Gustav Kornmeier – so viele unvergessliche Erlebnisse mit der Musik

Am Samstag, den 9. Juni ist wieder Musikerhock-Zeit beim Musikverein Zell-Weierbach. Wir freuen uns auf Sie beim traditionellen Musikerhock am Winzerbrunnen bei der Abtsberghalle ab 16 Uhr. Die Bläserjugend des Blasorchesters Berghaupten mit Patrick Hornisch an der Spitze sorgt für musikalische Unterhaltung. Aus dem Fass schießt wieder das süffige Engelbräu aus Rastatt und edle heimische Weine kommen zum Ausschank. Die leckeren, würzigen Musikersteaks, Curry- und Bratwurst aus der hiesigen Metzgerei wollen Gaumen und Magen verwöhnen. Herzliche Einladung an Sie.

Wenn Gustav Kornmeier auf seinen ersten großen Auftritt mit der Musikkapelle Zell-Weierbach in Pfalzgrafenweiler (hinter Freudenstadt) unter dem 40 Jahre lang in Zell-Weierbach dirigierenden Arthur Weigel kommt, ist der Auftritt eigentlich Nebensache. Tief beeindruckt hat ihn vielmehr die Spontanität von Rudi Fischer. Und das war so: Die Zeller Musiker standen auftrittsbereit hinter der gerade spielenden Musikkapelle. Plötzlich hatte der Klarinettist bei seinem Solo einen Aussetzer. Rudi Fischer, der direkt hinter ihm stand, nahm geistesgegenwärtig sein Tenorhorn und spielte die Solopassage zu Ende und rettete so das Stück. Auch Gustav kam bei Arthur Weigel als Solist zu ehren, z. B. bei dem gefühlvoll zu spielenden Charakterstück „Des Hirten Abendgebet“, das er auch später bei einem Osterkonzert wieder zum Besten gab.

„Arthur Weigel hat ein gutes Fundament für seinen Nachfolger, Kurt Sauter, gelegt“, stellt Gustav Kornmeier fest und erzählt über die unzähligen Auftritte, Radio- und Fernsehaufnahmen (für die Abendschau Baden-Württemberg) in der Sauter Ära. „Die Zeit mit Kurt Sauter als Dirigent waren die besten und schönsten Jahre für mich. Die ganze Woche lang habe ich auf die Probe am Freitagabend hin gefiebert und natürlich sie auch genossen. Kurt Sauter war ein richtiger Kumpel und hat alle gleich gut behandelt. Dies und die oftmals langen „Nachproben“ ins Erhards oder privat mit so manch einem Schwank förderte den Gemeinschaftsgeist immens.“

Nach mehreren Dirigentenwechseln – auch mit Höhepunkten und tollen Auftritten, kam die 20-jährige Ära mit Dirigent Rudi Flierl. „Dieser war ein geselliger Mensch und ist sehr auf die Musikkapelle Zell-Weierbach eingegangen. Seine Arrangements, auf die Musiker der Trachtenkapelle, wie sie sich damals nannte, direkt zugeschnitten, sind legendär. Wir traten sehr viel auf und machten ebenfalls Radio- und Fernsehaufnahmen. Stolz waren wir alle auf unseren Auftritt im Fernsehen bei der Superhitparade der Volksmusik mit Caroline Reiber in Offenburg.“

Spontan und voller Freude kommt Gustav Kornmeier dann auf sein „auf ihn zugeschnittenes“ Solo „Großvaters Uhr“ in der 10 Jahre dauernden Ära mit Dirigent Horst Schuster zu schwärmen. Er war mittlerweile Rentner und hatte sichtlich viel Spaß mit den Zell-Weierbacher Musikkameraden zu musizieren.

Auch mit 75 Jahren, wo andere längst in Musikerrente gegangen waren, stellte sich Gustav Kornmeier mit Johannes Kurz als neuem Dirigenten gerne noch weiteren musikalischen Herausforderungen und das bis heute.

Gustav Kornmeier spielt auch seit der Gründung der „Fidelen Oldies“, unter der langjährigen Leitung von Alois Geiler, bis heute gerne mit.

Wenn Gustav Kornmeier auch ab und an als Solist bei Konzerten auftrat, lieber spielt er Solostellen innerhalb von Musikstücken oder gerne im Tenorhornsatz, vor allem zusammen mit seinem „Spannemann“ Wilfried Ehrhard sowie Heinz Schütz (Bariton). Und immer wieder tritt er gerne spontan mit seinem geliebten Tenorhorn auf, wenn sein Herz voller Freude und Dankbarkeit überläuft. Dann spielt er „aus dem Hut“ mit innigstem Gefühl und voller Inbrunst.