Der Musikverein Zell-Weierbach ist beim Ferienprogramm der Kinder im Spiel

Die Sommerferien haben begonnen und wie toll ist es, wenn Eltern wissen, da gibt es Engagierte, die sich für die Kinder und Jugendliche in den Ferien einsetzen und für sie da sind. Und das nicht zu knapp, wenn Sie das Ferienprogramm von Rammersweier und Zell-Weierbach in die Hand nehmen und darin interessiert die 64 Angebote für Kinder zwischen 4 und 15 Jahre studieren. Einmal dürfen sogar die Eltern und Oma und Opa mitmachen, beim Minigolf Turnier nämlich. Über die ganzen Sommerferien verteilt, bieten Vereine und engagierte Mitbürger aus unseren Reborten Spaß, Spannung und Sport an und vermitteln Wissen, Können und Brauchtum. Wohl den Eltern oder Großeltern, die in den Ferien ihren Kindern und Enkeln auf diese Art etwas besonders Gutes tun können, während sie die Arbeit ruft oder ihnen dies Erleichterung bringt. Ein Wehmutstropfen gibt es; aufgrund der Corona Landesverordnungsbestimmungen dürfen die einzelnen Gruppen maximal 10 Teilnehmer haben. Da hieß es wohl oft, sich schnell zu entscheiden und anzumelden.

Auch der Musikverein Zell-Weierbach hat es sich schon geraume Zeit vorgenommen, bei der Gestaltung des Ferienprogrammes für Kinder mit zu arbeiten. Dieses Jahr haben die Koordinaten für unser Jugendteam gepasst und es hat sich gleich mit Sonja Bürkle, der Zell-Weierbacher Verantwortlichen für das Sommerferienprogramm, in Verbindung gesetzt und das Ferienprojekt „Musikalische Schnitzeljagd“ vorgestellt. Auch bei diesem Projekt dürfen nur bis zu 10 Kinder mitmachen, damit die Gruppe überschaubar ist und gut angeleitet werden kann. Verantwortlich ist unser Jugendteam, allen voran Katrin Schröder, unsere Klarinettistin.

Wenn Sie diesen Artikel lesen, ist das Projekt „Musikalische Schnitzeljagd“ bereits gelaufen, denn sie ist für Mittwoch dieser Woche festgezurrt worden. Trotzdem wollen wir Ihnen zunächst das „Jagdprogramm“ vorstellen und nächste Woche über lustige Begebenheiten und über Eindrücke von den Teilnehmern berichten.

Zunächst lernen sich die Kinder und Verantwortliche bei einem Spiel kennen und beim Vornamen nennen. Aber dann geht es gleich in die Startlöcher zur ersten Station mit dem Motto „Mit Musik um die Welt“. Die Kinder werden verschiedene typische Musikstücke Ländern zuordnen und diese Länder auch auf der Weltkarte suchen. Danach gibt es ein „musikalisches Quiz“ mit Fragen zu den Instrumenten der Musikkapelle Zell-Weierbach.

Nachdem die Kinder so auf die musikalische Spur gebracht worden sind, gilt es an der dritten Station die Instrumente mittels Hören genau zu bestimmen. Was sich da wohl das Jugendteam ausgedacht hat, die Instrumente zu Gehör zu bringen ohne sie zu zeigen?

An der nächsten Station gehen die jungen Teilnehmer nunmehr praktisch ran und bauen aus verschiedenen Materialien, z. B. Dosen, Reis, Steinen und anderem „Regenmacherinstrumente“ und Rasseln. Höhepunkt dieser Station dürfte das Einüben eines gemeinsamen Rhythmus sein mit den gebastelten Instrumenten. Hoffentlich regnet es dann nicht sofort auf die Kinder herunter!

Die fünfte Station ist bei unserem Proberaum, wo die Kinder mit verbundenen Augen verschiedene Instrumente ertasten und richtig erraten sollen.

Klingt doch super!

Ihr Musikverein Zell-Weierbach

Bis zum Oktober können Kinder für die Instrumentenausbildung bei uns angemeldet werden

Vorletzte Woche haben wir Kinder insbesondere aus der 2. und 3. Klasse zu unseren Schnuppertagen eingeladen. Bei den älteren Blockflötenkindern am Freitag war eine altersgerechte Gruppe in den Proberaum gekommen, um sich die Instrumente des Musikvereins Zell-Weierbach zeigen zu lassen und auszuprobieren. Wie Wilfried erzählte, war ein Mädchen sehr interessiert an den Instrumenten. Sie hat ihm viele Fragen zum Tenorhorn bzw. Euphonium, das er spielt, gestellt. Darüber war er sehr angetan. Anschließend traf er die Blockflötenschülerin am Eiswagen vor der Postagentur Junker. Sie meinte zu ihm: „Das Eis hab ich aber doch verdient?!“

Am Samstag fand der Instrumentenschnuppertag im Burgundersaal der Vinothek Zeller Abtsberg statt. Von Gedränge konnte das Jugendteam des Musikvereins auch hier nicht berichten. Die Kinder und ihre Eltern, die kamen, das freute die Aktiven umso mehr, hatten auch großes Interesse an den Instrumenten, die in der Musikkapelle Zell-Weierbach gespielt werden.

Ein Geschwisterpaar, das sich alle Instrumente angesehen und erklären lassen und teilweise auch in Händen hatte, waren am Ende am meisten von der Klarinette und dem Saxofon begeistert.

Um die Anspieltechnik der Instrumente auszuprobieren, hat das Jugendteam besondere, spezielle Mundstücksets für verschiedene Musikinstrumente beschafft, die leicht zu desinfizieren sind. Diese Mundstücke, die je nach Talent unterschiedlich ansprechen, gaben gute Hinweise, welches der Instrumente für das Kind gefühlsmäßig passend sein könnte.

Ein anderes Mädchen, das sich zunächst auf das Schlagzeug fokussiert hatte und mit Talent ans Schlagzeugspielen ging, wie unser Schlagzeuger Andreas bemerkte, orientierte sich am Schluss doch eher für ein Holzblasinstrument.

Ein Junge, der vorab schon bekundete, sich zwischen Schlagzeug und Trompete entscheiden zu wollen, überraschte sich dann selbst. Nach dem Schlagzeug ging’s an die Trompete. Leider hatte kein Trompeter von uns an diesem Tag Zeit, dabei zu sein. Welch eine Überraschung, der Vater eines Kindes spielt selbst Trompete, hatte sie natürlich nicht dabei. Schnurstracks ging Sabine Meehan vom Jugendteam zu ihrem Vater Helmut Kopf, der sehr lange Zeit in unserer Musikkapelle die 1. Trompete blies, und brachte sie mit. Jetzt ging es ab. Der musikbegeisterte Junge bekam Anschauungsunterricht von diesem erfahrenen Trompeter und konnte sie selbst ausprobieren. Der aufmerksame Junge war aber noch nicht bei allen Instrumenten durch. Die Posaune fehlte ihm noch in der Sammlung. Sabine Meehan, die Musik und Querflöte studiert hatte, wagte es und bekam tatsächlich einen Ton aus der Posaune. Das wollte das junge, vor Eifer sprühende, Nachwuchstalent nicht stehen lassen und zog mit Erfolg nach. Ja, und dann war es um das Schlagzeug und die Trompete geschehen.

Die Eltern und Kinder wurden durch das Jugendteam in allen Dingen der Ausbildung gut beraten. Mit den neuen Instrumentalschülern wird voraussichtlich im Januar eine neue Bläserklasse an der Weingartenschule gebildet, die von einer Fachkraft des Musikvereins im gemeinsamen Musizieren angeleitet wird. Der Instrumentenunterricht wird an der Musikschule Offenburg im November dieses Jahres beginnen.

Ein weiteres Kind konnte sich noch nicht für ein Instrument entscheiden. Das ist aber nicht schlimm. Sie und Ihr Kind haben noch bis Anfang Oktober Zeit, sich für die Ausbildung an einem Instrument des Musikvereins Zell-Weierbach zu entscheiden und es anzumelden bei unserem Vorsitzenden, Herbert Lenz (Tel. 0781 9400 646) oder bei einer auf der Homepage (www.mvzw.de) aufgeführten Mailadresse.

Gerne nimmt sich ein Mitglied des Jugendteams auch Zeit, die Instrumente bei einem zu vereinbarenden Termin zu zeigen und ausprobieren zu lassen. Über weitere Kinder und Jugendliche mit Interesse an der Ausbildung an einem Blasinstrument, an der E-Gitarre oder dem Schlagzeug würden wir uns sehr freuen.

Die Vorstandschaft bedankt ganz herzlich bei dem Jugendteam für die Organisation und Durchführung der Schnuppertage und besonders bei Sabine Meehan und Andreas Königer.

Anmeldungen für die Blockflötenausbildung nimmt Dagmar Reister jederzeit gerne mittwoch- und freitagnachmittags entgegen.

Ihr Musikverein Zell-Weierbach

Unser Jugendorchester sucht Verstärkung – Jungmusikerwerbung an diesem Samstag

Das war ein begeisternder Auftritt unseres Jugendorchesters SoundFabrik unter Leitung von Sabine Meehan mit den Nachwuchstalenten des Musikvereins Zell-Weierbach am vergangenen Sonntag bei unserem Weinfest. Damit dieses Jugendorchester wachsen und noch vielseitiger werden kann, braucht es viele neue Kinder und Jugendliche, die ein Blasinstrument oder Schlagzeug erlernen und in einem Team Musik machen wollen.

„Gute Noten“, mit diesem Werbeplakat macht das Jugendteam des Musikvereins Zell-Weierbach auf unsere Nachwuchswerbung an diesem Samstag, 17. Juli, aufmerksam. Von 14 – 16 Uhr stellen Musikerinnen und Musiker aus unserer Musikkapelle mit viel Freude das Spektrum an Instrumenten vor, die in unserem Orchester zum Zuge kommen. Treffpunkt hierzu ist der Heimatsaal der Vinothek Zeller Abtsberg, Schulstraße 5 (Eingang ist am Ende des Gebäudes auf der Straßenseite).

Wir laden dazu alle Zweit- und Drittklässler der Weingartenschule herzlich ein, mit uns die Blasmusikinstrumente kennen zu lernen. Wir heißen ebenso alle anderen Kinder und Jugendliche ab etwa 8 oder 9 Jahren zu unserem Informationsnachmittag gerne willkommen.

Hier können diese an verschiedenen Stationen unsere Blasmusikinstrumente in die Hand nehmen und das Schlagzeug ausprobieren. Vielleicht gibt es spontan schon ein Lieblingsinstrument. Oder es gibt gleich mehrere davon. Die Besucher und die Kinder und Jugendliche werden diesbezüglich beraten.

Die Ausbildung am Instrument wird an der Musikschule Offenburg durch geschulte Lehrkräfte wahrgenommen. Das Zusammenspiel im Team übernimmt eine Fachkraft des Musikvereins Zell-Weierbach. In dieser sogenannten „Bläserklasse“ werden die Instrumente zu einem Klangkörper zusammengeführt und auf die Bläserklasse zugeschnittene Musikstücke eingeübt. Zu passenden Gelegenheiten zeigt dann die Bläserklasse öffentlich, was sie so drauf hat. Nach etwa 2 Jahren Ausbildung werden die Musikschüler in das Jugendorchester SoundFabrik integriert.

Die Bläserklasse wird an der Weingartenschule in Zell-Weierbach geführt. Wir bedanken uns sehr bei Frau Rektorin Kirn für die tolle, entgegenkommende Unterstützung. Auch ihr liegt die Bläserklasse sehr am Herzen, spielt sie doch selbst ein Instrument und hat viele Jahre Klarinettenunterricht in ihrem Verein gegeben.

Schauen Sie mit Ihren Kindern oder Enkeln bei uns vorbei. Das Jugendteam des Musikvereins Zell-Weierbach freut sich auf viele interessierte, neugierige und gutgelaunte Kinder und Jugendliche im Heimatsaal an diesem Samstag.

Auch die Blockflötenkinder mit Dagmar Reister haben in den unterschiedlichen Leistungsgruppen alle begeistert bei ihren Auftritten auf unserem Weinfest. Frau Reister nimmt gerne Anmeldungen zum Blockflötenunterricht entgegen. Melden Sie sich einfach mittwoch- oder freitagnachmittags während des Unterrichts bei ihr.

Unser Weinfest rund ums Rathaus am vergangenen Wochenende ist im Ort und darüber hinaus gut angekommen – und nicht nur bei den Gästen. Auch alle Helferinnen und Helfer des Musikvereinsteams waren mit Engagement und Begeisterung bei der Sache, beim Fest wie auch beim Auf- und Abbau.

Es war eine Freude zuzusehen, wie sich der Festplatz immer wieder füllte und sich die Besucherinnen und Besucher, Klein und Groß, wohl fühlten. Dabei sind die aktuell geltenden Corona Regeln sehr gut und diszipliniert eingehalten worden. Das machte uns froh.

Auch die sanitären Räume für den Musikverein hatten es nötig

Die sanitären Räume neben unserem Proberaum dienen nicht nur den Musikern sondern werden auch durch die Musikschüler und den Besuchern des Musikerhocks am Winzerbrunnen aufgesucht.

Während der Renovierungsarbeiten im Proberaum und den sanitären Anlagen, die derzeit ja maximal zu zweit ausgeführt werden dürfen, damit der Corona Landesverordnung genüge getan ist, stellt sich somit kein großes Hallo und Witzeklopfen ein. Da gibt es vielmehr Zeit, zu sinnieren und Erinnerungen an früher im Gedächtnis frei zu legen. Weshalb ist der Proberaum gegenüber der Abtsberghallefassade zurückgesetzt? Weshalb stehen Stützpfeiler für die Abtsberghalle vor unserem Proberaum? Da kommen unerwartet andere Farben zum Vorschein, wenn man versucht, die Anstreichfläche glatt zu schleifen! Und die Türen zu den Räumen scheinen uralt zu sein – stimmt das wohl?

Als die Abtsberghalle 1974 gebaut wurde, kommt es in den Sinn, da hatten die kulturellen Vereine bereits seit Jahren einen neuen Proberaum nutzen können, der hinter dem ehemaligen Badgebäude hin gebaut worden war, samt den sanitären Räumen. Die alten, sich ursprünglich dort befindenden Räume der früheren Kuranstalt, die für die Musikprobe und anderem dienten, waren wirklich in die Jahre gekommen. Wilfried Ehrhard, mit seinen 71 Lenzen, erzählt schon mal in geselliger Runde nach der Probe: „Früeger hän mer als im Winder in dr Underricht  bim Schaube Fritz und bim Weigel (Dirigent) für’d Prob Holzschittli mitbringe mieße, damit mer nit gfrore hän! Des war dozumol, wo noch d’Prob im alte Bad stattgfunde het.“ Da nahmen sich die Gemeindeväter damals doch ein Herz und bauten für den Musik-, Gesang- und Akkordeonverein einen gemeinsamen Proberaum und die WC-Anlagen dazu. Die Schrankwand im Proberaum musste allen drei Vereinen reichen. Heute schauen wir, was wir in die Lagerräume hinter dem Proberaum unterbringen können, damit Noten, Instrument, Tracht und weiteres Wichtiges im neu gestalteten Proberaum übersichtlich untergebracht werden kann. Wir sind daher froh undankbar gegenüber der Ortsverwaltung Zell-Weierbach, dass sie neuerdings alle Lagerräume und die Küche des ehemaligen Ratskellers uns zur Verfügung stellt. Eine andere Nutzung dieser Räume ist auf Grund der Lage unter den derzeitigen Umständen auch kaum möglich. Wenn dann unser Proberaum und die sanitären Räume renoviert sind, können wir diese Lagerräume, soweit notwendig, reinigen und säubern und danach alle unsere verstreut untergebrachten Festutensilien dort übersichtlich und gut sortiert lagern. Das wird dann bei unseren Festen viel Wert sein beim Auf- wie auch beim Abbau.

Die Renovation der sanitären Räume und des Flurs, der ja auch der Eingangsbereich der Mieter der Abtsberghallenwohung ist, hat schon recht viel Arbeit gemacht. Im Vorfeld hat Joachim Wiegele die Klos, Urinale und Waschbecken bearbeitet. Danach haben sich Anne und Jonas Duffner daran gemacht, den Boden dort überall zu schrubbern und die Waschbecken usw. so sauber wie möglich zu bekommen. Zwischen den Jahren haben das Duo Hannah Blattner und Johannes Kurz (unser Dirigent) den Damenbereich und den Flur sowie Katrin Schröder und Tina Bock den Herrenbereich das erste Mal weiß gestrichen. Tina Bock ist vom Musikverein Kippenheim, spielt Oboe und ist mittlerweile gerne bei unseren Auftritten dabei, so wie es ihr Beruf es zulässt. Und deshalb ist es für sie auch selbstverständlich, sich beim Renovieren einzubringen. Ist das nicht eine tolle kameradschaftliche Art? Nach dem Abtrocknen hat Andreas Königer den zweiten Anstrich vorgenommen. Eva Königer hat derweil an allen Leuchten und Lüftungsvorrichtungen den sehr viele Jahre altem Staub und Schmutz mit viel Geduld entfernt. Andreas hat stärker leuchtende LED-Lampen angeschafft. Wie jetzt alles viel heller leuchtet und das Wohlgefühl steigert. Zum Schluss haben Sabine Meehan und Katrin Schröder in diesen Räumen den Boden nochmals gründlich geputzt und die Malereirückstände entfernt. Zwischendurch hat Andreas feststellen können, wie mit viel Reiben und Fleiß zusammen mit Pril oder Fairy die Türgewänder im Flur ohne zu streichen wieder fast wie neu wurden. Jetzt strahlen die sanitären Räume und der Flur wieder Sauberkeit und Wohlsein aus.

Der Vorstand dankt mit begeisterter Freude diesen Helferinnen und Helfern für ihre Arbeit für den und aus Kameradschaftsgeist und für ein so tolles, nicht zu erwartendes farbliches Ergebnis.

Ihr Musikverein Zell-Weierbach

Simone Blattner spielt das Fagott – ihr Traum

„Seit ich den Film „Der Mann mit dem Fagott“ gesehen habe“, schwärmt Simone, „hat mich die Neugierde gepackt und das Fagott nie mehr ganz vergessen lassen.“

Als Tochter Hannah vergangenes Jahr, zusammen mit Cosima May, sich entschlossen hatte, bei dem Projekt „Musiker ohne Grenzen“ in Ghana, Westafrika, mitzumachen, mussten diese beiden jungen Damen auch Bedingungen erfüllen. Eine davon war, Instrumentenkenntnisse über mehrere Instrumente – zumindest gute Anfängerkenntnisse – zu besitzen. Ihr Musiklehrer riet ihr, das Fagott dabei näher in die Entscheidung einzubeziehen. Klavierunterricht hatte sie da schon und unser 2. Vorsitzender, Ralf Vollmer, gab ihr deswegen auch Grundlagenunterricht an der Posaune. Jetzt fehlte noch das Fagott. Als Mentor für Hannah in Sache Dirigieren war Johannes Kurz, unser Dirigent, ihr bereits ein Vertrauter. Ihn angesprochen, war er es auch, der ihr sein Fagott auslieh und ihr das Spielen darauf beibrachte. Somit hatte Hannah eine Posaune, ihre Querflöte, das Klavier und das Fagott zu Hause.

Simone hatte schon lange einen heimlichen Wunsch gehegt, der war: ein Instrument zu erlernen. Noten kannte sie nicht, sang aber schon einige Jahre im Gesangverein im Nachbardorf. Jetzt war sie da, die Chance – im Haus lagen Posaune, Querflöte und das Fagott! „Die Chance für mich, wenn nicht jetzt, wann dann?!“, sagte sie zu sich. Simone nahm sich zuerst die Posaune zur Hand – egal wie, es wollte kein Ton entstehen. Dann kam die Querflöte an die Reihe – das Talent reichte nicht, dem Instrument einen brauchbaren Ton zu entlocken. Und mit dem Fagott, dem schier unbekannten Instrument, wird es da klappen? Das Fagott des Dirigenten – „Der Mann mit dem Fagott“ schoss es erinnerungsschwer durch ihren Kopf – ihr Traum und so realistisch nahe! Hannah reichte ihr das Fagott und zeigte ihrer Mutter, wie sie es halten und anblasen musste. Sie blies das Fagott an – ein Doppelrohrblattinstrument ist wahrlich nicht leicht zu blasen – und es kam ein Ton aus diesem riesigen, kompliziert aussehenden Instrument heraus! Mächtig stolz war sie, die Simone, über dieses Unvorstellbare. – Sie hat auf dem Fagott einen Ton geblasen bekommen, ihrem Instrument der Träume! Dieser Freudetaumel entging auch nicht ihrer Tochter Hannah. Zusammen mit Johannes Kurz hegten sie einen Plan aus, wie sie Simone überzeugen könnten, dass sie tatsächlich Fagott spielen lernen wolle. Kurz gesagt – es gelang und Johannes bot auch ihr an, an seinem Fagott ihr Unterricht zu geben.

Ab November 2019, nachdem die beiden Musikbotschafterinnen nach Ghana ausgeflogen waren, lieh Johannes Kurz Simone sein Fagott aus und gab ihr Unterricht. „Es machte von Anfang an riesig Spaß mit dem Fagott ,“ erzählt Simone, „und ich übe 4 – 5 Mal die Woche, weil ich vorwärts kommen will. Johannes macht es mir mit seiner Hilfe und seinen guten Erklärungen leicht, mich an diesem Instrument einzuarbeiten.“ Ja, es ging immer vorwärts. Eine Zeit lang musste der Unterricht wegen Corona leider ausfallen. Aber dann nahm sie wieder den Unterricht mit Feuereifer auf. Johannes zeigte ihr, wie Töne unterschiedlich gestaltet werden und bald darauf eröffnete er ihr: „Wir spielen jetzt in kleine Ensembles – die beste Zeit für dich, ins gemeinsame Musizieren einzusteigen.“ Und so war es etwa vor einem Monat soweit – die erste Probe im Quartett, wie Sie bereits erfahren haben.

Natürlich weiß Simone, dass sie noch nicht alle Töne kennt und das Zusammenspiel noch mehr Einsatz von ihr fordert als nur bloß Unterricht zu nehmen und zu üben. Aber ihr Lehrmeister bereitet sie gut im Unterricht auf die Musikstücke im Ensemble vor und arrangiert ihre Stimme so, dass sie es mit einer 6-monatigen Ausbildung, ohne Frust zu bekommen, auch gut spielen kann. Zudem haben alle Mitspieler im Ensemble für sie Verständnis und Geduld, denn jeder hat einmal so angefangen.

Für Simone ist das Fagott Spielen ein toller Ausgleich zur täglichen Arbeit. Da kann sie loslassen und sich auf ihr Fagott konzentrieren und immer mehr Töne, Rhythmen und Spielarten kennen und gestalten lernen, resümiert sie. „Im Ensemble macht es mir riesig Spaß“, bekennt sie, „und ich lerne dabei viel dazu. Ich habe eine eigene unabhängige Stimme und mit meinem Fagott hört mich jeder, egal ob in der Tenor- oder Basslage. Ich strenge mich gerne an, um ein guter Spielpartner zu werden und zu sein. Ich bin so glücklich, dass ich in meinem nicht mehr ganz so zarten Alter diese neue Herausforderung nicht ausgeschlagen habe. So etwas baut auf!“

Da sich Simone so sehr in das Fagott „verliebt“ hat und sehr fleißig dabei ist, auch beim Mitarbeiten bei Festen, hat der Musikverein Zell-Weierbach für sie tief in die Vereinskasse gegriffen und ein hochwertiges, kurz gespieltes Fagott erworben – kein Pappenstiel für die Vereinskasse in dieser Corona Zeit.

Ihr Musikverein Zell-Weierbach        

Unsere neue Homepage ist online

www.mvzw.de“, wenn Sie diese Adresse ins Internet eingeben, treffen Sie seit wenigen Tagen auf die kurzweilige, neu gestaltete Homepage des Musikvereins Zell-Weierbach.

Unser Vorschlag: Holen Sie sich im Keller (oder wo Sie ihn sonst gelagert haben) Ihren speziellen Zell-Weierbacher Lieblingswein und öffnen Sie sowohl die Flasche wie auch unsere neue Homepage im Internet. Die grünen, saftigen Rebstöcke im Vordergrund der Startseite animieren Sie, das schönste Weinglas für Ihren herrlichen Tropfen aus dem Regal zu holen. Wie der Wein sich so voller Vorahnung ins Glas ergießt! Mit der Nase die Aromen ertastend, schweifen Sie mit den Augen auf den Bildschirm. Genussvolle Abendstimmung bei untergehender Sonne. Das Reblaub und Sie, sie erreichen noch die letzten Sonnenstrahlen des Tages, während die markante Schwarzwaldsilhouette und die Reben bereits im erholsamen Schatten liegen. Wo der Fotograf wohl für dieses stimmungsvolle Bild steht? – Beim Schlürfen des edlen Tröpfchens können Sie sich Zeit nehmen für Ihre Erinnerungen und Ihr Wiedererkennungsvermögen.

Genug gegrübelt! Jetzt wird es Zeit, sich dem Bildvordergrund zu widmen, ehe der Flasche zusehends die letzten edlen Zeller Perlen entzogen werden. Das Logo des Musikvereins Zell-Weierbach mit dem Zeller Wappen fällt dabei als erstes ins Auge. Ein eindeutiges Wiedererkennungsmerkmal  wie auch vor wenigen Tagen unsere Musikertracht im OT beim Artikel über unser erstes Proben in Kleingruppen. Und bei „Wir treffen den richtigen Ton!“, ja, da ist Musik drin und weckt gerade jetzt in dieser festlosen Zeit eine gewisse Sehnsucht auf ein Fest mit viel Blasmusik, wie es unser Weinfest rund ums Rathaus im Juli hätte sein sollen.

Entweder scrollen Sie nun die Startseite nach oben oder klicken „Über uns“ an und kommen zu unseren zwei Vorständen: Herbert Lenz und Ralf Vollmer. Wie jung und fesch die beiden aussehen – ein Grund, wieder einmal am Weinglas zu nippen und den beiden zuzuprosten, die ja auch keine Weinverächter sind! Danach ist in übersichtlicher Form die ganze Vorstandschaft aufgelistet und wird das Vereinsjugendteam vorgestellt.

Und jetzt kommen Sie zu unserer Vereinsgeschichte, wo wir vieles aus der Chronik, die Josef Acker zum 50. Jubiläum des Musikvereins Zell-Weierbach im Jahre 1975 verfasst hatte, entnommen haben. Dieser „Geschichtsbaum“ des Musikvereins ist sehr kurzweilig aufgebaut und mit manch seltenen Fotos aus der nunmehr 95-jährigen Vereinsgeschichte bestückt. Eine Rarität ist sicherlich der Vertrag des Musikvereins Zell-Weierbach mit Ernst Mosch und den Egerländer Musikanten. Was da alles drin steht! Der Wagemut der damaligen Vereinsführung bei dieser Gagenhöhe ist heute noch bewundernswert. Der Musikverein hatte viel Glück – trotz triefenden Regens haben sich kein Musiker und kein Verehrer der Egerländer sich diese Gelegenheit entgehen lassen wollen.

Viele Stationen im Leben des Musikvereins Zell-Weierbach sind beleuchtet und wecken liebevolle Erinnerungen an tolle Auftritte und Ereignisse. Und die Älteren im Dorf werden oft wohl sagen: „Schau e mol, des isch jo dr ….. Der lebt au schun lang nimmi.“ Und andere: „Wer isch denn au des? Des kinnt dr … sien!“

Eine andere Rarität mit historischem Erinnerungswert ist der Fahrschein von 1974 für den Zug von Offenburg nach Berlin über die damalige DDR, wo eine Abordnung der Trachtenkapelle Zell-Weierbach, wie wir uns damals nannten, auf der Grünen Woche und vor dem Roten Rathaus auftrat.

Verschiedene Fotos mit der Musikkapelle Zell-Weierbach und ihren Dirigenten zeigen die vielen, vielen Musiker, die bei uns schon gespielt haben aber auch noch spielen. Auch unser aktueller Dirigent, Johannes Kurz, stellen wir vor und er beschreibt, was ihm wichtig ist und weshalb er sehr gerne bei uns aktiv ist.

Wir würdigen auch unsere Musikpartnerschaft mit der Batterie Fanfare aus Saint Jean de Losne und auch unseren ältesten, vorbildlichen Musiker, Gustav Kornmeier, der leider am 1. Februar verstorben ist.

Am Schluss unseres Geschichtsbaums steht unser Credo: „Musik lebt von der Gemeinschaft“. Lassen auch Sie sich davon begeistern und unterstützen Sie uns aktiv in der Musikkapelle oder als Jungmusiker wie auch als passives Mitglied. „Sie sind herzlich willkommen!“, so der Schlusssatz.

Na, wie viel ist noch in Ihrer Flasche drin“ Wie doch die Zeit und der Wein in Erinnerung schwelgen! – Dabei gibt es noch vieles weitere anzuschauen. Darüber das nächste Mal.

Ihr Musikverein Zell-Weierbach