Auch Helmut Kopf zu Ehren ein Ständchen

Vor zwei Wochen durfte Helmut Kopf, unser jahrzehntelanger 1. Trompeter, mit seiner Familie den 80. Geburtstag feiern. Eiskalt aber sonnig war es an jenem Sonntagmorgen, als eine wegen Krankheit und anderen Terminen geschrumpfte Musikkapelle Zell-Weierbach um 11 Uhr im Freien unserem wohlverdienten Musikrentner zu einem Geburtstagsständchen antrat. Die Blechinstrumente wurden eiskalt und die Finger der Holzbläser klamm. Wenn auch bei dieser Eiseskälte nicht jeder Ton kam oder saß, es hat Spaß gemacht, Helmut Kopf die Ehre zu geben.

Herbert Lenz, unser 1. Vorsitzende, erinnerte in seiner Geburtstagsrede an viele musikalische Episoden im Leben von Helmut Kopf uns seiner ihn unterstützenden Ehefrau Cilie. Berühmt war die „Kopfhalle“ in Sauters Zeiten (Dirigent in den 70-er Jahren) unter den damaligen engagierten Musikern. Aber auch ins Erhardts (heute: Erhardts Orchidee) ging es nach der Probe oft hoch her. Tolle Erinnerungen werden wach aus jener Zeit, wie, wenn Josef Acker mit seinem Flügelhorn „lockte“ und Helmut Kopf keine andere Wahl hatte als um die Mitternachtszeit seine Trompete aus dem Koffer zu holen und die „Post im Walde“ ins Wirtshaus zu schmettern. Gar manch ein anderes Stück haben dann beide im Duett von sich gegeben – ein eingespieltes Team.

Aber nicht nur nachts hatte Helmut Kopf solistische Auftritte – er war auch ein Garant für Solis bei den weit über Zell-Weierbach hinaus bekannten Osterkonzerten der damaligen Trachtenkapelle Zell-Weierbach. Gerne erinnern wir uns zum Beispiel an „sein“ Granada. Neben seiner musikalischen „Laufbahn“ bei uns und bei der Tanzkapelle „Silbersterne“ war er auch ein langjähriges, zuverlässiges Mitglied in der Vorstandschaft des Musikvereins Zell-Weierbach und Förderer der Musikkameradschaft.

Zum Schluss des Ständchens spielten wir das obligatorische Badner Lied. Helmut Kopf und seine Gäste auf dem Balkon waren da voll dabei und sangen fröhlich mit. Beim anschließenden Beisammensein der Musiker und der Familie in der „Kopfhalle“ konnten die „jungen“ Musiker erahnen, was in der Hochzeit der Kopfhalle so alles los war. Manch ein Schwank und wahre Begebenheiten kamen auf den Tisch und dabei verging die Zeit an jenem Sonntag wie im Flug.