Moderne und alte Musik im Gedenkgottesdienst am vergangenen Sonntag

Nach der gut verlaufenen Anspielprobe vor dem Gottesdienst am vergangenen Sonntag freuten sich alle Musikerinnen und Musiker samt Dirigenten Johannes Kurz auf den „Auftritt“ im Gottesdienst zum Gedenken der verstorbenen Vereinsmitglieder des Musikvereins Zell-Weierbach.

„16 Ministranten, so viele, das gibt es bei uns in Altenheim nicht!“, staunte die Mutter unseres Dirigenten. Einen vollen Chorraum wusste Kaplan Lukas Biermayer hinter sich und die Messbesucher durften den vollen Klang unserer Musikkapelle Zell-Weierbach im resonanzfreudigen Kirchenraum der Weingartenkirche mit Freude aufnehmen. Die neuen Jugendkirchenlieder der 70-er Jahre, flott gespielt, animierten so richtig zum Mitsingen. Im Kontrast dazu waren die Instrumentalstücke Prélude, Intrade und In Monti Oliveti (auf dem Ölberg) von alten Meistern der Komposition und des Chorgesangs, für uns arrangiert durch Johannes Kurz. Die Fülle der Klangfarben und die vielfältigen ineinander verwobenen Themen, mit viel Einfühlungsvermögen dirigiert, gab Andacht und Ehrfurcht vor solchem Geist wieder. Die ins Ohr gehende Queen’s Park Melodie, während der Kommunion in verschiedenen Registern abwechselnd intoniert, begeisterte. Kaplan Lukas Biermayer gestand danach, dass sie eine seiner Lieblingsmelodien sei und er das Stück auf seinem Saxophon am liebsten mitgespielt hätte.

Ihn können Sie am nächsten Sonntag, 17. November, Life erleben beim 25. Kirchen-Jubiläumskonzert des Musikvereins Fessenbach um 17 Uhr in der Weingartenkirche. Freuen Sie sich darauf.

Das traditionelle Linsenessen der Musiker am 31. Oktober haben Hannah Blattner und Johannes Kurz organisiert. Die Liebhaber von Linsen mit Spätzle und Seidenwürstchen aus dem Musikerkreis und Hannahs Eltern trafen sich im Probelokal. Hannah hatte den Raum herbstlich und heimelig dekoriert und Dirigent Johannes Kurz sich beim Kochen und Anrichten der Leibspeise des Abends gütlich getan. Dazu passende Getränke besorgte Wilfried Ehrhard reichlich, aus Tradition zuständig für die löschenden Angelegenheiten der Musikkapelle Zell-Weierbach. Herzlichen Dank an alle drei!

Somit war ein sorgenfreier, fröhlicher und unterhaltsamer langer Abend gewährleistet. Und das war auch richtig wichtig! Als dann kurz vor Mitternacht Herbert Lenz, 1. Vorsitzender des Musikvereins, eintraf (er litt noch etwas am Jetlag-Syndrom) war alles in Butter (er brachte das wichtigste des Abends mit).

Dann Punkt null Uhr: „Zum Geburtstag viel Glück …“ aus allen Kehlen geschmettert: das galt Hannah Blattner, unserer Querflötistin. Ab dieser Sekunde war sie volljährig. Die Feiernden stellten sich im Spalier auf. Herbert Lenz gratulierte dem Geburtstagskind von Herzen und überreichte Hannah im Namen des Musikvereins ein anerkennendes Geschenk. Danach gratulierten die Geburtstagsgäste einer um den anderen Hannah und wünschte ihr nicht nur alles Gute sondern auch viel Glück, schöne Erfahrungen, wohlwollende Begegnungen und eine gute Rückkehr von ihrem ersten großen Lebensprojekt nach der Schulzeit.

Ob der vielen guten, wohlwollenden Glückwüsche der Musikerkollegen, des Dirigenten und der Eltern überwältigt, kullerten schon mal Freudentränen aus Hannahs fröhlich, erwartungsvoll glänzenden Augen.

Wie Sie bereits aus dem OT erfahren haben, brachen Hannah Blattner und Cosima May am Sonntag, 3. November, zu einem gut 4 Monate dauernden Projekt nach Ghana, Westafrika, auf. Dort wollen sie zusammen Jugendliche zum Musizieren ermuntern und anleiten, und ihre persönlichen musikalischen und menschlichen Erfahrungen weitergeben für eine vertrauensvolle, wohlgesonnene, lebenswerte Zukunft von ghanaischen Jugendlichen.

Nicht ohne viel Fleiß war die Vorbereitung auf dieses musikalische Auslandsprojekt. Neben dem, was Hannah schon gut kann – Querflöte, Blockflöte, Piccolo und Klavier spielen sowie das Dirigieren von Blasorchestern – hat sie sich auch erstes Können am Fagott und an der Posaune angeeignet, um möglichst vielen ghanaischen Jugendlichen eine Förderin zu sein. Johannes Kurz (Fagott) und Ralf Vollmer (Posaune) haben sie hierfür angeleitet. Auch Cosima May hat sich entsprechend vorbereitet. Herzlichen Dank an alle Unterstützer dieser beiden jugendlichen Idealisten.

Übrigens, wie Hannahs Mutter berichtet, sind beide gut in Accra, der Hauptstadt von Ghana angekommen und haben gleich an der Alltagssituation, dem Stromausfall, Anteil nehmen dürfen.

Wir wünschen den beiden Zell-Weierbacher Botschafterinnen einen guten, erlebnis- und erfolgreichen Aufenthalt in Ghana und stets das Gefühl, dass ihr Tun andere glücklich macht und ihre Zeit gut angelegt ist.

Ihr Musikverein Zell-Weierbach

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