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Wann war eigentlich das erste Osterkonzert des Musikvereins Zell-Weierbach?

Auf 6. April 1969 lud der Musikverein „Harmonie“ Zell-Weierbach zum 1. Osterkonzert in das Gasthaus Sonne ein und, schöner kann es sich nicht treffen, laden wir Sie wiederum am 6. April, aber 2019, zum Jubiläumskonzert, dem 50. Jahreskonzert herzlich ein – dieses Mal in die Abtsberghalle. Nanu, wird wohl der eine oder andere sagen, können die vom Musikverein nicht richtig rechnen? – Doch es stimmt mit dem 50. Jahreskonzert in Folge in diesem Jahr als Osterkonzert und ab 2011 als Frühjahrskonzert. 1975 konnte der Musikverein wegen eines Dirigentenwechsels aus Krankheitsgründen an einem für das Osterkonzert unzeitigen Zeitpunkt kein Osterkonzert vorbereiten.

„Hat der Musikverein / die Trachtenkapelle Zell-Weierbach vor 1969 kein Konzert gegeben?““, so die bohrende Frage an Josef Acker, der von 1955 bis 2009, also 55 Jahre lang, in der Trachtenkapelle musiziert und 31 Jahre lang als Ausbilder, Beisitzer und als 2. Bzw. 1. Vorsitzender in der Vereinsentwicklung und –verantwortung mitgewirkt hat, „Oh doch,“ meinte er und schlug seine von ihm mit viel Liebe und Fleiß zusammengestellten Unterlagen auf: „Am 1. April 1934 lud der Musikverein „Harmonie“ Zell-Weierbach zum ersten Mal zu einem Osterkonzert in das Gasthaus Sonne ein. Dirigent war Arthur Weigel, der fast 40 Jahre die Musikkapelle Zell-Weierbach leitete. Der Eintritt kostete damals 30 Reichspfennige.“ Dazu muss man wissen, dass der Musikverein erst 1925 aus der Taufe gehoben worden ist und zunächst viel Ausbildungs- und Zusammenspielarbeit von Nöten war, um ein richtiges Konzert geben zu können. Bis 1937 blieb es Usus, zum Osterkonzert einzuladen. Aber dann legte die unsägliche Zeit des Weltkrieges und eine entbehrungsreiche Zeit danach das Orchesterleben brach.

Am 30. März 1952 war es endlich so weit. Mit Arthur Weigel am Dirigentenpult, war wieder ein Osterkonzert einstudiert worden. Im Gasthaus Riedle fand die Nachkriegspremiere statt. Stargast des Konzerts war das bekannte und beliebte Duo Seitz. Weil der Riedlesaal dieses Großereignis für das Dorf nicht fassen konnte, hat man kurzentschlossen eine Woche darauf im Gasthaus Sonne das Konzert wiederholt.

Etwas Besonderes war das Osterkonzert 1958 am Ostermontag auf dem Dorfplatz in Zell-Weierbach, in dessen Rahmen die neue Schwarzwälder Tracht mit Hut vorgestellt worden ist. 1960 lud der Musikverein nochmals zu einem weiteren Osterkonzert auf den Dorfplatz ein. Danach ist diese Tradition aufgegeben worden.

1967 kam es dann zu dem legendären, einschneidenden Dirigentenwechsel von Arthur Weigel zu Kurt Sauter: War es bisher die steife, eher vom Militär geprägte Art des Umgangs des Dirigenten mit den Musikern und auf Exaktheit getrimmte, nicht lockere Art des Spielens, ist nunmehr die Freude am lockeren Musizieren, das Klangbild, Dirigent und Musiker auf Augenhöhe und Aufgeschlossenheit des Dirigenten gegenüber Unterhaltungsmusik markant. Vom Dirigenten, der nach der Probe eben nur dabei saß, ging es zu einem Dirigenten, der mitmachte, lustig und fröhlich die Kameradschaft pflegte und mitriss. Logisch, dass der Musikverein Zell-Weierbach diese neue, beim Publikum unvorstellbar gut ankommende Spielweise wie auch die neue Art des Auftritts mit Unterhaltungsmusik anstatt Ouvertüren und konzertante Musikstücken in Konzertform gießen wollte.

Mit Stolz und Elan wagte die Vorstandschaft das erste Konzert im Jahre 1968 mit Dirigent Kurt Sauter anzukündigen. Die weit über Zell-Weierbach hinausgehende Beachtung dieses Konzerts bestärkte die damalige Vorstandschaft, Dirigent Kurt Sauter und die Musiker, ab 1969 die Tradition des Osterkonzerts aufleben zu lassen. Gesagt getan. Mit dem Osterkonzert 1969 begannen eine neue Ära und der Neubeginn der Zählung der Jahreskonzerte!