5 Urgesteine der Zeller Musik haben den 80. hinter sich gelassen

Am letzten Dienstag feierte Erich Schley im Drehersacker bei guter Gesundheit sein 80. Wiegenfest im Kreise seiner Familie und wie kann es anders sein bei runden Geburtstagen oder Jubiläen – natürlich mit der Musikkapelle Zell-Weierbach, wie es so Tradition ist. Eine große Schar der Zeller Musikerinnen und Musiker nahm sich die Zeit, um dem Jubilar ein Ständchen zu spielen. Der Platz vor seinem Eigenheim war durch fleißige Helfer gut ausgeleuchtet und so war es ein Leichtes, den Notenüberblick zu haben.

Mit dem Andulka-Marsch haben wir den Auftakt gemacht und das merkten gleich alle: das klingt gut und wird mit viel Spaß und Freude gespielt – das ist halt unsere Musik. Danach haben wir die geliebte Slavonicka Polka intoniert, die beim Trio die „alten“ Musikerhasen unter den Gästen im Trio zum Mitklatschen animierte. Nach dem Castaldo Marsch überbrachte Herbert Lenz, unser 1. Vorsitzende, die Grüße und Glückwünsche des Musikvereins Zell-Weierbach. Er ging in seiner Rede auch auf die Osterkonzerte mit Soli an der Querflöte ein und erzählte von „Die beiden kleinen Finken“, die im Osterkonzert 1978 an den Piccoli ihr bestes gaben – Erich Schley und Sabine Kopf, jetzt Meehan. Zu Ehren ihres Ausbilders und Kollegen hat sie sich eigens Zeit genommen, an diesem Abend mitzuspielen. In seiner Dankesrede betonte Erich Schley: „Macht so lange Musik wie ihr nur könnt. Das bringt Lebensfreude und hält gesund!“ Die Musiker dankten es ihm mit dem Marsch „Schwarzwaldmusikanten“ von Rolf Schneebiegl selig. Der war Chef der legendären Schwarzwaldmusikanten und spielte gerne bei uns mit, vertrat auch schon Mal Kurt Sauter als Dirigent und war ein gern gesehener Gast bei vielen unserer Osterkonzerte. Natürlich darf bei einem Ständchen nie die „Liebe, kleine Schwarzwaldmarie“ fehlen. Angeregt vom Singen der Musiker gab es bei den Gästen keinen, der nicht mitgesungen hat – ein tolles Gemeinschaftserlebnis. Den traditionellen Abschluss bei vielen unserer Auftritte und bei den Ständchen ist unser Badisches Heimatlied: „Das schönste Land in Deutschlands Gaun, das ist das Badnerland …“ Eine hörens- und sehenswertes Blasmusik- und Chorgemeinschaft an der Heimstadt von Erich Schley. Alle waren voll des Lobes um die Musik und wir haben mit viel Freude und Inbrunst an diesem lauen Spätherbsttag für gute Laune gesorgt. Auch Johannes Kurz, unser Dirigent, nahm sich die Zeit und ließ in Kippenheim so lange seinen Vize die dortige Probe leiten – danke.

Wie schön, unsere verdienten 80-er Urgesteine der Zeller Musik: Gustav Kornmeier (82), Alois Geiler und Helmut Kopf haben sich sehr gefreut, mit ihrem jahrzehntelangen Musikkameraden Geburtstag feiern zu dürfen. Leider konnte Gustl Litterst aus gesundheitlichen Gründen das 80-er Quartett nicht vervollständigen.

Traditionell ist Erich und Gunhilde Schley stets ein guter Gastgeber und so mangelte es auch an diesem Abend weder an Getränken noch an Sättigendem. Herzlichen Dank an Euch beide für diesen gelungenen Abend und noch viele Jahre bei guter Gesundheit und Lebensfreude.

Erich Schley macht seit seinem 10. Lebensjahr Musik und spielte bis zum Rentenalter bei uns mit. Er ist auch Gründungsmitglied (im Jahre 2000) der Fidelen Oldies und ist dort immer noch aktiv. Erich Schley hat auch im Musikverein als Ausbilder und Helfer immer gerne mitgewirkt. Es stimmt also, was er betonte: Musik ist ein Lebenselixier!

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