So einen beeindruckenden, schattigen und luftigen Festplatz haben wir in Zell-Weierbach!

Dem Wettergott sei Dank, hatten wir am vergangenen Wochenende gutes Festwetter und einen durch die große, ausladende Linde angenehm beschatteten Festplatz auf dem Schulhof des Großherzoglich Badischen Schulmuseums.

Der Samstagabend bot die ideale Temperatur, um im Freien fröhlich zu feiern. Der ganze Festplatz füllte sich, als die Musikkapelle Rammersweier mit ihrem Dirigenten Christian May den großen Reigen der Blasmusik eröffnete und mit viel Stimmung, Potpourris, Märschen und Polkas die Weinfestgäste begeisterte. Die Musikkapelle Rammersweier hat auch viele Rammersweirer und Freunde ihrer Musik mitgebracht. Das spornte die Musikanten noch mehr an. Aber nicht nur die „Fans“ der Musikkapelle Rammersweier sondern auch die Seniorengruppe und deren Begleiter aus Augsburg, eine Gruppe aus Bayreuth, die aus dem OT von unserem Weinfest erfuhren, wie auch die vielen Zeller und Weinfreunde aus der Umgebung, waren von der Musik, dem Flair der bunten Lichterketten und dem köstlich mundenden badischen Datschkuchen begeistert. Ob Bayern, Badener oder Elsässer, sie alle fanden ein großes Lob für den Datschkuchen aus dem Holzofen am Taglöhnerhaus. – Kein Wunder, dass diese alle an den Mann kamen. Auch das süffige Waldhaus-Weizen aus dem Fass hatte viele Freunde und war bereits bald nach Mitternacht eine Rarität, obwohl aus der Erfahrung heraus genug geordert worden ist. Ein junger ehrenamtlicher Begleiter der Seniorengruppe fragte verwundert: „Wo ist die Feuerwehrjugend und die Gemeindejugend hier auf dem Fest? – Bei uns in Bayern sind sie nicht zu übersehen und zu überhören!“ Ja, bei uns ist halt manches anders. Am Weinstand war natürlich auch ordentlich was los. Neben Wein und Sekt war an diesem lauen Sommerabend der Aperol Spritz der große Renner. Aber auch Gin Tonic war rege nachgefragt.

War es nicht ein sehenswerter Anblick, die Ortenberger Musikerinnen und Musiker in ihrer Schwarzwälder Tracht? Und ihre Musik, was war ein Genuss für die Sinne. Gut, dass wir noch kurzfristig ein großes quadratisches Zelt bekommen haben, so groß wie die alte Festbühne. So hatten auch die großen Musikkapellen wie Ortenberg und Rammersweier alle unter dem Zeltdach Platz.

Die Blockflötenkinder mit Dagmar Reister spielten in Ensembles auf und begeisterten wiederum die Eltern, Geschwister, Omas und Opas und die vielen Festbesucher. Als Belohnung für ihren Fleiß und dem ausgehaltenen Lampenfieber vor dem Auftritt bekamen sie einen Gutschein für ein Eis oder Getränk ihrer Wahl. Da war für eine Zeit lang ganz viel los am Kaffeestand und das Fach für Eis am Stiel danach sichtlich leerer. Der Kaffeestand bot erstmals bereits ab 11 Uhr selbstgebackene Kuchen, Kaffee und Eiskaffee an. Am Ende des Tages war von den etwa 30 Kuchen nicht mehr viel übrig. Eiskaffee war ein beliebtes Getränk an diesem Sommertag.

Eduard Litterst aus der Kirchgasse, der zusammen mit seiner Frau Rosa gerne die Vereine des Ortes unterstützt und ihre Feste besucht, meinte: „Das ist ein toller Festplatz, so schattig, immer weht ein Lüftchen und die viele Musik, das hat uns gut getan und wir sind wieder unter den Leuten gewesen!“ Sie sind mit ihrer Tochter Christine zum Mittagessen gekommen und haben sich mit ihren Freunden am Tisch gut und lange unterhalten. Schnitzel mit Pommes, Nudeln oder Brot kamen gut an. Die Vegetarier unter den Weinfestbesuchern waren über „Feta mit Gemüse aus dem Ofen“ voll des Lobes. Auch die Currywurst mit abstufbarer scharfer Soße, von Rosi Friemelt zubereitet, wie auch die klassische Bratwurst fanden ihre Freunde.