O là là, die Batterie Fanfare macht Musik und Show zugleich

Das bunt gestaltete Programmheft für das Doppelkonzert der Musikkapelle Zell-Weierbach und der Batterie Fanfare wurde mit viel Fleiß, Engagement und Können aufgestellt. Auf der ersten Seite haben sich die beiden Musikgruppen mit Bild und Text vorgestellt. Auf der zweiten Seite stand das Konzertprogramm im Zentrum des Blattes. Unterlegt war das Musikprogramm mit zwei ineinander greifende Hände, jeweils koloriert in den Nationalfarben von Frankreich und Deutschland. Als Zeichen der Verbundenheit war die „französische“ Hand bei unseren Konzertstücken unterlegt und umgekehrt bei dem Programm der Batterie Fanfare.

Mit „Galojade“ eröffneten die Musikerinnen und Musiker der Batterie Fanfare unter der Stabführung von Lucie Jovignot schwungvoll den zweiten Teil des Doppelkonzerts. Die Musikanten und die Chefin (wie in Frankreich der Dirigent genannt wird) in historischer Festkleidung von pensionierten Soldaten auftretend, lieferten neben ihrer Musik permanent auch eine zum Stück passende Show ab. Scheinwerfer und Lichtorgeln setzten zudem die Show in ein abwechslungsreiches buntes Licht. Gut, dass die Musikanten die Stücke im Kopf hatten, denn sonst wären sie aufgeschmissen gewesen bei dem Bühnenlichtspektakel. Wie bereits früher erwähnt, unterhielt der als Napoleon auftretende Conférencier zwischen den Stücken das Publikum und hielt die Spannung bis zum nächsten Stück aufrecht. Einfach sagenhaft, wie geschickt dieser „Napoleon“ die Konzertbesucher faszinieren konnte. Wir hörten und „sahen“ auch „Troika“, das Musikstück, das wir in den letzten beiden Jahren als eines der gemeinsam gespielten Stücke wahrlich in Erinnerung hatten. Die Batterie Fanfare zog sich nach ein paar Stücken in ihr Proberaum nebenan zurück, um dann in einer historischen Uniform der Musketiere auf die Bühne einzumarschieren und um die nächsten Musikstücke zu zelebrieren. Auch die Percussion- und Trommlergruppe hatten ihren besonderen Auftritt. Die drei jungen Musikerinnen an ihren großen Xylophonen schlugen konzentriert und exakt die Tonblättchen. Dass Xylophone nicht in allen Tönen untereinander und mit der Kapelle stimmen, ist eine altbekannte Misere des Xylophons oder des Glockenspiels. Die Zeit schritt bei den vielen Musiktiteln unaufhörlich voran und Mitternacht war überschritten. Die Zeller Musikerinnen und Musiker haben ihren französischen Freunden fleißig zugehört und ihre Showeinlagen bestaunt. Dann war es Zeit, sich für den gemeinsamen Auftritt fertig zu machen. Nach der letzten Zugabe der Batterie Fanfare ging der Vorhang zu und alle nahmen instrumentenorientiert Aufstellung zum Finale. „Minauderie“ war das erste gemeinsame Stück. Dann kamen die Dankesreden von Willi Wunsch, Herbert Lenz, Martine Deprey und von Vincent Jovignot. Willi Wunsch überreichte im Namen der Ortsverwaltung Zell-Weierbach zwei Werbebanner mit unserem verschneiten Rathaus und je ein Karton Glühwein für die Batterie Fanfare und die Feuerwehr von Saint Jean de Losne. Alle Redner sprachen von einem gelungenen und unterhaltsamen Abend in tiefer deutsch-französischer Verbundenheit. Zum Abschluss gaben wir gemeinsam „Taptoe Majorette“ zum Besten. Aber ohne Zugabe durften wir nicht von der Bühne. Und zur Überraschung aller Gäste und Musiker holten noch einige französische Musiker das Notenblatt mit dem Zeller Lied aus der Tasche und fingen zu blasen an. Wir waren im ersten Augenblick perplex und überrascht – aber dann unterstützten alle Zeller gesanglich diese tolle Geste. Es war fast 1 Uhr, als wir die Instrumente einpackten und dann gemeinsam dieses gelungene Doppelkonzert fröhlich feierten. Ja, und wenn man sich nicht so richtig verständigen kann, ist Gesang eine gute Brücke. Hüben wie drüben wurde diese Sprache ausgiebig genutzt bis zum Teil weit in die Nacht hinein.

Der Sonntag galt der Pflege der Freundschaft. Begonnen hat es mit dem Besuch eines sehr interessanten Weinbaumuseums und einer unvergesslichen, lustigen Weinkostprobe. Am Nachmittag stand das 4-Gänge-Menü, das bis zur Abfahrt um 18 Uhr dauerte, im Mittelpunkt. In diesem Rahmen haben wir auch den Musikverein Zell-Weierbach in Wort und Bild vorgestellt und unser Gastgeschenk- Geräuchertes und heimischen Schnaps – überreicht. Vincent Jovignot, der Präsident, musste sich ganz schön anstrengen, um den Korb halten zu können. Mit gegenseitigem Danken für das gelungene große Wochenende wurde auch das Abschiednehmen eingeläutet.

„Wir, die Franzosen und die Deutschen, müssen Freunde sein und bleiben und zusammenhalten!“, meinte Gérald Chaventon zum Abschied auf Deutsch – wie wahr.

Liebe Zell-Weierbacherinnen und Zell-Weierbacher, ein vielgesichtiges Jahr geht seiner Vollkommenheit entgegen. Herzlichen Dank für jedwede Unterstützung unseres Musikvereins, der Musikkapelle Zell-Weierbach, des FeZ-Orchestra oder der Blockflötenkinder.

Wir wünschen Ihnen gesegnete, frohe Weihnachten, schöne erlebnisreiche Familientage zwischen den Jahren und einen guten Rutsch in das noch unberührte 2016.

Ihr Musikverein Zell-Weierbach

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