Zeitungsbericht zum Kirchenkonzert

 

Viel Applaus gab es für die Musikerinnen und Musiker der beiden Musikvereine Zell-Weierbach und Fessenbach beim 20. Kirchenkonzert in der Weingartenkirche. Der Erlös des Konzerts geht an den Verein »Einfach helfen«.

Zum ersten Mal traten die beiden Musikvereine Zell-Weierbach und Fessenbach aus Anlass des 20. Jubiläums-Benefizkonzerts gemeinsam beim Kirchenkonzert in der Weingartenkirche am Volkstrauertag auf. Und die Musikerinnen und Musiker erhielten für die von den beiden Dirigenten Bernhard Münchbach und Johannes Kurz ausgewählten, anspruchsvollen Stücke ganz viel Applaus vom begeisterten Publikum. Begrüßt wurden die zahlreichen Gäste, darunter auch Frank Zimmermann vom Verein »Einfach Helfen«, zunächst von Dekan Matthias Bürkle sowie von Stephan Seitz vom Musikverein Fessenbach und Herbert Lenz von der Trachtenkapelle Zell-Weierbach. Tiefe Betroffenheit herrschte über die Nachricht vom Tod des langjährigen Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Ludwig Streck, der das Kirchenkonzert immer wohlwollend begleitete. Feierlich eröffnet wurde das Konzert mit dem »Canzon in Double Echo« für drei Bläser-Chöre des italienischen Komponisten Giovanni Gabrieli.
Johannes Kurz von der Trachtenkapelle Zell-Weier­bach gab aus beruflichen Gründen den Dirigentenstab ganz an Bernhard Münchbach ab, der wie immer souverän dirigierte. »Cathedral Music« von Anton Bruckner, arrangiert von Larry Daehn, basiert auf »Ecce  Sacerdos Magnus«, einem liturgischen Gesangsstück, das Bruckner zum 1000. Jubiläum der Linzer Kathedrale komponierte.
Mozart liebte die Klarinette, und im Adagio in B wurde dies von den neun Solisten hervorragend intoniert. Als mit Trommeln bei »Musik für Festlichkeiten« von Jan de Haan zum Kirchgang gerufen wird, kam dieser einmalig zusammengesetzte Klangkörper voll zum Einsatz.
Es war ein festliches Werk, in dem sich alte Tradition in schönster Weise mit modernen Rhythmen und melodischen Linien vereinte. Bei »Fugue for all the gentiles/ »Denn alle Heiden« für fünf Trompeten von Felix Mendelssohn-Bartholdy dirigierte Bernhard Münchbach und spielte selbst auf seiner Trompete mit. Viel Beifall gab es auch für das Werk von Johann Sebastian Bach und Johann Joseph Abert »Prelude, Choral und Fuge BWV 849 aus dem wohltemperierten Klavier«. Das Erstaunliche daran: Man hört nicht, dass zwei Stücke gleichzeitig laufen.
Fast zum Schluss, denn ohne Zugabe und jede Menge Applaus gingen die Musiker  nicht von der Bühne, kam »Just a closer Walk with Thee« / »Ganz nahe bei dir gehn« von Don Gillis, ein traditioneller Gospel. Ob instrumental oder vokal ist es wahrscheinlich das meist gespielte Stück auf New-Orleans-Jazz-Beerdigungen. Der Ton bei dieser Zeremonie ist einer Beerdigung angepasst, einmal traurig und zum Schluss fröhlich, wenn das Leben der Verstorbenen gefeiert wird.
Frank Zimmermann dankte den Musikern der beiden Vereine für den beispiellosen Einsatz, die zum dritten Mal und völlig selbstlos den Verein »Einfach Helfen«  mit der Spende unterstützen. In diesem Jahr soll das Geld an einen jungen Mann gehen, der schwer an MS leidet. Für ihn soll ein Auto für den Transport angeschafft werden.

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