz herzlich für Ihren Besuch auf unserem Datschkuchenfest, eines von drei Festen an diesem Abend in Zell-Weierbach. Ganz besonders bedanken wir uns bei der großen Schar unserer Musiker-Rentner mit Anhang, organisiert von Josef Acker und bei den Fidelen Ortenauern mit Heinz Schütz als Initiator für ihren Besuch auf unserem Musikfest. Von Herzen kommt aber auch der Dank an alle helfenden Musikerinnen und Musiker und Freunde unseres Musikvereins. Viel zu tun hatte auch das Datschkuchenteam mit ihrem Kuchenschießer Alois Königer, die stundenlang ohne Pause für viel gelobte Datschkuchen sorgten. Auch an Friedrich Broß sei ein großes Dankeswort gerichtet, der mit seinen Fuhrpark vor und nach dem Fest (in der Nacht) die Tischgarnituren und vieles andere her- und weggebracht hat.

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